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Erster Band. A bis Bl.
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727
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Bayomiet

Beattie

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Bavonnct oder Bajonett. So heißt die dolckartige eiserne Klingeauf der Mündung der Insantei ieflinte, wodurch diese zugleich in eine Stoßwaffeverwandelt worden ist. Sie wurde wahrscheinlich um 1640 i» Bayonne erfundenund fcbon 1647 in den Niederlanden gebraucht, aber erst zu Anfang des 18. Iabrb.,nach ganchcher ?lbschaffun« der Pike. allgemein eingefubrt. Die letztere fand nochlange Zeit große Verebrer (Tolard, Berenborst, Bülow u. ?l.), welche dagegendas Baoonnck verwarfen, während Andre demselben einen viel zu hohen Werthbeilegten. Bei allen Mangeln des BavonnetS fand sich jedoch nichts Besseres andessen Stelle, und es wurde oft mit Vortheil gegen Reiterangriffe, bei Vertheidi-gung von Schanzen und im Einzelngefechte angewendet. Seit dem lehren Kriegehaben einige Infanterieossiciere die Idee früherer Miluaire (z. B. Guibert's), demBaronnette, durch zweckmäßigere Übung des Infanteristen in seinem Gebrauche,größere Wirksamkeit zu verschaffen, wieder aufgenommen. Der k. sachsi Haupt:mann von Selmnitz hat das Verdienst, zuerst diese Idee in einem erstem aus-gebildet zu haben. S. „Die Bauonnetfechrkunst", von Z. von Lelmnitz (Dresden 182',. mit Kpfrn.). So wenig sich auch zuvor bestimmen läßt, wieweit diese sichim Kriege erstrecken werde, so wird sich doch nicht leugnen lassen, daß durch zweck-mäßige Fechtübungen das Vertrauen des Fußsoldaten zu dem Baoonnet ungemeinerhöht werde, und daß namentlich die früher herrschende Meinung, der Kampf deseinzelnen Infanteristen, welcher seine Munition verschossen, sei in der Ebene gegenEinen Reiter, bei gleicher Tapferkeit, stets sehr gewagt, und gegen zwei schon imvoraus zum Vortheil der lehtern entschieden, völlig grundlos sei. 23.

Bazar , bei den Morgenländern der Markt, oder eine geräumige Straße,in welcher die Kaufleute ihre Gewölbe haben.

B e a t i fi c a t i o n, die feierliche Handlung, wodurch der Papst eine Personnach ihrem Tode selig spricht. Sie ist die erste -Ltnfe zur Kanonisation (s. d.).Niemand kann vor dem 50. Jahre nach seinem Tode beatisicirr werden. Zuvorwerden, oft mehre Jahre lang, die Zeugnisse von den Tugenden und Wundern desVerstorbenen, deren es zu seiner Heiligkeit bedarf, von der Eongregarion der Ge-bräuche geprüft. Der Leichnam oder die Religuie des künftigen Heiligen werdensodann zur Verehrung des Volks ausgestellt, seine Bildnisse mit Strahlen gekröntund ihm ein eignes Ofsiz angeordnet. Auch werden am Tage seiner BeatisicanonAblässe ertheilt. Über die Feierlichkeiten der Seligsprechung des vor 100 Jahrenverstorbenen Jesuiten Trane, di Girolamo zu Nom 1806 vgl. m. Elis. v. d.Recke'S „Tagebuch einer Reise durch Deutschland und Italien ", Bd. 4 , 4L. 131—143.Auch bei Gelegenheit des Jubeljahres 1825 fand in Rom die Seligsprechung einesCapuüners aus Acri statt.

Beattie (James), philosophischer und poetischer Schriftsteller, geb. 1735in der Grafschaft Kincardine in Schottland , Professor der Moralphilosophie an derUniversität zu Edinburg, dann zu Aberdeen , wo er 1803 starb, batte nicht dieTiefe und Gründlichkeit seines Landsmanns Hume, gegen dessen Ekeptieisnms ernebst Thomas Reib und Oswald auftrat, aber eine Wärme und Leichtigkeit, diesich dem gemeinen Menschensinne, den er bei Vertheidigung der angefochtenenWahrheiten in Anspruch nahm, sehr empfahl; daher er auch unter den Volksphi-kosophen einen vorzüglichen Rang behauptet. Er schrieb einen „Versuch über dieNatur und Unveränderlichkeit der Wahrheit" (Edinburg 1770, 5. Anst., London 1774: deutsch, Kopenhagen 1772 und Leipzig 1777; auch in B.'sWerken. Leip-zig 1779 und 1780, 2 Bde.); „Illcnnrnft »k Moral zrnnu,','" (1790, deutschvon Moritz, „Grundlinien der Psychologie", 1790, 1. Thl.); eine „4bo,>,vuktlw Genügt:" (1788, deutsch von MeinerS 1789, 2Bde.); endlich „Moralischeund kritische Abhandlungen" (London 1783, 4.; deutsch von K. Grosse 1789,3 Bde.). In den letzter» Schriften theilt er viele nützliche Beobachtungen über