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Erster Band. A bis Bl.
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Bcrgcr Bersthein

'Architektuiinstirut, Sardellenfischerei, und liefert feine Töpferwaarcn. DieSpanier belagerten diesen Platz 1586 und 1622 vergeblich, die Franzose» nah-men ihn 1147 nach fast dreimonatlicher Belagerung durch Kriegslist, gaben ihnaber im aachner Frieden 1148 ziemlich verwüstet zurück. Am 30. Jan. 1195fiel er mit andern Holland. Festungen wieder in die Hände der Franzosen , und einRegiment Engländer, welches die Festung besetzt hielt, ward kriegSgefangen. DieFranzosen behaupteten während der Dauer des Kriegs das Garnisonrecht. EinSturm, welchen Sir Th. Graham (nachmals Lord Lyredoch) am 8. März 1811an der Spitze eines engl. Truppencorps auf diese Festung unternahm, ward mitaußerordentlichem Verlust zurückgeschlagen.

Berger (Ludwig v.), herzogt, oldenburg . Kanzleirakh, ein Opfer derfranz. Tyrannei im I. 1813, geb. zu Oldenburg , wo sein Vater an der Spitzeder Regierungskanzlei stand, hatte in Götkingen die Reckte studirt. Er liebteaber auch das Studium der Geschichte, der Politik und Poesie selbst im juristischenGeschästSleben, welches ihn bald nach Eutin und dann wieder nach Oldenburg führte. Als Richter bewies er sich bei der gründlichsten Sachkenntnifi mit durch-dringendem Scharfblick durchaus pfiichtmäßig und rechtschaffen. L>eine vielseitigeBildung sprach sich in seinen Briefen aus, die er auf seinen Reisen in Deutschland ,der Schweiz, Frankreich und Italien schrieb. Während der drückenden Franzosen«Herrschaft verharrte er treu im Dienste seines Vaterlandes, hoffend aus einen neuenAustand der Dinge. Als die Russen 1813 sich näherten, griffen die BewohnerOldenburgs zu den Waffen; die franz. Behörde flüchtete, hatte aber vorher eineRegierungücommission eingesetzt, in welcher v. Berger und Fink Beisitzer waren.Diese Commission ward vor das Kriegsgericht in Bremen , unter dem Vorsitzedes Gen. Vandamme gezogen, das die beiden edeln Männer, obgleich der An-kläger nur auf Mefängnißstrafe antrug, zum Tode verurtheilte. Sie sielen, vonfranz. Kugeln durchbohrt, den 10. April 1813. Mit welcher Klarheit, Festigkeitund Macht der Sprache v. B. das Possenspiel von Gericht, welches über ihngehalten ward. in seiner ganzen Erbärmlichkeit entlarvte, ist kräftig beschriebenin der Schrift: „Fink'S und Berger'S Ermordung", von Gildemeister in Bremen .Oldenburgs Fürst hat die irdischen Reste der beiden patriotischen Märtyrer inseiner Residenz beerdigen lassen.

Bergerac, ein lieblicher franz. Wein, der an den Ufern der Dordogne gebaut wird. Es gibt eine weiße und eine rothe Sorte. In Frankreich erhälter hier und da auch den Namen puiit

Berggerichte, die zur Verwaltung der Berggerichtsbarkeit von demLandesherr» eingesetzten Behörden, welche gewöhnlich den Bergämtern, d. h.denjenigen Behörden, welche Namens des Landesherr», oder des Inhabers desBergregals, den für frei erklärten Bergbau zu administriren haben, beigegebensind. Jahrhunderte sprechen für die Iurisdiction derselben in eigenrlichen Berg-und Hükrensachen; der beste Beweis aber für die Zweckmäßigkeit derselben liegtin der Natur der Sache selbst. Zu der Instruction und Entscheidung der Berg-werkssachen gehört, außer den Kenntnissen des gemeinen Rechts, auch noch dieKenntniß der Bergwerksgesetze und Observanzen und eine Kenntniß derBergwerks-technik, die der gewöhnliche Civilrichter selten besitzen wird.

Bergbem (Nikolaus), geb. 1624 zu Harlem, erhielt den ersten Unter-richt im Male» von seinem Vater, Peter von Harlem, der ein sehr mittelmäßigerMaler war. Dann setzte er unter van Goyen, Weeninx d. Ä. seine Studien fort.Man erzählt, daß er einst, von seinem Vater verfolgt, in die Werksiätte des vanGoren geflohen sei, der, um ihn zu schützen, seinen Schülern zugerufen habe:,,Berg hem" (verbergt ihn); dieses sei die Veranlassung seines neuen Namens ge-worden. Liebe für seine Kunst und die Nachfrage nach seinen Gemälden, sowieEonversancns-Lcricvn. Bd. I. 51