Band 
Erster Band. A bis Bl.
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Baschkiren Baöculesystem 881

wandte Felsarten über. Durch Einwirkung der Witterung zersetzt er sich leicht,und aus dem verwitterten Gestein geht ein sehr fruchtbarer Boten, eine fette,schwärzliche Erde hervor, in welcher das Wachsthum der Pflanzen, namentlich desGetreides, üppig gedeiht, und dies in desto höherm Grade, da um den Basalt sichmeist viele Feuchtigkeiten sammeln; ^daher sieht man die Abhänge basaltischer Bergeoft bis zur größten Höhe angebaut, auch mit Rasen oder mit Wald bewachsen. —Der Basalt, auf der einen Seite mit den Trachyten (s. d.) zusammenhängend,von der andern in sehr inniger Beziehung mit den Laven der Vulkane, scheint durchUmwandelung andrer Felsarten vermittelst vulkanischer Agentien entstanden; seineMassen haben sich den Weg durch bereits vorhandene Gesteinschichten gebahnt.Im erweichten Zustande wurden sie, wahrscheinlich aus großer Tiefe, durch diedurchbrochene GebirgSdecke, durch entstandene Spaltungen und Risse oder durchrundliche Öffnungen in den Berggipfeln emporgehoben, und bei der Abkühlung,beim Übergänge in den festen Zustand, eigneten sich dieselben zum Theil eine Artregelrechter Gestaltung in 4--, 5-, 6-, 8-., 9seitigen Prismen und symmetrischerGruppirung an. Daß der Basalt aus einem nassen Niederschlag entstanden sei,glauben gut unterrichtete, vorurtheilsfreie Geognosten wol nicht mehr. Den Ba-saltbergen ist durch ihre Gestalt und Verhältnisse eine besondere Auszeichnung per-,liehen; theils erheben sie sich in der Gestalt von mehr oder minder abgestumpftenKegeln, theils steigen sie mit seltener Schroffheit bis zur scharfen Spitze hinan.Die Oberfläche der Berge zeigt kleine Erhabenheiten oder Vertiefungen, oder sieist besetzt mit bald regellos eckigen, senkrechten, bald aus Säulen bestehenden Fels-massen. Man findet den Basalt vorzüglich in der Eiffel, im Westerwalde , Rhön-gebirge, in Sachsen (bei Srolpen u. an a. O.), in Hessen, Böhmen , Auvergne,auf den Hebriden (staffa), in Irland (Riesenweg) u. s. w. — Der Basalt ist einvorzügliches Baumaterial und auch zu straßenpflastern und Chausseen nutzbar;gepocht unter Kalkmörtel gemengt, vermehrt er die bindende Kraft desselben. Diesäulenartigen Stücke verwendet man zu Pfeilern, Ecksteinen, Thür - un'd Fenster-stöcken u. s. w. Die dichtern Abänderungen werden zu Mühl- und Reibestei-nen, Mörsern, Trögen, zu Amboßen für Goldschmiede, Goldschläger, Buchbin-der u. s. w. verarbeitet; auch bestehen manche Werke der ältern Bildhauerkunstdaraus. Die römischen Bildhauer bedienen sich desselben zur Restauration der ägyp-tischen Bildsäulen aus sogen, schwarzem Granit. Ferner wird das Gestein der Glas»fritte zugesetzt; für sich allein gibt es ein dunkeles, sehr flüssiges Bouteillenglas.Endlich bedient man sich des Basaltes als Zuschlag beim Schmelzen strengflüssigerund kalkhaltiger Eisenerze.

Baschkiren oder Baschkurt sind ihrer Abkunft nach wahrscheinlich No-gajer, welche Bulgaren unter sich ausgenommen haben; wenigstens ist ihr Landein Theil der ehemaligen Bulgarei. Vormals zogen sie unter eigenen Fürsten imsüdlichen Sibirien umher; von den sibirischen Khanen beunruhigt, ließen sie sichin ihren jetzigen Besitzungen nieder, breiteten sich an der Wolga und dem Uralflusseaus und unterwarfen sich dem kasanischen Khanat. Als dieser Sraat durch Iwan 11.zerstört wurde, fügten sie sich freiwillig unter Rußlands Scepter, empörten sichjedoch nachmals zu verschiedenen Zeiten, wodurch ihr Wohlstand und ihre Volks-menge bedeutend vermindert ward. 1719 machten sie 27,000 Familien aus, dieihre Wohnsitze in den Statthalterschaften Ufa und Perm haben. Sie sind Moham-medaner , meistens mit Pfeilen, Bogen und Lanzen bewaffnet, und leben von derJagd, Vieh - und Bienenzucht. Aus gcgohrenerPferde-undKameelmilch berei-ten sie ein berauschendes Getränk, Kumüß, das sie sehr lieben.

Basculesystem, das Schaukelsystem, ein von den franz. Ministerienseit den 2 Restaurationen der Dourbons in Gang gekommener Ausdruck, ist einemfesten Verwaltungssvstem entgegengesetzt, das nach den Grundsätzen des wahren