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Belgien, die ehemal. östr. Niederlande , wclcke jetzt zum Königreich derNiederlande gehören. Ursprünglich rrar I'x-lI»», im alten (Gallien das Land derBellawaken und Atrebaten, in der Gegend von AmienS und vielleicht auch vanSenlis . (2. des SraatSr. Raoup Diss. ,,8„r l'ori^liw ein „om cko cw.",Brüssel 1826.)
Belgier, ein Gemisch van deutschen und celtische» Völkerschaften amwestlichen Ocean bis an den Rhein und va» der Marne und Leine dis an diesüdl.Mündung des Rheins, der mit ler Maas vereinigt ist. Als dis auf Cüsar vanZeit zu Zeit deutsche Völker über den Rhein drangen und die Celten theils verjag-ten, theils sich mit ihnen vereinigten, so entstand daraus ein gemischtes Volk, dassich in Spräche und Sitten mehr den Deutschen als den Cesten näherte. Cäsar nennt sie tapferer als die übrigen Gallier, besonders diejenigen, welche nördlich anden Grenzen Deutschlands wohnten und mit den Deutschen noch in genauer Ver-bindung standen.
Belgrad , Griechikch-Weißenburg, türkische Handelsstadt und Festung inSerbien, am Zusammenflüsse der L)au und Donau , mir 36,606 Cinw., begreift:
1) Die Festung oder das Oberschloss, in der Mitte des Ganzen, welches die Donau beherrscht, hohe Walle, feste Thürme, dreifache Gräben hat und mit Minen undbombenfesten Casematten versehen ist; Residenz desPascha von Serbien, mit derHauptmosckee, deren es überhaupt 14 in Belgrad gibt. Zwischen der Festungund den übrigen Stadttheilen ist ein leerer, 400 Schritte breiter Awischenraum.
2) Die Wasserstadt, der hübscheste Theil der -Ltadt, mit Wällen und Gräben,gegen Norden am Ausammenstusse der beiden Ströme. 3) Die Raihenstadt, westl.am Saustrom, mit Palissaden umgeben. 4) Die Palanka, welche gegen L 2 . undO. die Festung umgibt. B. ist schleckt gebaut; die Straße» sind nicht gepflastert.Oberhalb der Stadt ankern die Donauschiffe zwischen 3 Inseln. An der Mün-dung des Saustroms liegt die Zigeunerinsel. — Gegen Ende des 11. Jahrh.(1618) eroberte B. der ungarische König Salomo von den Griechen; bei dieserBelagerung soll, einer ältern, aufder kaiscrl. Bibliothek zu Wien befindlichen Chro-nik zufolge, zum ersten Mal mit Schießpulver aus Donnerbüchsen geschossen wor-den sein. In den folgenden Zeiten war die Stadt abwechselnd im Besitz der Grie-chen, Bulgaren , Bosnier und Serbicr, von welchen Letzter» sie im Anfange des15. Jahrh, an Kaiser Sigismundverkauft ward. 1442 und 1456 von den Türkenmit großem Zeit-und Kosienauswande vergeblich belagert, ward sie endlich 1521durch Soliman II. erobert. Don den Ostreichen: 1688 erobert, ging sie 1696wieder an die Türken verloren. Prinz Eugen nahm sie nack dem Siege 1111durch Capitulation; der passarowitzer Friede (1118) sicherte Östreich ihren Besitz.1189 ward sie abermals belagert und ergab sich, ohne einen Schuß zu thun. DiePforte behielt B. im belgrater Frieden 1139 milder Bedingung, das, die vonden Ostreiche,-» angelegten neuen Festungswerke zerstört werden sollten: eine Ar-beit, wozu fast 9 Monate gebraucht wurden. In der Folge nahm London Belgrad 1189 durch Capitulation. Im Frieden zu-Lzistowe 1191 ward es zurückgegeben.1866 nadnien es die serbischen Empörerin Besitz; seit ihrer Unterwerfung befin-det es sich von neuem in den Händen der Türken. Der früher hier errichtete Sitzeines christlichen Bischofs ist nach Lemendria verlegt.
Bclial war bei den Hebräern, was Pluto bei den Griechen , der Höllen-fürst. Es bezeichnet wörtlich das Böse, Verderbliche.
Belisar, einer der grössten Helden seiner Zeit, dem der Kaiser Iustinianden größten Theil des Glanzes seiner Regierung verdankte. Aus einer unbekann-ten Familie in Thrazien entsprossen, diente D. anfangs unter der Leibwache desKaisers, erhielt bald den Oberbefehl einesHeeres von 25,000 M. an der persischenGrenze und trug 550 über ein persisches Heer von 40,000 M. einen vollständigen