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Erster Band. A bis Bl.
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Bildhauerkunst bei den Griechen

len- umd Grottentempeln findet man Bildhauereien, z. B. in der Pagode vonElephamrine bei Bombay eine riesengroße Bildsäule des Brama. Diese Gottheitist sitzend mit getreusten Armen gebildet, vorn mit dem Gesichte und den For-men ei ne? Mannes und von hinten mit Gesicht und Gestalt eines Weibes; aufder rechten Brust ist die Sonne ausgebildet, auf der linken Mond und Sterne;Gewäzffer, Berge, Thiere und Pflanzen sind dargestellt auf dieser Statue, vonwelche? die Hindus glaubten, Gott habe sie seinem Löohn als Modell geschenkt beiErschaffung der Welt. Die Phantasie der Indier war sehr reich, oberste neigtesich so zum Symbolischen und Allegorischen hin, daß sie nie zu einem reinen Kunst-styl gesaugten. Höchst bedeutungsvoll sind ihre Bildwerke, aber ohne Schönheits-sinn gesonnt, zeigen sie uns gleichsam eine Mosaik von Ideen. Die prachtlieben-den Perser hatten viele Bildwerke, wie die Ruinen von PersepoliS beweisen ; aberschon, daß sie nie unbekleidete Gestalten bildeten, hinderte sie, einen richtigenBegriff der menschlichen Formen zu gewinnen. In Assyrien blühte die Kunst un-ter der Königin ^emiramis. Plan erwähnt bronzene Statuen, welche sie, Belusund NinuS darstellten. In den Gebirgen von Kurdistan fand man uralte Bild-werke, in welchen die Landesbewohner Abbildungen von Khosru und seiner gelieb-ten Schirm sehen und den Sänger und Künstler Ferhad als Bildner nennen.Einen bestimmten Kunststvl gewannen zuerst die Ägypter. Düster und ernst, abervoll tiefen Sinnes waren die Kunstwerke dieser Völker, ebenso verwandt durch diesie bedeckenden Hieroglyphen mit der Dichtung und Geschichte, als durch die Mu-mienbilder mit dem Glauben an die Unsterblichkeit. Aber sowie das,Todtenreichder Mumien ihnen erst das wahre Dasein schien, so ist die Kunst der Ägypter auchdem Tode verwandter als dem Leben; starr und bewegungslos sind ihre Gestalten,mumienartig; so sind selbst ihre Isisbilder. Diese sind dem uralten Dianenbildezu EpkesuS und der urültesten griech. Kunst überhaupt verwandt, sowie die dienendeAnwendung der menschlichen Gestalt bei den Capitälern der Eäulen zu Denderahund den seltsam ausgedehnten weiblichen Körpern ebendaselbst, die einen einschlie-ßenden CalendercvkluS bilden, und die Vermischung menschlicher und thierischerFormen bei den Sphinpen, dem Anubis >c., augenscheinlich nutzer indischen Kunstverwandt ist. Wenn wir nun den altgriech. Kunststyl betrachten, so finden wirzuerst jene schon erwähnten Hcrmenbilder, die Doppelköpfe, die man IanuSbil-der nennt und die ursprünglich aufEonne und Mond hindeuteten, zahllose Abän-derungen der Hermen, in Hermeraklen, Hermalhenen, Hermeoten w. Von diesen,an denen weder Hände noch Füße angedeutet waren, ist die nächste Ltufe zu dennoch mumienähnlichern Bildern in Ebenholz und Tedern, wo die Arme anliegen,die Füße nur durch einen Mütelschnitt, Augen und Mund nur durch einen Schlitz bezeichnet waren. Später löste man die Arme und Füße und gab den GötterbildernWaffen, Schild und Spieß in die Hände: so entstanden die ersten Pallasbikder.Selbst andre bewaffnete Götterbilder, die in die kretensische Götterfamilie gehören,wurden Palladien genannt, so z. B. die taurische Diana. Da sie immer nur kleinwaren, so wurden sie gewöhnlich auf Säulen gestellt, daher stammt das späterimmer auch bei größer ausgearbeiteten Figuren beibehaltene Wort Bildsäule. Woman größere Bilder in Merall aushämmerte, ivar doch der Körper der Bilder nurein säulenförmiger Cylinder, wie der Koloß des amykläischen Apollo. Mit demDädaluS (s. d.) beginnt eine neue Kunstepoche, etwa 3 Mcnschenalter vor demtrojanischen Kriege. Von ihm sagten die Griechen symbolisch, sein göttliches Ge-nie habe gemacht, daß die Bildsäulen gingen, sähen und sprächen. Unter ihmdachte man sich den Kunstmenschen oder Kunsterfinder überhaupt, er war zugleichdas Symbol für den ersten Bergmann, daher die Fabel von dem Dädalischen La-byrinth in Kreta , oder den horizontalen Gängen in dem ersten Bergwerk des nietall-reichen Kreta . Alle Schüler und Nachahmer nannte man Söhne, daher hießen