Band 
Erster Band. A bis Bl.
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Verton

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Bertuch

in der Stadt und in der Provinz, oder ließ sie abbilden, zu welchem Ende er mitden ausgezeichnetsten Gelehrten in Briefwechsel trat. Aufgemuntert durch Mura»kori und Apostels Zeno, gab er mchreAbhandl. über Gegenstände des Alterthumsheraus. Er starb nach 1758. Sein vorzüglichstes Werk ist: „I.e.-»ttü-bitä,liXguilejs proläiie «; rucre" (Venedig 1739, Fol.). Der 2. und 3. Th. dieses Werks,welche B. schon für den Druck bestimmt hatte, sind nie erschienen. Abhandl. vonihm über verwandte Gegenstände stehen in der Sammlung desP.Calogera; andrein den Denkschriften der .8ocietä columb.ni.i zu Florenz .

Berten (Henri Montan), Sohn Pierres B., der, als Director der gro-ßen -Oper, Gluck und Piccini nach Paris zog, geb. den 17. Dec. 1767 zu Paris ,lernte von seinem 6.1. an Musik und bildete sich als Componist unter den großenMeistern Gluck, Piccini, Paesiello und Sacchini . Ungeachtet ihm von einem seinerLehrer vorausgesagt worden war, daß er sich nie als Tonsetzer auszeichnen würde,arbeitete er dennoch eine Oper aus und ließ sie Sacchini zur Durchsicht überreichen,der über den Verfasser ein günstiges Urtheil fällte und diesem unter seinen Augenzu arbeit«» erlaubte. B. trat zuerst im 19. Jahre als Componist im (lc>n>-<-> l ^>i-ri tuel mit verschiedenen Oratorien auf, die den ehrenvollsten Beifall erhielten. 1787führte er auf dem ital. Theater sein erstes Werk auf: „Die Heirachsversprechun-aen". Als das Musikconservatorium errichtet ward, stellte man ihn als Lehrer desTonsatzes bei demselben an; 1807 ward er zum Director der ital. Oper ernannt,in dcrFolge aber bei der kaiserl. großen Oper alsDireckor des Gesanges angestellt.Später trat er in kais. russ. Dienste, die er aber bald verließ und nach Paris zurück-kehrte. Seine berühmteste Oper ist: reine de 6olcc>ncle"; auch ist

„lUont-mo el 8tej>li<i»ie ausgezeichnet.

Bertrand (Henri Gratien, Graf), DivisionSgeneral, Adjutant bei Na-poleon , Großmarschall des Palastes rc., berühmt durch seine Anhänglichkeit anNapoleon , beiden, er nebst Frau und Kindern freiwillig in St.-Helena lebte. Donbürgerlichen Ältern geb-, widmete er sich dem Kriegsdienste, zeichnete sich im In-genieurcorpe aus upd stieg bis zum Brigadegeneral. Zm boulogner Lager 180-1hatte Napoleon Gelegenheit, seinen Werth kennen zu lernen. Von dieser Zeit anfolgte ihm B. in allen Feldzügen und that sich überall hervor, namentlich bei Auster-litz, wo er Adjutant desKaiserS ward; 1806 nahm er Spandau nach einer Bcren-nung von wenig Tagen, und trug 1807 zur Entscheidung desSieges bei Friedland über die Russen bei; was aber selbst die Bewunderung desFeindeS erregte, war dermeisterhafte Bau jener 2 Übergangsbrücken über die Donau nach der Lchlachk beiAspern l» dem östr. Kriege von 1809. Auch in den Feldzügen von 1812 und 1813focht er mit gleicherEhre, besonder« beiLützen und Bautzen . ImOct. 1813 ver-theidigte er wichtige Posten gegen eine beträchtliche Mehrzahl von Feinden, undnahm nach der Schlacht von Leipzig, wo er den Punkt von Lindenau gegen Giulaybehauptete, seinen Rückzug mit Ordnung. Nach der Schlacht bei Hanau deckte erMainz, bis die Armee über den Rhein war. Den Feldzug von 1814 machte er anNapoleons Seite mit. Er begleitete ihn nach Elba , kehrte mit ihm zurück undtheilte endlich auch den Aufenthalt aufSt.-Helena mit seinem Herrn. Nach Na-poleons Tode (1821) kehrte er von St.-Helena nach Frankreich zurück.

Bertuch (Friedrich Justin), geb. zu Weimar den 30. Sept. 1747, herzogl.sachs.-weimar. Legationsrarh (seit 1785), hat sich um mehre Zweige der Wissen-schaften und Künste bedeutende Verdienste erworben. Während er in Jena 1765— 69 studirte, fand er in der alten und neuen Poesie seine Erholung, wovon s. „Co-pien für meine Freunde", „Wiegenlieder" :c. zeugen. Seine Verbindung seit 1769in Weimar mit Wieland, Mustüis, v. Seckendorf dem Ältern, Bode, späterhinmirGöthe, v. Einsiedet u. A. unterhielt in ihm die Liebe zur schönen Literatur;die« zeigt seine Theilnahme an der Herausgabe des „Deutschen Mcrcur". Auch