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Erster Band. A bis Bl.
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Berlin

den Tuchmanufactur, welche größtentheils das Fabricat nur Bekleidung der Trup-pen, besonders das Tuch für die Officiere lieferte, (jetzt Sitz mehrer königl. Casscnund Bureaux), der neue Markt. — Die Vorstädte des eigentlichen Berlin sind: dieKönigsvorstadt, wo die neue Königsbrücke unk das Arbeitshaus am Alexanders-platz; die spandauer Vorstadt , wo die spandauer u. Monbijou- (Hercules--) Brücke,das königl. Lustschloß Monbijou, die Thierarzneischule, der Echiffbauerdamm, das 'große Hospital la Charite, mit dem das klinische Institut verbunden ist (1816 mit ,5144 Kranken, worunter 419 Geisteskranke), die neue königl. Münze u. s. w.,und vor dem oranienburger Thore die Eisengießerei, wo vorzügliche Gußwaarenvon allen Gattungen nach Bestellung geliefert werden, das königl. Invalidenhaus, .welches an Officieren. Soldaten, Frauen und Kindern an 1000 Seelen unterhält;und die stralauer Vorstadt, wo Zuckerrafstnerien und mehre Kunstgärten. Außer-halb der Mauer liegt die rofenthaler Vorstadt oder Ncuvoigtland mit 4 Straßen.2) In Köln an der >Lpree, das schon bei seiner Erbauung diesen Namen von denKollnen (Pfählen) führte, aufweichen die vonAlbrecht dem Bär gedrängten Wen-den zwischen Sümpfen und Morästen ihre Gebäude errichteten, mit 25 Straßen,'die von 2 Armen der Spree eingeschlossen werden, zeichnen sich aus: die langeBrücke, 160 Fuß lang, steinern, auf 5 Bogen ruhend, und mit der kolossalen, treff-lichen, von Schlüter modellieren und von Iacobi gegossenen ehernen Bildsäule desgroßen Kurfürsten Friede. Wilh. zu Pfiffe gezielt; das königl. Schloß, 460 Fuß ,lang, 276 F. breit und 101-k F. hoch, mit der Bildergalerie, der Kunst- und Naru-ralienkammer, Münzsammlung rc.; der Lustgarten, mit der trefflichen von Schürdow verfertigten Bildsäule des Fürsten Leopold von Dessau, die Domkirche, diekönigl. Reüakademie, der neue Packhof ic. Ein Theil von Köln heißt Neukölnund besteht aus 4 Straßen längs der Spree . Hier ist die königl. Salzniederlage(Salzhof), der Spittelmarkt rc. 3) Der Friedrichswcrder mit 19 Straßen ist vondem Kurfiirsten Friedrich Wilhelm d. Gr. angelegt worden. Merkwürdig sind: dieHauptmünze, das Adreßhaus (wo Geld gegen Pfand ausgeliehen wird), das Für-stenhaus, die werdersche deutsche und stanz. Kirche (ein langes Gebäude, welchesnur inwendig durch eine Scheidewand getrennt wird), der große Packhof (Mauth-gebüude), das Friedrichs- und franz. Gymnasium, mit einem theol. Seminar,der Palast, welchen der König bewohnt, das prachtvolle Zeughaus, in dessen Hofedie berühmten Köpfe sterbender Krieger, von Schlüter in Hautrelief gearbeitet, denFensteröffnungen als Schlußsteine dienen, das königl. GießhauS, das von Schin-kel erbaute neue Wachtgebäude, bei welchem die Bildsäulen von «charnhorst undDülow ziehen, und bei welchem 3 Stück erobertes Geschütz von dem größten Ca-liber aufgefahren sind rc. 4) Die Neu- oder Dorotheenstadt , ebenfalls von Kur-fürst Friedrich Wilhelm t. Gr. angelegt und nach seiner zweiten Gemahlin benannt,hat nur 5 regelmäßige Straßen, unter diesen die prächtige Straße „unter denLinden ", 2088 Fuß lang und 170 Fuß breit, mit dcni schönsten Spatziergange inder Stadt, und einem Theil der 4250 Schritt oder 890 Ruthen langen Friedrichs-straße. Merkwürdig sind: das Univcrsiiätsgebäude (sonst der Palast des Prin-zen Heinrich), die nach Art des Pantheon zu Rom erbaute katholische Kirche, diedorotheenstädtische Kirche, das Opernhaus, die königl. Bibliothek, das Akademie-gebäude, zum Museum bestimmt, mit einer Sternwarte, deren Plattform 84Fuß über dem Steinpflaster der Straße erhaben ist, der pariser Platz ic. Vor dembrandenburger Thor, welches 195 F. breit in der Form tes Propyläum zu Athen ,jedoch nach einem weit größer» Maßstabe von Langhans 1789 erbaut ist und dieberühmte Victoria in einer Quadriga trägt, welche die Franzosen 1807 entführtenund die Preußen 1814 von Paris zurückbrachten, befinden sich der sogenannteThiergarten, ein Wald, der 880 Morgen Landes einnimmt und außer den man-nigfaltigsten Spatziergängen das LustschloßBellcvue, den großen Exercierplatz und