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Cornelius (Peter) Corps
Cornelius (Peter), geb. 1788 zu Düsseldorf , warDirector der Kunst»akademie daselbst und ist seit 1824 Director der Kunstakad. zu München . Erbildete sich unter Langer, später in Rom nach den Meistern der alten italienischenund deutschen Schule. Das Lebendige seiner Auffassung und das Charakteristi-sche seiner Darstellungen ist auch von Denen anerkannt worden, welche strengeRichtigkeit der Zeichnung im Einzelnen, und in den ausgeführten Gemälden tech-nischeFertigkeit und Farbe vermißten. Kunstliebhaber besitzen von ihm geistreiche,sorgfältig ausgeführte Federzeichnungen. Seine Scenen aus Göthe's „Faust", ge-stochen von Ruscheweih, 3 Liefen zu 4 Bl., Querfol., sowie seine Blätter zumNibelungenliede, beweisen jene plastische Auffassung der dichterischen Gedarrten,in der wenige der jetzt lebenden Künstler ihm gleichstehen möchten. Er wa r mitStudien zu Darstellungen aus Dante für die Villa Massimi zu Rom besch äftigt,als ihm der Kronprinz von Baiern die malerische Ausschmückung der Prachtsäleseiner Glyptothek zu München auftrug. Daher verließ C. 1819 Rom undlebte abwechselnd in Düsseldorf und München, wo er die zum Theil schon in Rom entworfenen Cartons ausführte. Der Gegenstand dieser Fresken ist aus demMythenkreise des Homer, Hesiodus und der alten Heroenwelt genommen. 1825überreichte ihm der König Ludwig selbst in derGlyptvthek das Kreuz deöCivilver-dienstordens.
Corniche, der Karnieß, s. Säule.
Cornwallis (Charles, Marquis und Graf von), geb. den 31. Dcc.1738, zeichnete sich als'Anführer der brit. Truppen im amerikan. Freihe itskriegeaus. Er nahm Philadelphia, trug viel zur Unterwerfung des mittägliche n Caro-Inia bei und schlug mit einer geringen Macht den General Gates. Aber 1781mußte er am 19. Ocr. bei Mrktown capiruliren. Glorreich und weise i var seineVerwaltung als Generalgouverneur in Ostindien seit 1788. Auf seine Ei. oberungvon Bangalore (21. März 1791) folgte die gänzliche Niederlage Tippo Sa'ib's.Nachdem er durch diesen Krieg die Besitzungen der Engländer in Ostii idien an-sehnlich erweitert hatte, kehrte er 1793 nach England zurück, ward zum Marquisund zum Lord derAdmiralität, zum Lordlieutenant von Irland ernannt, wo er dieEmpörung unterdrückte und im Sept. 1798 sämmtliche aus der Insel ausge-schiffte Franzosen sich zu ergeben nöthigte. Hierauf trug er zur Vereint gung Ir-lands mit England viel bei. 1801 unterhandelte er den Frieden mitF rankreichund unterzeichnete den Tractat von Amiens 1802. Im Sommer 1805 ging erals Generalgouverneur nach Indien , starb aber daselbst den 5. Oct. d. I. In derPaulskirche ward ihm ein Denkmal errichtet.
Coroner (Ouon.itoi), ein Beamter in England, welcher von den Free-holders einer Grafschaft erwählt wird, um die Rechte der Krone wahrzunehmen.Sein Hauptgeschäft ist die Ursache plötzlicher Todesfälle mit Zuziehung von Ge-schworenen zu untersuchen und das gerichtliche Verjähren wegen vorsätzlichenMordes (ninrllei) oder Tvdtschlags (uuiiislan^lnei) einzuleiten. Bei Selbst-morden wird untersucht, ob solche Folge einer vorübergehenden Geistesverwirrung(>>>c,,uil cle,:>„^eineiit, iumiiiiv) waren, oder als Verbrechen anzusehen sind(l'elouia clk 5V ip-iv), woraus Confiscation des Vermögens und unehrliches Be-gräbnis steht. Ist die Gemeinde durch nachlässige Polizei am Tode eines Men-schen schuld, so legt ihr der Coroner eine Geldstrafe auf; diejenigen Sachen, durchwelche der Tod verursacht worden (äoo-l.nit, z. B. Pferd und Wagen, womitJemand verunglückt), spricht er dem Könige zu. Er hat auch sonst noch gericht-liche Geschäfte. (Vgl. Todtengericht.) 37.
Co r p or a t io n e n, s. Körperschaften, Corporationsacte, f.Testacte.
Corps (von Eorpur, Körper), die Gesammtheit mehrer durch dieselben