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Bildhauerkunst (Technik der)
terlassen. Übrigens sind Mefferschmidt aus Wien, Osner aus Nürnberg , Zwenk-lHof, Dunker und Stahlmeier aus Wien, Schwarz aus Dresden , Adam und dieBruder Nänz zu erwähnen. 't
4) Niederländische, englische, schwedische und russische Bild»Hauer. Franz Duguesnoy, 1594 zu Brüssel geb., berühmt unter dem Namenil Flamingo. Er hatte wie Algardi eine besondere Gabe, die Schönheit der Kinderdarzustellen, und fliegende, sich emporschwingende Gestalten gelangen ihm besser alsKeinem zuvor. Er schloß eine innige Freundschaft mit Poussin , und Beide lebtender Kunst mit reinem Eifer ohne Grenzen. Sein 22 Palmen hoher Andreas inder Peterskirche zu Rom ist eine der schönsten Statuen dort, und seine Susanna zuLoretto wurde wegen ihrer edeln Stellung, ihres sanften, frommen Ausdruck?und ihrer trefflichen Bekleidung sehr bewundert. Buyster, Slodz, QuelliuS und'Van Obstal waren geschickte niederländische Bildner. Cibber verfertigte die beidentrefflichen Statuen am Eingänge des Bedlamhospitals zu London , welche denstillen Wahnsinn und die Raserei darstellen. Gibbons, der 1721 zu London starb,'zeichnete sich besonders in schön gearbeiteten und fleißig vollendeten Ornamentenaus. Seme Blumen und Vögel sind unübertrefflich zart. Wilton und Rysbrackarbeiteten besonders im graziösen Styl; die weiblichen Gebilde des Letztern sindhöchst anmmhig. Nolkens hatte gute Stellungen, aber wenig Eorrectheit. Unterden schwedischen Bildhauern muß vor allen der Ritter Sergel genannt werden. DerRusse Pawloff war ein geübter Portraitbildner; in der neuesten Zeit zeichnen sichLaunitz und Orlowsky, Thorwaldsen'g Schüler, aus.
5) Spanische Bildhauer. Die Kunst blühte seit dem 11. Jahrh, dort,und schon 1033 arbeitete Aparicio von Eastilien ein Basrelief in Gold und Elfen«bein, in 22 Abtheilungen die Jagd des heil. Millan vorstellend, welches in demKlosterPuso aufbewahrt wird, und desscnVerhälmisse und Grazie man bewundert?Klöster und Kirchen gaben den Künstlern reichliche Beschäftigung. Man zählt bisauf 160 ausgezeichnete spanische Bildhauer.
Neueste Kunstperiode. Cavaceppi in Rom macht den Übergang zu dengroßen Bildnern der jetzigen Zeit. Der 1822 verstorbene Ritter Canova (s. d.)war in Hinsicht auf die Schönheit und Grazie des Styls, die zarte Vollendung der .Arbeit und die reiche Erfindungsgabe der erste Bildner jetziger Zeit. Sowie in srü-'herer Aeit der leider zu früh (1793) verst. verdienstvolle Trippel an Kraft und stren-gem Styl rühmlich mit Canova zu wetteifern begann, so that es in der neuestenZeit der Däne Thorwaltsen, der für die Heldengestalten, sowie für die Bestimmt-heit und Hoheit der Formen von Dielen als noch größerer Meister anerkannt wird.Beide wirken herrlich vereint auf ihre Zeit als Meister der Kraft und Anmuth.Ausgezeichnet brav und verdienstvoll sind ferner: Dannecker in Stuttgart ,dessen Ariadne an Schönheit mit der Antike wetteifert, Schadow, Rauch undTieck in Berlin, Zauner in Wien, Ruhl in Cassel, Pozzi in Manheim , Ohn-macht mStrasburg, Döll in Gorha, Chaudet und Houdon in Paris , Flarman,Chantrey und Gahagan in London . (S. d. besondern Art.) Graf Eicognara hatals Fortsetzung der Merke von Winckelmann und Agincourt eine „titoiü, OvIIasculluil, cl.,1 suo riroiuinienlo in Iislis eto." bis ausEanova herausgegeben(2. Aufi., Pratv 1824, 4 Bde., m. K.).
Bildhauerkunst (Technik der). In Hinsicht des mechanischen undtechnischen Theils kommen zuerst Stoff und Werkzeug in Betracht. Jener ist beiuns gewöhnlich Holz oder Stein. Unter den Steinarten ist der Marmor für denKünstler am schicklichsten. Das vornehmste und fast einzige Werkzeug der Bild-hauerkunst ist terMeißel, von welchem es verschiedene Arten gibt, z. B. das Spitz-eisen, das Zahneisen, der Pickhammcr, das Breiteisen, das Rundeisen, Zwerg-eisen. Zur Arbeit in Marmor sind alle von Stahl und werden mit eisernen Häm-