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,Wlake Blaiigini
Blake (Robert), ein englischer Seeheld, geb. 1589 zu Bridgewater inder Grafschaft Somerset , trug viel dazu bei, daß die engl. Seemacht auf denhohen Punkt stieg, auf dem sie steht. Er schwächte die Macht der Holländer undSpanier und nahm Letztern eine reich beladene ostindische Flotte weg. Cromwelftschätzte ihn; da er aber seine Anhänglichkeit an die republikanische Verfassungkannte, ergriff er die Gelegenheit, Blake 185' zu entfernen, um indem mittelsländischen Meere die Ehre der britische» Flagge aufrecht zu erhalten. Schon B.'SName reichte hin, den Raubstaaten und den andern benachbarten Ländern Furcht'und Achtung einzustoßen. Die Schwäche seiner Gesundheit nöthigte ihn, in sein'Vaterland zurückzukehren. Er starb 1651 in dem Augenblicke, da seine Flotte inden Hafen von Plymouth einlief. Cromwell ehrte sein Andenken durch ein präch-tiges Leichenbegängniß und ließ ihn in der Westminsierabrei beisetzen. Sein Cha-rakter war finster und streng; in jeder Lage blieb er ruhig und kalt. l
Blanchard (Franeois), einer der ersten Luftschiffer, geb. zu Andelys (in'dem Dcpart. Eure) 1138, übte sich von Jugend an in mechanischen Künsten underfand in seinem 16. I. einen mechanischen Wagen, mir dem er eine Strecke von1 Stunden fuhr. Diese Erfindung, die er 1118 noch vervollkommnete, empfahlihn ani Hofe zu Versailles . Gleiche Geschicklichkeit zeigte er im 19. I. bei einerkünstlichen Wassermaschine; endlich erfand er ein fliegendes Scluff, welches durchsein Gegengewicht von 6 Pf. sich 20 Fuß über die Erde erhob. Willkommen warenihm die Entdeckungen der Bruder Montgolfier, besonders des Pros. Charles undRobert'S zu Paris . Er schiffte, nachdem er schon die erste Luftreise den 1. März 1184,angestellt hatte, 1185 mit deni I). Zeffries über denCanal von Dower nach Calais ,wofür er vom Könige von Frankreich durch ein Geschenk von 12,000 und eine Rentevon 1200LivrcS belohnt ward. Bei einer in demselben I. zu London unternomme»-nen Luftfahrt bediente er sich zum ersten Male des von ihm, oder, nach'Andern, vonEtienne Montgolfier erfundenen Fallschirmes. Nachdem er viele Luftreifen auch infremden Ländern angestellt hatte, ward er (1193) auf die FestungKusstein in Tirolgesetzt, weil man ihm Schuld gab, revolutionnaire Grundsätze ausgestreut zu haben.Frei gegeben, machte er 1196 zu Neupork seine 46. Luftreise. 1198 stieg er zuRouen mit 16 Personen in einem großen Luftschiffe in die Höhe, und lies, sich6 Stunden davon nieder. 1801 zählte man über 66 glücklich von ihm vollbrachteLuftreisen. Er starb den I.März 1809. — Mad. Blanchard setzte diese Lust-,reisen fort. 1811 stieg sie in Rom auf und nachdem sie 60 Miglien zurückgelegthakte, erhob sie sich aufs neue, um sich nach Neapel zu begeben. Als sie aber imZuni 1819 in Paris von Tivoli aufstieg, gerieth ihr Ballon durch ein mitgenom-menes und in einer beträchtlichen Höhe angezündetes Feuerwerk in Brand. DieGondel fiel in der Straße Provence nieder, und die zerschmetterte Luftschiffen,:ward ohne Leben aufgehoben.
Blanco. ZnBlancolassen, heißt bei den Kaufleuten, weiß oder un-auSgefüllk lassen, z. B. bei Wechseln und Vollmachten die Stelle, wohin dieSumme kommen soll, damit sie von dem Besitzer den Umständen nach ausgefülltwerden könne. Einen Wechsel in blanco ind ossiren, heißt, aus der Rückseitebloß seinen Namen hinschreiben und Platz darüber frei lassen, wohin der NameDesjenigen, an den der Wechsel gegeben wird, eingeschrieben werden kann. BeiWechselgeschäften in blanco stehen, heißt, Tratten des Andern acceptiren, ohnedafür Deckung zu haben, auch Vorschuß leisten, ohne gedeckt dafür zu sein.
Blangini (Giuseppe Marco Maria Felice), geb. zu Turin 1181, hatseine Studien unter dem Abt Ottani, Capellmeister bei der dortigen Domkirche,gemacht. Von seinem 12. oder 13. I. an begleuete er den Chor dieser Küche aufder Orgel. Zn einem Alter von 14 I. ließ er eine Messe mit vollständigem Orche-ster aufführen. Als er 1199 nach Paris kam , gab er Unterricht ün Gesang und