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Beruf
das weimarsche Hoftheater, wobei sich Seiler, Eckhof, Böckh, Brandes, Mecourund Schweizer auszeichneten, trug dazu bei. Er lieferte Übersetzungen von St.-Al-bine's „Schauspieler" und „Über die dramatische Kunst", von M. Für die Operschriebet-: „Das große Loos" und „Polypena", ein lyrisches Monodrama, dasSchweizer trefflich componirte. „Elfriede", Trauersp. in 3 Acten, wobei er vonDiderot 'ö Grundsätzen ausgegangen war, ward mir dem lebhaftesten Beifall auf-genommen. Aus dem Engl. übersetzte er die „Geschichte des Bruders Gerundivvon Campazaü". 1769 — 73 bekleidete B. die Hofmeisterstelle bei den '2 Söhnendes auch als Dichter bekannten Baron v. Echt. Dieser vielseitig gebildete Mann,der einige Zeit als dänischer Gesandter in Spanien gelebt hatte, weckte B.'S Liebezur span. und portug. Literatur, welche damals nur von Einzelnen in Deutschland gekannt, durch ihn aber verbreiteter und beliebter wurde. B.'S Verdeutschungvon Cervantes'S Meisterwerk: „Leben und Thaten des weisen Junkers DonQuipote von la Mancha", mit der Fortsetz. von Avellaneda, war für die damaligeZeit (sie erschien zum ersten Male in 6 Bdn., Weim. 1775—79) eine außer-ordentliche Erscheinung. Was Meinhard für die ital . Poesie geleistet hatte, ver-suchte er, in Verbindung mit Seckendorf undZanthier, für die span. und portug.Sprache zu leisten, daher das „Magazin der span. und portug. Literatur". 1788übersetzte er Don Thomas de Priarte's „Lirerarische Fabeln". Seit 1775 war erals Rath und Geh.-Cabinetssecrclair in herzogl. sachsen -weimarsche Dienste getre-ten, die ihn jedoch der literarischen Thätigkeit nicht entzogen. Indeß fand sein fürdie deutsche Dichtkunst so ersprießliches Unternehmen einer neuen Herausgabe dersämmtliche» Werke unsers so oft verkannten Meistersingers, Hans Sachs , die ge-wünschte Unterstützung nicht. Was er dabei geleistet haben würde, hat er in seinen„Proben" gezeigt. 1784 entwarf er mitWieland und schütz den Plan zur „All-gemeinen Literaturzeitung", die erst in Jena erschien und jetzt in Halle heraus-kommt. Seit 178K erschien von ihm, in Verbindung mit seinem Freunde Kraus,das „Journal des Lupus und der Moden", und 1790 begannst „Bilderbuch fürKinder". 1790 gab er st „Handbuch der spanischen Sprache" heraus. 1791 warder der Stifter des weimarsche» Landesindustriecomtoirs. Mit diesem hing die weitfrühere Stiftung der weimarsche» fürstl. freien Zeichnenakademie unter Göthe's Leitung zusammen, an deren spitze sonst Kraus stand und jetzt Meyer steht. Auchum diese Anstalt hat B. große Verdienste. Daß er die Liebe zur Poesie und Kunstnicht verlor, bewies st Plan zur „Blauen Bibliothek aller Nationen", einer schätz-baren Sammlung von Feenmärchen, in guten, zum Theil vortrefflichen Übersetzun-gen, mit zweckmäßigen Biographien und Charakteristiken. Er schrieb die Einlei-tung zum I. Bde. Auch gründete er eine große Anstalt für Landchartenstecherei,das Geographische Institut in Weimar , welches, in Verbindung mit den, zuerstvon ihm und H.v. Zach, nachher von ihmmitGaspari, Ehemannu.A. herausgeg.„Geographischen Ephemeriden", zur Beförderung des geograph. Studiums viel-fach gewirkt hat und noch wirkt. Die von ihm veranstaltete, von mehren Gelehrtenbearbeitete „Allgemeine Erdbeschreibung" ist ihrer Vollendung nahe. Von der„Länder - und Völkerkunde" erschien 1827 der 23. Th. Nach dem Tode seineseinzigen hoffnungsvollen Sohnes, 1815, entschloß sich sein Schwiegersohn, ProstFroriep , seine Stelle als Leibarzt des Königs von Würtemberg aufzugeben undnach Weimar zurückzukehren, um dort mit B. vereint die verschiedenen Unterneh-mungen desselben fortzusetzen, unter welchen das „OpposirionSblatt" genannt wer-den muß, das 1817 anfing und 1820 unterdrückt wurde. B. starb den 3. April1822. Vgl. „Zeitgenossen", N. R., Nr. XIX.
Beruf ist die Bestimmung für eine besondere Thätigkeit oder ein besonderesGeschäft; auch das Geschäft selbst, zu welchem Jemand bestimmt ist. Der innereBeruf ist vorhanden, wenn wir uns durch Anlagen des Geistes oder durch ein
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