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spanischen (Generale Reding und Compignv griffen Baylen an, PenaS und Jenesbeschäftigten das Hauptcorps unter Dupont. Dieser nmste Andujar räumen,nachdem Bavlen von den Spaniern genommen war. Nach einem neunstündigenKampfe trug Dupont auf einen Waffenstillstand an, der aber nur unter der Be-dingung : „sich unbedingt zu ergeben", perwilligt werden sollte. Unterdessen hattedie Division Wedel, von dem Schritte Dupom'S nicht unterrichtet, die Spaniernoch einmal angegriffen und das Regiment Coedova mit 2 Kanonen gefangen ge-nommen; allein sie unterlag zuletzt dennoch der Übermacht. Darauf capitulirteam 23. Juli das ganze eingeschlossene ftan!. Heer, 17,000 M. stark, nachdem3000 auf dem Platze geblieben waren. Die Divisionen Dupont und Wedel wur-den kriegsgefangen; doch sollte die letztere von Catiz nach Rochefort eingeschifft,werden. Später ward dasselbe auch Dupont'S Division zugesichert, aber nicht er-füllt. Gen. Graf Dupont kehrte mit seinem Generalstabe nach Frankreich zurück,ward in Toulon verhaftet und vor Gericht gestellt. Noch vor Entscheidung seineftSache befreite ihn die Einnahme von Paris den 30. März 1814. Darauf wurdeer Ludwigs XVlII. Kriegsminisier, aber schon im Dec. 1814 durch Soult ersetzt.
Dayo » ne , eine wohlgebaute, reiche Handelsstadt, die größte im französ.,Depart. der Unterpyrenäen, sonst der Hauptort des Bezirks von Labour in Gas-'cogne (1" 24' W. L. und 43° 29' N. Br.), am Zusammenflüsse der Nive und desAdour, etwa 4 deutsche Meile von der Bai von Biscaya. Sie Hai 1.',20 H. und13,600 E., wovon 6000 in den Vorstädten wohnen. Die Nive und der Adour,von denen der erstere Fluß ungefähr 6, und der letztere 15 deutsche Meilen weitschiffbar ist, bilden einen Hafen, der Kriegsschiffe von 40—50 Kanonen faßt, abereine etwas beschwerliche Einfahrt hat. Jene beiden Flüsse dienen, Bauholz, Theerund Eisen aus den Pyrenäen nach Bavoune zu verschiffen. Sie durchschneidendie Stadt in 3 Theile: die große Stadt am linken User der Nivez die kleine Stadtzwischen der Nive und dem Ädour; und die Vorstadt St.-Esprit, größkentheilSvon portugiesischen Juden bewohnt, am reckten Ufer des Adour. Eine Citadelle, -von Dauban erbaut auf dem Gipfel einer Anhöhe in der Vorstadt, bestreicht denHafen und die >Ltadt. Der Bischof von B. steht unter dem Erzbischof von Tou-louse und übt die geistliche Gerichtsbarkeit über 3 Departements. Die Haupt-kirche ist ein alterthümlich schönes Gebäude. Schöne Spaziergänge sind der Kai lund die Place de Grammont. Eine hölzerne Zugbrücke verbindet die Vorstädte mitder Stadt. B. treibt beträchtlichen Handel mit Spanien und Frankreich undtauscht ausländische Waaren für Eisen, Früchte, Gold und Silber ein. Die Haupt-gegenstände des Seehandels sind der Stockfisch- und Wallnsckfang, worauf vorder Revolution 30 — 40 Schiffe von 250 Tonnen Last ausliefen. Mastbäumeund andres Schiffbauholz von den Pvrenäeu wird nach Brest und mehren HäfenFrankreichs ausgeführt. Bekannt sind die bavonner Schinken. Weine und Choco-lade werden von hier aus in? nördliche Eurova verschifft. Unter den geringernVolksclassen ist die alte biscavssche oder bakkische Sprache üblich. — In B. hatteKatharina von Medici im Juni 1565 mit dem Herzog von Alba eine folgenreicheUnterredung. Hier fand im Mai 1808 die Zusammenkunft Napoleons mit demKönig von Spanien, Karl lV., und dem Prinzen von Asturien statt, in deren Folgeam 5. und 10. Mai von Letztem eine 'Abtretungsurkunde unterzeichnet wurde,worin sie und sämmtliche Infamen ihre Rechte auf die spanischen Reiche in Europa und in Indien dem französischen Kaiser übertrugen. Darauf berief Napoleon einespanische Generaljuuta am 15. Juni nach Bayonne zur Abfassung einer Consti-tution. Am 6. Juli ward diese Eonsiitution bekanntgemacht, und am k>. reisteJoseph von Bavoune nach Madrid . An dems. 10. Mai 1808 ward die ba yonnerConvention zwischen -Lpanien und Frankreich unterzeichnet. (S. Schöll's ,/krui-lö- cko pul;", Bd. 9, S. 28 fg.)