Band 
Erster Band. A bis Bl.
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770
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Bell-Rock

Brlvedere

Frankreich zurück, um seine Tragödie „TituS" aufführen zu lassen. Sein Oheiin»rirkte einen Verhastsbefehl aus, auf den Fall, das; sein Neffe die Bukne beträte.B. hoffte durch den Erfolg des „TituS" seine Familie ;n versöhnen; aber dieseHoffnung schlug fehl, denn der „TituS" mißfiel, und er ging wieder nach Pe-tersburg. Kurz darauf starb sein Oheim. Nun kehrte B. nach Frankreich zurück,wo er seine Tragödie „Zelmire" mit dem entschiedensten Beifall gab. Hierauffolgte 1165 „I.c .stiPe >lo slal.iii", ein Trauerspiel, das außerordentliches Aussehen machte, und »och immer geschätzt wird, wiewol es den Beifall mehr demZuhalte als wahrem poetischen Verdienste zu danken hak. Er erhielt die Medaille,welche der Konig für solche Dichter gestiftet halte, von denen 3 Stücke mit Bei-fall würden aufgenommen sei», und die nur dieses Mal ausgetheilt worden ist.Der große Beifall, welchen die „Belagerung von Calais" gefunden haue, wurdedem glücklichen Dichter hier als ein doppelter Erfolg angerechnet, da tiefe Tragö-die erst sein zweites gelungenes Stück war. Die Stadt Calais überschickte ihmdas Bürge« recht in einer goldenenKapsel, mit der Aufschrift: „l..nn<"n>, n,Hl. <ü-vio.an, roiüssl". B. schrieb noch mehre Theaterstücke, worunter ihm „Ourt-Ml'l liavin,!", 1111, die Ausnahme in die .Vc.'nlöniw si .'nnun.ro verschaffte. IniAllgemeinen verstand er sich nicht auf den Ausdruck des tragischen Pathos. Erstarb 1115.

B e l l - R o ck oder Inch-Cap, ein für die Schiffer höchst gefährlicherFelsen an der Küste von Schottland , unweit der Mündung des Tavstnsses.Der Name Bell-Rock, Glockenfelkcn, soll von einer Blocke (Bell) hei rühren,welche die Mönche von Aberbrothok ehemals dort aufgehangen und zur Mai innigfür die Schiffer, beim Steigen und Fallen der Flut geläutet haben. Dieser Fel-sen bleibt bei gewöhnlicher Flut fast völlig vorn sinkenden Wasser bedeckt. Nacheiner Springflut aber ragt er oft 121 Fuß lang, 280 Fuß breit , gegen 4 Fußhoch übe,' der Meeresfläche hervor. Seine, alle» Küstenfahrern und insbesondereallennach dem Tav-Haf (1'ri i b <>k 'I.>e) segelnden Fahrzeugen hockst gefährlicheLage war längst anerkannt; erst 1801 ward ein Leuchtthurm darauf zu bauen an-gefangen und 1811, trotz der fast unubersteiglichen Hindernisse, glücklich voll-endet. Der Fuß dieses cirkelrunden 115 Schuh hohen Gebäudes, welches beigewöhnlicher Ebbe vom Wasser frei ist, wird bei Springfluten bis: auf die Hohevon 15 Fuß unter Wasser gesetzt. Das Signal auf diesem Leuchkrhurm bestehtaus einem abwechselnd weißen und rothen Licht, welches durch das Umwendender Reffectorcn hervorgebracht wird, und aus Zwischenräumen von Dunkelheit.Bei Nebelwetter, wenn das Licht nicht gesehen werden kann, läutet die nämlicheMaschine, welche den Wechsel des Lichts bewirkt, bei Tag und Nacht 2 Glockenvon beträchtlicher Größe.

Belt (der große und kleine), 2 Meerengen, welche nebst dein Sundedie Ostsee mit dem Kariegat verbinden. Der große Bell trennt die dänischen In-sel» Seeland und Laland von Fühnen und Langeland. Seine Breite ist von 3bis 5 Meile», seine Tiefe von 5 bis 20 Faden; Sandbänke und kleine Inseln ma-chen die Schifffahrt schwierig. Die durchpassirenden Schiffe müssen bei Nyborg auf Fühnen einen Zoll entrichten. Der kleine Belt scheidet die Insel Fuhnen vonInstand und verengt sich beider Festung Fridericia, wo der Zoll erhoben wird, lusaufeine Viertelmeile, sodaß die Einfahrt aus dem Kanegat vollkommen beherrschtist. Die Küste ist nur an wenig Orten steil, aber voll Sandbänke, die Strö-mung aus dcr Ostsee ist heftig, die Tiefe von 4 bis 21 Faden. Die Schifffahrtdurch beide Belre ist so gefährlich, daß große Schiffe meistens durch den Sund gehen.

Belvedere (Oel lerne) nennt man in Italien Gebäude, die zum Genusseeiner schönen Aussicht bestimmt sind. Campe übersetzt: „Sieh dich um". Auch be-nennt man so kleine, sich über die Häuser erhebende Thürmchen, die man besteigt,