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Zweiter Band. Bo bis C.
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Böhmische Literatur. I. Bis 1409 23

8s?llphabet.- Az, Buky, Wiedi, Glagol, Dobro :c., meistens aus demGne-bediente^'vt ^p^ter entstand auch das glagolitische, dessen man sich wenigernonien v römische Cultus den griechischen in Böhmen, Mähren und Pan-

braucb kam auch das lateinische Alphabet statt des cyrillischen in Ge»

Mbncbe ^ Böhmen war nur noch bei den den slawischen Ritus beobachtendenselben ^ Sazawa die cyrillische Schrift üblich, und als König Wratislaw den-^e» B andern Orten einführen wollte und darum mit triftigen Gründen

Anff^tt^ Gregor VII. anging, bekam er eine abschlägige Antwort. Eine so schöneSck, ^tt'lag dem Neide der lateinischen Klerisei. Da nun die Lateiner alletatet 'c!" ^ Kten Ritus zu vernichten trachteten, und durch die Einführung der^ Sprache die slawische überhaupt beeinträchtigt wurde, so erlitt schon da»

Sev böhmische Literatur durch das Papstthum einen nicht zu berechnenden

^. syaden; daher wir aus den frühern Jahrhunderten nur wenige unbedeutendein dieser Schriftart besitzen. Im 10. Jahrh, hatten die Böhmen Gtt!' Schule zu Kudec, in welcher sie Latein lernten. Vom BischofAdalbert^^bch), einem geborenen Böhmen , haben sie als das größte Alterthum das Lied:''^ssobine Pomiluyny", das noch heutzutage gesungen wird, selbst von Russen° ? Polen , obwol es Einige für noch älter halten. Aus dem 11. Jahrh, gibt es^ne vollständigen Werke, nur in lateinischen Urkunden finden sich häufig slawische^Nennungen. Das 12. und 13. Jahrh, war fruchtbarer. Als der König Wla-^ Aufgebot z dem berühmten Zuge nach Mailand ergehen ließ, ertönte6»uz Prag von Gesängen der muthigen jungen böhmischen Ritterschaft; aber kei»v derselben hat sich erhalten. ZäwiS z Rozmberka schrieb 1290 mehre gute Ge»Nar Böhmen haben eine Sammlung lyrisch-epischer ungereimter Natio»

oigcftnge, die Alles übertreffen, was man bisher von alten Gedichte» aufgeftm-u, wovon sich aber bloß 2 ganze Blättchen Pergament in 12., und 2 schmalekreischen erhalten haben. Herr Hanka, Custos des böhmischen Nationalmu-! 'AI war so glücklich, diese schätzbaren Überreste in einer Kammer an der Kirchesoniginhof unter verworfenen Papieren zu entdecken. Nach der Schrift fallenv bie I. 1290 und 1310; einige sind auch wohl noch älter. Desto mehr istb - Verlust des größten Theils derselben zu bedauern. Diese ganze Sammlungt aus 3 Büchern, wie man aus der Überschrift der übriggebliebenen Capi»des dritten Buches, die das 26., 27., 28. genannt werden, schließen kann. 14edichw sind erhalten, die diese 3 Capitel ausmachen; folglich wären bloß 50^dichte von dem dritten Buche verloren. ,(S. Rukopi'sKralodworsky wy-l "" vd V?ac", Hanky 1819.) Nach den Überresten des ersten Liedes:Boles-ho^ w/d I'lch der Inhalt des Ganzen nicht angeben; das zweite Gedicht: ,,Wy»sinn ^ ' sodert den Herzog Udalrich auf, die Polen aus Prag zu vertreiben^ l03); das dritte:Benes" (lies: Benesch), vertreibt die Sachsen, die von^Irlitz vordrangen; das vierte enthält Jaroslaw Sternberg'sSieg über die> tai-en bei Olmütz" (1241) u. s. w. Göthe würdigte diese Nationalgessnge einero Aufmerksamkeit. Sie verdienen an die Seite von Qssian's Gedichten

vo> werden. Noch hat sich ein böhmischer Psalter und eine gereimte Legende

den 12 Aposteln (wovon aber nur ein Fragment von 70 Versen auf einem«tte in der kaiserl. Hofbiblivthek zu Wien sich befindet) erhalten. Ferner dieT läge eines Verliebten an den Ufern der Moldau " (Weltawa) in Prosa; einch ^went von einer Leidensgeschichte Jesu, in gereimten Versen; dann das Kir»"Swaty Waclawe", nebst einer Menge von Gedichten, Liedern, FabelnM..Satyren in vierfüßigen gereimten Versen. Das 14. Jahrh, ist schon er-Unter Kaiser Karl l V., dem Beförderer der böhmischen Spreche, wardh A°ager Universität (1348) gestiftet. Er trug in der goldenen Bulle den Söh-ber deutschen Kurfürsten auf, Böhmisch zu lernen. Unter seinem Sohne, Kai»