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Erster Band. A bis Bl.
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820
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820 Bernhard (v. Clairvanx) Bernhard (Herz. v. Weimar)

Kirche. Durch die Verordnung vom 22. Juli 1826 tratAnhalt-Bernb. dem preu-fischen Zollsysteme bei. DieHauptst., Beruburg anderLaale, mit einem herz.Schloß, hat 4800 Einw., Fabriken und Weinbau. Die Nebenlinie Anh.-Bernb.-S chaumburg-Hoym, von F. Lebrecht, zweitem S. des F. Victor Ama-teuS, erlosch 1812 im Mannsstamm; sie hatte die Anker Zeih und Belieben zueinem Paragio erhalten, und außerdem durch Heirarh die Grafschaft Holzapfelnebst den Herrschaften Lchaumburg und Laurenburg eigenthümlich erworben. DasParagium siel an die Hauptlinie zurück. Die T.de? letzten Fürsten , Hermin-', Ge-mahlin de? Erzherz. Joseph v. Oestreich, starb 1817. Ihr Ei be in Schaumburgund Laurenburg oder in der Grafschaft Holzapfel, ist ihrSohn, der Erzherz. Victor.Seiner Vftltter Schwester, Emma, ward 1823 mit d. Fürst. v. Waldeck vermählt.

Bernhard (von Elairvaux). der einfiußreichste Geistliche des MirtelalterS,geb. 1081 zu FontaineS in Burgund , aus adeligem Geschlecht, Mönch 1113 inCiteaux , wurde 1115 ersterAbt vonElainoauxbeiLangres. Strenge Lebensweise,cinsameStudien, ergreifende Beredtsamkeit, freimüthige Sprache, der Ruf einesPropheten machten ihn zu einem Orakel des christlichen Europa . Man nannteibn den „Honigfließenden Lehrer" und s. Schriften „einen Fluß des Paradieses".Die Lehre von der unbefleckten Empfängnis Maria'S verwarf er. Um den Eistencienserorden (s. d.) erwarb er sieb Verdienste. Er vorzüglich beförderte denKreuzzug 1146 und stillte die damals in Deutschland von Mönchen erregte Gäh-rung gegen die Juden. Jede Erhebung zu Hähern Würden lehnte er ab und warimmer nur als Abt s. geliebten Jerusalems , wie er Elairvaur zu nennen pflegte,in aller Demuth der freimüthigste Sittenrichter der Geistlichkeit, der Raihgeber derPäpste, unter denen ihm Inuocenz II. die Erhaltung des InvestiturrechtS inDeutschland und Eugen III. seine Bildung verdankten, der Schiedsrichter derFürsten und Bischöfe, und seine Stimme galt auf den Kirchenversammlungen wieeine göttliche. Der kalten Speculation und Dialektik der scholastischen Philosophenbielr seine strenge Rechtgläubigkeit und wol bisweilen schwärmende, doch immerauf thätiges Christenthum dringende Mpstik ein heilsames Gegengewicht, wennauch seine Unduldsamkeit gegen Abälard und Gilbert von Porree keineswegs ge-billigt werden kann. Luther sagt von ihm: „Ist jemals ein gotteSfürchtiger undfrommer Mönch gewesen, so war'? St.-Bernhard, den ich allein viel höher halteden» alle Mönche und Pfaffen auf den: ganzen Erdboden". B. starb 1153 undwurde von Alex. III. 1174 beilig gesprochen. Vgl. Aug. Neauder, „Der heiligeBernhard und sein Zeitalter" (Berl. 1813). -Leine Schriften gab Pros. Lilbert,

а. d. Latein, übers., Wien 1820, heraus.

Bernhard, Herzog von Weimar, Feldherr im dreißigjähr. Kriege, geb. am

б. Aug. 1604, von 8 S. des Herzogs Ioh. von S.-Weimar der 4., wart von s.Mutter, Soph. Doroth., und von dem als Staatsmann und Geschichtschreibergeschätzten Hortleder trefflich erzogen. Erging in holländische Dienste, die besteKriegsschule damaliger Zeit, wo Prinz Moritz von Nassau (der Schöpfer einerbessern Taktik), dessen Bruder Friedrich Heinrich , der Marcbese Lpinolaund andre große Generale gegen einander fochten. B. nahm später Diensteunter dem dänischen Heere, welches der Markgraf v. Baden-Durlach in Hol-stein gegen die Kaiserlichen befehligte, und befand sich mit auf dem Friedens-congresse zu Lübeck 1629. Als Gustav Adolf nach Deutschland kam, vereinigtesich B. mit ihm und war bei dem Sturme aufWallenstein'S Lager bei Nürnberg (24. 'Aug. 1636) zugegen. In der Schlacht bei Lützen (6. Oct. 1632) befehligteer den schwedischen linken Flügel, rächte Gustav Adolfs Tod, und obgleich selbsthart verwundet, schlug er doch den rechten Flügel der Kaiserliche» in die Flucht.Der Kanzler Orenstjerna, schwedischer Kriegsdirector in Deutschland , übertrugihm nach des Königs Tode den Befehl über die Hälfte des Heers. B.nahm 1633