Belle-Alliance
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dischen Gesänge" am höchsten geschätzt. B. starb kaum 28 I. alt. Er kannmit Brldertyk, Helmers, LootS, R. Fepth unk einigen andern holl. Dichtern füreinen der Wiederhersteller der niederländischen Poesie angesehen werden. — 2)Georg ia Anna, Schauspielerin in London , führte ein merkwürdiges, Wechsel-volles Leben, das sie selbst beschrieben hat (aus d. Engl., Hamb . 1788). Siegenoß als mimische Künstlerin eines großen Rufs und fand als eine Frau von derfeinsten Bildung und großen Einsichten in den ersten Cirkeln der Hauptst. Eingang,sowie sie mit den vorzüglichsten und geistreichste» Personen ihrer Zeit in genauerVerbindung stand. Verirrungen mancherlei Art stürzten sie aber nach und nachin die größten Verlegenheiten, und ihr Leben endete in der größten Dürftigkeit.Ihr Leben kann jungen Frauenzimmern gegen die Lockungen der Eitelkeit, Ver-schwendung und sinnliche» Liebe als Warnungstafel dienen.
B> e l l e- A l l i a » c e, s. Waterloo.
BelIegarde (Gras v.), aus einer der ältesten savoyischen Familien, geb.zu Chamberv in ^eavoven 1760, trat früh in östreichische Dienste und zeichnetesich in den Feldzügen 1793—97 so aus, daß er Mitglied des Kriegsraths beimErzherzoge Karl und 1796 Feldmarschalllieutenant wurde. Als solcher schloßer 1797 den Waffenstillstand zu Leobe» mit Bonaparte und führte 1799den Oberbefehl über das Heer, welches die Verbindung zwischen Suwaroffunddem Erzherzog Karl erhalten sollte. Nach dem Feldzuge in Italien 1800 erhielter eine der ersten Stellen im Hofkriegsrath und übernahm 1805 nach dem Ab-gang des Erzherzogs Karl das Präsidium desselben. Im Juli 1805 ward ihmder Oberbefehl im Venetianischen übertragen. 1806 ward er zum Feldmarschallund Civil-und Militairgouverneur von beiden Galizien ernannt, erhielt baldhernach das Großkreuz des Leopoldordens und das Amt eines Gouverneurs desKronprinzen. Im Feldzug 1809 zeichnete er sich bei Großaspern aus. Nachdem Frieden von Wien übernahm er zum zweitenmale den Oberbefehl in Ga-lizien , wo er bis zum Kriege 1813 blieb. Nun ward er zum Präsidenten desHofkriegSratks ernannt, mußte jedoch bald zur Armee nach Italien abgehen, woer bis Piacerza vordrang und dort am 16. April einen Waffenstillstand mit demVicekönig abschloß. Als Generalgouverneur der östr. Provinzen in Italien zuMailand , erwarb er sich die Liebe der neuen Völker in hohem Grade, wodurch erbeim Einbruch Murat's 1815 nicht weniger zur Erhaltung der Ordnung beitrugals durch seine Vertheidigungssiege bei Ferrara und bei der Brücke von OcchioBello. Er blieb Gouverneur, bis der Erzherzog Anton zum Vicckönig des lom-bardifch-vcneüanischen Königreichs, und Graf Saurau zum Gouverneur der Lom-bardei ernannt war. Hierauf lebte B. einige Zeit in Paris als Privatmann.Dann stand w wieder an der Lpitze des Hofkriegsraths, bis er im Sept. 1825wegen Augemch wache seine Entlassung nahm. Der General der Cavalerie, Prinzvon Hohenzo lern- Hecbingen, wurde nach ihm Präsident des Hofkriegsraths.
BelleiSlc (Charles Louis Auguste Fouguet, Graf v.), Marschall vonFrankreich, geb. den 22. Eept. 1684 zu Villefranche , zeichnete sich aus bei derberühmten Belagerung von Liste und ward Brigadier der Armeen des Königs.Nach dein spmischen Erbfolgekriege ging er mit dem Marschast Villars nach Ra-stadt, wo er sich als Staatsmann bemerkbar machte. Die Abtretung Lothrin-gens an Frankreich 1736 war besonders sein Werk. Der Cardinal Flennn schenkteihm sein Neurauenz Ludwig XV. gab ihm das Gouvernement von Metz lindden 3 Lothringischen Bistbumern, das er bis an seinen Tod behielt. Vor demAusbruche des Krieges 17i1 reiste er an die ersten Höfe Deutschlands , umsie nach Karl; VI. Tode für die Ernennung des Kurfürsten von Baiern zum rö-mischen Kai er zu gewinnen, und verfuhr dabei mit so viel Geschicklickkeir, daßer die Bewuiderung Friedrichs II. erregte. Dann trat er nebst Broglio an die