Cervantes
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Certe Partie
viel Beifall fand. In dem Palaste Spada findet man von ihm dargestellt Ma-saniello unter den Lazzaroni. Der Darstellung edlerer Gegenstände hatte ,er sichentwöhnt. Er war 1602 zu Rom geb. und st. d. 4. April 1660.
Certe Partie (el>->rie p.ieiie. eluoter-partv. vliurt-, p.irlli,,), ur-sprünglich ein schriftlicher und in der Form aufgelohter Vertrag, daß die beidenExemplare auSeinandergeschnitten wurden und wieder zusammenpassen mußten,wenn sie als beweisend gelten sollten. Im Teehandel der Contract, welcher überdie Befrachtung eines ganzen Schiffs oder eines Theils desselben zwischen demEigenthümer des Schiffs (Rheder) und dem Versender der Waaren (Befrachter)abgeschlossen wird. Es wird darin die Zeit der Ladung, der Ort ihrer Bestimmung,die Fracht und die gegenseitigen Entschädigungen bestimmt, welche eintreten, wennder Vertrag von der einen oder der andern Seite nicht gehalten wird. 37.
Ccrtioration (jur.), eine Belehrung über gewisse Rechtsverhältnisse,welche nach Vorschrift der Rechte zuweilen bei gerichtl. Handlungen Denen ertheiltwerden muß, welchen man eine eigne Bekanntschaft mit dergl. Verhältnissen nichtzutrauen kann, z. B. über die Wirkungen einer Erklärung, eines Verzichts, einerQuittung, über die gegen ein Erkenntniß stattfindenden Rechtsmittel. Unterbleibteine solche gesetzlich vorgeschriebene Certioration, so kann die abgegebene Erklärungnoch von Demjenigen, welcher hätte belehrt werden sollen, angefochten werden, undder nachlässige Richter muß für den verursachten Schaden haften. 37.
Cerutti (Giuseppe Antonio Joachime), geb. zu Turin d. 13. Juni 1738,eins der letzten Mitglieder des Ordens der Jesuiten , dessen Auflösung er überlebte,und einer ihrer berühmtesten Professoren am Collegium zu Lyon . Seine „Apologiedes Iesuiterordenü" machte großes Aufsehen. Wchon früher hatte er zwes Redendrucken lassen: „Über die Mittel, die Zweikämpfe zu verhindern", und „Über dieUrsachen, warum die neuen Republiken nicht den Glanz der alten erreicht haben".Letztere ward von der Akademie von Dijon gekrönt. Die Apologie der Jesuiten erwarb ihm die Gunst des Dauphins. C. war zu Paris , als 1789 die Revolu-tion ausbrach. Er hatte durch sein „öl>'i>>»ire >>nur lo >>cuplc kr-nx-uis" vor-züglich auf den öffentlichen Geist eingewirkt. Seine Grundsätze vielleichteinige Rachsucht wegen der als Vertheidiger der Jesuiten erfahrenen Demüthigun-gen machten ihn zu einem der eifrigsten Wortführer der neuen Ordmmg. Er warin enger Verbindung mit Mirabeau und arbeitete viel für diesen. Überdies gab ermehre Gelegenheitsschriften heraus, u. A. ein „>lc»,oiru «nr lu u<-eessilö Oo.?uoulri! utioil« piitiioligm-z". 1791 trat er in den gesetzgebenden Körper, einigeZeit nachdem er in der Kirche St.-Eustache auf Mirabeau die Leichenrede gehaltenhatte. Erschöpft durch seine zu lebhafte Thätigkeit, starb er den 2. Febr, 1792.Der Magistrat von Paris benannte eine Straße nach ihm.
Cervantes Saavedra (Miguel de), einer der glänzendsten Märtyrerder Poesie, zu Alcala-de-Henares d. 9. Oct. 1547 geb., von wo feine Ältern, alser 7 Jahre alt war, nach Madrid zogen. Den Wünschen seiner unbegüterten Äl-tern, ein Brotstudium zu wählen, entsprach er keineswegs, indem ein unbesiegba-rer Hang ihn zur Poesie hinzog, welchen sein Lehrer Juan Lopez noch mehr ent-flammte; Elegien, Romanzen, Sonette und ein Schäferroman „Filena" waren di«ersten Erzeugnisse seiner poetischen Kraft. Leider hatte er feines Lebens schönsteJahre «»belohnt an diese Liebe hingegeben; Dürftigkeit zwang den 22jährigenJüngling, sein Vaterland zu verlassen, um anderwärts sein Unterkommen zu fin-den. Er ging nach Italien , wo er zunächst als Kammerdiener in die Dienste desCardinals Giulio Aequaviva in Rom trat. 1570 fg. diente er unter dem päpst-lichenHeerführerM. A. Colonna in dem Kriege gegen die Türken und afrikanischenCorfaren. Muth und Heldensinu zeichneten ihn aus; in der Schlacht bei Lepanwverlor er seinen linken Arm. Er trat hierauf in die Dienste seines Königs unter den