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Böhmische Literatur. IV. Von 1620 bis 1774 27
dR. Kuchen ebenfalls eine Geschichte Böhmens , das Leben desHläet u' Gg. Krabice von Weitmille das Arzneibuch des Ioh. Kopp; W.die erste auch eine Geschichte Böhmens rc.; Beneü Optat schrieb
Zo? <^. /^""sche Grammatik; Paul Worlicny übersetzte die sieben Bücher des»«>'>> - ^'om jüdischen Kriege rc.; Thad. Hägek z H-igku unter andern einWörtend"?' ^öom. Resel ein lateinisch-böhmisches und böhmisch-lateinischesGriecki'n^ w.; Ioh. Blahoslaw übersetzte das Neue Testament aus demstelle,- k" von Weleölalojn, der vorzüglichste böhmische Schrift-
lichk?> ^ertraf seine Vorgänger nicht nur an Menge, sondern auch an Vortreff-18 sv Schriften; Simon Lomnicky , vorzüglicher böhmischer Dichter, verfaßteder ^ Bart. Paprocky, ein polnischer Edelmann, 14 Werke, worunterK- Flegel des Markgrafthums Mähren und die Nachfolge der Herzoge undseines > h"^nü die vorzüglichsten sind; W. Wratislaw von Mitrowec schriebaus "ach Konstantinopel ; Llbraham von Ginterod das Leben des CyrusMo>. Griechischen; Harant von Polcic seine Reise nach Venedig und andretzgr.^,.^sthe Bezirke; Ioh. Amos Comenius (s. d.) schrieb 64 zum Theilböd ^stuche Werke. Herder sagt von ihm: „Comenius war der letzte Bischof derl'ein ' w" ^"der. Keine Gemeinde Deutschlands ist mir bekannt, die mit sowo/'? - " siir ihre Sprache, für Zucht und Ordnung bei ihren Gebräuchen so-ibr ihrem häuslichen Leben, ja für Unterweisung und Aufklärung im KreiseVo ..'"händigen und Nützlichen so gesorgt, gestritten, gelitten Hütte, als diese.Ti/'e > aus entsprang jener Funke, der in den dunkelsten Zeiten Italien ,siei England, die Niederlande, Deutschland wie ein Feuer durchlief, und- neckte". Comenius gab seine W,einen „O, Ois pioinx" heraus, die noch
Hai/"'" 2eit in 11 Sprachen übersetzt wurden, seitdem unzählige Auflagen erlebtcx und eigentlich nych nicht übertroffen sind: denn haben wir jetzt nach 150Zeit " ein Werk, das für unsere Zeiten das ist, was jene Werke für ihreErü-3n ganz Nordeuropa erregte Comenius Aufmerksamkeit auf diesein der Reichstag in Schweden , das Parlament von England beachtetendie 5 tl Die Kirchengesimge aus diesem und den frühern Zeitaltern,
und e- Luther zum Theil übersetzte, können allen Sprachen zum Muster dienenZeit. ^ heute unübertroffen. Wie viele böhmische Bücher in diesemB, gedruckt wurden, läßt sich schon daraus folgern, daß in Prag allein 18rl,Meckereien waren, daß auf dem Lande in Böhmen 7 und in Mähren eben-lank " Meckereien bestanden; außerdem wurden viele böhmische Bücher im Aus-Lei?" ^ >n Venedig, Nürnberg, Holland, Polen, Dresden, Wittenberg undWZig gedruckt.
S^.iDas vierte Zeitalter beginnt mit 1620 und endigt 1774. Nach derMache am weißen Berge 1620 erlag die ganze böhmische Nation nicht nur demUnd^' sondern auch dem Geiste nach. Die Bevölkerung der meisten Städtezu Gegenden wanderte aus, um nicht ihrem Glauben meineidig werden
tho!ie"k/^' 70,000 Menschen und beinahe der ganze Adel, die ganze aka-
Vol?chb Geistlichkeit, Gelehrte und Künstler, überhaupt der cultivirteste Theil desdes kehrte dem Vaterland den Rücken zu, wovon der größere Theil den Kernp^.-^'wfeldischen Heeres bildete, daher der dreißigjähr. Krieg Böhmen am meisteiiivied "" indem diese Auswanderer durch stets erneuerte Einfälle ihr Vaterlandal-z ?^^robern hofften, Doch Nichts war der böhmischen Literatur so schädlichshe >" Einwanderung von Mönchen, die meist Italiener, Spanier und Süddeut-ien ch'd jedes Werk, das böhmisch war, als ketzerisch zum Feuer verdamm-bej z, aß sich Einzelne rühmten, bei 60,000 Schriften verbrannt zu haben, die sieüvck !?"'siichung der Häuser gewaltsam den Leuten wegnahmen. Und was den-,^ Feuer entkam, wurde in Klöstern in feste besondere Gemächer versperrt.