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Belem
Belfast
Person. Unsere souveränen Fürsten nennen die wichtigern von ihnen abhängen-den Lehen ebenfalls Thronlehen.
K e l e m (spr. Belängh), eigentlich Bethlehem , ein Ltadttheil oder Omar-'tier von Lissabon ; ehemals ein Marktflecken, an dem Platze, wo einstweilig Ema-nuel, nach Vasco da Gama'S erster Rückkehr aus Indien 1499, eine Kirche zuEhren der Geburt Christi gebaut und das berühmte Hieronymitenkloster gestiftethatte, in welchem sich die prachtvolle, mir weißem Marmor bekleidete Gruft derkönigl. Familie befindet. Nach dem Erdbeben von 1'55 wurde die Begräbniß-'kirche wieder im gothischen Style aufgebaut. In Belem pcsidirte sonst die königl.Familie; aber seitdem das Schloß abgebrannt ist, verlegte sie ihren Litz nach dem,2 Legoas davon sehr einsam gelegenen Schlosse O.ueluS, das sie bis zu ihrer Abreise'nach Rio-Ianeiro bewohnte. Das neue königl. Schloß in Belem ist noch nichtvollendet. Es hat eine vortreffliche Lage mit der Aussicht nach dem Hafen undMeere. In Belem haben viele Vornehme und die meisten Geschäftsmänner vonden höher» Stellen ihre Wohnungen. Daselbst befindet sich auch die Kirche Nossa 'Senhora da Ajuda, in deren Nähe der botanische Garten mit einem chemischen La- .boratorium und dem Naturaliencabinet liegt. Letzteres enthält merkwürdige Stu-fen von gediegenem Kupfer aus Brasilien und ein großes Stück von elastischem ^Sandstein mit Kalkspathkrystallen. Noch sind bei Belem der konigl. Garten(,-> slninia <I>'1 kiaenlia) mit einer Menagerie und vielen Vogelhäusern für seltene ,Vögel, und der große königl. Thiergarten, vorzüglich aber der alte, im Tajo er- jbaute, in.- Batterien versehene Thurm, 'I'->rrr >!n Leimn, zu bemerken, welchen >kein Lchiff passiren darf, ehe es visitirt worden ist. ^
B e l e u ch t u n g, in der Malerei die Art und Weise, wie sich in einem Ge-mälde das natürliche oder künstliche Licht über die Gegenstände verbreitet. Diese« ihängt ab von der angenommenen Scene der Tages - und Jahreszeit, der Witte-rung :c. und ist zum Theil eine Folge der malerischen Anordnung (Disposition).Anders ist die Abend -, anders die Mittagsbeleuchtung, anders die Beleuchtungim Winter, anders im Sommer, anders im Freien, ander« im verschlossenenRaum, und die Gegenstände werden, je nachdem man die eine oder die andre Be-leuchtung wählt, ein verschiedenes Ansehen gewinnen. Die Beleuchtung ist dem-nach ein wichtiges Mittel des Ausdrucks, mü welchem der Künstler nur durch ge-naues Studium der Natur, sowol in Rücksicht der besondern Wirkung der eigen-thümlichen Farben als auch in Rücksicht der Änderung derselben durch die größernoder kleinern dazwischen liegenden Lustmassen, vertraut werden kann. Einheit derBeleuchtung ist einem Gemälde ebenso nothwendig als Einheit der Zeit; sie wirdden Künstler, besonders in historischen Stucken, oft zu einer angemessenen Wahloder doch zu einer Milderung oder Verstärkung der eigenthümliche» Farben nöthi-gen, indem er nach dem besondern Drte der Gegenstände sie oft Heller oder dunklerdarstellen muß, als sie in der Natur sind. (Vgl. Farbengebung.)
Belfast, Handelsstadt in Irland , mit einem Hafen, in der GrafschaftAntrim . Ein schiffbarer Canal in der Mündung des Lagan vereinigt den Hasenmit dem Landsee Lough-Neagh. Die Stadt ist gut gebaut; die Straßen sind breit,gut gepflastert und bei Nacht gut erleuchtet. Seit N58, wo B. nur 85t9 Einw.zählte, ist die Bevölkerung bis auf 40,090 gestiegen. Die Leinen - und Baum-wollenmanufacturen beschäftigen über 2000 Menschen. 58 den Einw. zugehörigeSchiffe harren 1810 8235 Tonnen Ausfuhrgut (an Werth 2,900,000 Pf. St.)großtentheils nach entfernten Weltgegenden geladen. B. hat 2 fchöne^Haupt-kirchen, eine Menge Bethauser für Religionsverwandte aller Art, eine Lüftungfür Blinde, und vorzüglich eine Armenanstalr, in welcher auf Kosten einer mild-thätigen Gesellschaft über 400 Personen verpflegt werden, und arme Kinder Un-terricht genießen.