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zur italienischen Armee, wo er als Chef des Generalstabs viel zu den Erfolgen die-seS Feldzugs beitrug. Im Oct. 1797 schickte ihn der General Donaparre nach -Paris , dem Direcrorium den Friedcnsvertrag von CamporFormio zri überbringen.Im Jan. 1798 erhielt er den Oberbefehl des Heers in Italien , und von dAnDi-rectorium den Auftrag, gegen den römischen Staat zu ziehen. In den ersten Ta-gen dcsFebr. zog er in Rom ein, schaffte die päpstliche Regierung ab und errichteteein Confulat. Aus Anhänglichkeit an den Gen. Bonapane folgte er diesem nachÄgypten als Chef des GeneralstabcS. Nach seiner Zurückkunst ernannte ihnBona-parte nach dem 18. Drumaire zum Kriegsminister. Darauf ward er Obergeneralder Reservearmee, begleitete 1800 Bonaparte nach Italien und trug zum Über-gänge über denSt.-.Bernhard und zum Liege bciMarengo bei. Er unterzeichneteden Waffenstillstand von Aleffandria, richtete die provisorische Regierung von Pie-mont ein und ging mit einer außerordentlichen Sendung nach Spanien . Dannübernahm er das Knegsministerium wieder, welches unterdessen Carnot geführthalte. Nach der Thronbesteigung Napoleons begleitete er im Juni 1805 den Kai-ser zur Krönung nach Mailand und ward im Oct. zum Chef des Generalstabs der !großen Armee in Deutschland ernannt. Den 19. Oct. unterzeichnete er mit Mack idie Capitulation vom Ulm und am 6. Dec. den Waffenstillstand von Austerlitz .1806 begleitete er den Kaiser in den französisch-preuß. Feldzug und unterzeichneteim Juni 1807 den Waffenstillstand von Tilsit. Seitdem legte er die Kriegsmini-sterstelle nieder, ward zum Viceconnetable von Frankreich erhoben, vermählte sich1808 mit Maria Elisabeth Amalia, Tochter des Herzogs Wilhelm von Baiern-Birkenfeld, geb. 1784, und blieb der Begleiter Napoleons auf allen seinen Reisen.1In dem Feltzuge gegen Östreich, 1809, zeichnete er sich bei Wagram aus und er-ihielt den Titel eines Fürsten von Wagram. 1810 vollzog er, in Napoleons Auf- ikrag, die Brautwerbung und Übernahme der Erzherzogin Marie Louise, T. KaisernFranz I. Später erhob ihn Napoleon noch zum Generalobersten der Schweizer -ltruppen. 1812 befand er sich bei der Armee in Rußland als Chef des General -lsiabs und bekleidete diesen Posten auch 1813. Nach Napoleons Absetzung verlorer sein Fürsteiuhum Neuschaiel, behielt aber seine übrigen Würden und stand bei iLudwig XI Ul. in Gunst und Vertrauen, den er nach Bonaparte's Wiederkehr intdie Niederlande begleitete und sich dann zu seiner Fannlie nach Bamberg begab,wo er am 30. Mai ankam. Man glaubte während seines Aufenthalts in Bamberg eine tiefe Lchwermurh an ihm bemerkt zu haben. Am ersten Juni 1815 Nachmit-tags, als eine Colonne russischer, gegen die franz. Grenzen ziehender Truppen mitihrerFeltmusik in Bamberg einrückte, cndere er durch einenSturz aus einem Fenster'im dritten Stock des Schlosses sein Leben. (L. „51,4». .l'XIex. lürtliüi. ?r. >leMulülnttd ei Ü6 XM^iM Paris 1826.) Er hat einen Lohn, Alexander (geb.1810) und 2 Töchter hinterlassen.
Bertholt, der zweite Apostel des Christenthums unter den Liefländern,erhielt als 'Abc des CistereienserklosierS Loccnm in Niedersachsen , da der erste Mis-sionnair und Bischof bei jenem heidnischen Volke, Meinhard, 1196 gestorben war,von dem Erzbischof Hartwig zu Bremen und Hamburg den Auftrag zur Missonin Liefland und die bischöfliche Würde. Er suchte nach seiner Ankunft in 'Vrküll anderDüna, dem Sitze der ersten Christen in Liestand, die Letten durch Milde zu gewin-nen, wurde aber bald von ihnen vertrieben und, da er mit Kreuzfahrern aus Nieter-sachsen nach Liestand zurückgekommen war und, durch die Wüthen der Letten genö-thigt, Gewalt brauchte, in einem Treffen derselben nur den Kreuzfahrern 1198 um-gebracht. Letztere siegten und erzwängen die Bekehrung derLerten, die jedocb, sobalddas Kreuzhcer sie verlassen hatte, wieder zum Heidcnthum übergingen. Erst demNachfolger Bertholts, Albrecht, gelang es mitHülfe der Lchwerttitter, Liestand zuerobern und die Letten an christliche Gebräuche zu gewöhnen. (Vgl. Liefland.)