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Zweiter Band. Bo bis C.
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56 Bonaparte (Napoleon )

den Kenntnissen, die seinem Sinn entsprachen, anerkannten, hatten oft Ursache,seine Ungelehrigkeit in Allem, was ihm keine Neigung abgewinnen konnte (wiePoesie, Grammatik, Orthographie, Latein u. s. w.), seine Verschlossenheit und Hin-terlist, seine unbeugsame Hartnäckigkeit, und eine Leidenschaft, die zuweilen in Wuthauöbrach, wenn sie Widerstand fand, zu tadeln. Daher bemerkte einer der Lehrerschon damals bei Napoleons Namen:Ein Eorse von Geburt und Charakter. Erwird es weit bringen, wenn die Umstände ihn begünstigen". So warD., als er 1784in die große Welt zu Paris eintrat. Hier blieb er etwa 8 Monate, dann wurde er1785 nach Valence geschickt. Zum Soldaten geboren, wußte er als Ofstcier, fernvon den Genüssen der Jugend, durch Pünktlichkeit im Dienst, durch ausgezeichneteKenntnisse in seinem Fache und durch fortgesetzten Fleiß die Achtung seiner Obernzu gewinnen, und je mehr er über alle Officiere seines Alters hervorragte, desto mehrdurfte er hoffen, sich emporzuschwingen. Ein ungemeiner Mensch, wie er war, sah ernur Einen Zielpunkt vor sich, auf den er unbeweglich Alles bezog: Macht für seineKraft! Als nun die ersten Stürme in Frankreich ausbrachen, war er nicht zweifelehaft, welche Partei er ergreifen sollte.Als General", soll er selbst gesagt haben,hätte ich mich an den Hof gehalten, als Lieutenant ohne Vermögen mußte ich diePartei des Volks ergreifen". Indeß ward Paoli nach Paris berufen. Mit ihmschiffte Napoleon gegen Ende 1780 nach Torsica, wo schon die Parteien der Aristo-kraten und Demokraten niit einander kämpften. Napoleon , der damals sein verun-glücktes Gedicht zu Ehren der Freiheit in Umlauf setzte, zeichnete sich unter den letz-tem aus und wurde zum Commandanten der Narionalgarde in Ajaccio ernannt.Verwegen ohne Patriotismus, hoffte er, in dem Sturm der Revolution selbst an dieSpitze seiner Landsleute zu treten, zumal da Paoli in der Volksgunst immer mehrsank. Allein er war nicht glücklich. Seine Unternehmung aus die Insel Madtalena,die er mit einem kleinen Haufen im Namen der Republik besetzt«, mißlang, und diedamit zusammenhängende Expedition des Admirals Truguet auf Sardinien ver-unglückte gänzlich. Paoli aber, der die zügellosen Demokraten nicht mehr zu bän-digen vermochte, rief nun die Hülfe der Engländer an. Napoleon stellte sich derenglischen Partei, an deren Spitze Paoli stand, muthvoll entgegen und unter-nahm mit einigen Truppen, welche die DolksrepräsentantenSalicetti und LacombeSt.-Michel zu Calvi ans Land gesetzt hatten, einen Angriff auf Ajaccio , wo Paoli'sPartei herrschte. Der Angriff mißlang. Er wurde 1783, aufPaoli's und Pozzodi Borgo's Veranstaltung, mit vielen andern Aufrührern aus Corsica verbannt.Er schiffte sich mit seiner Familie nach Marseille ein. Paoli's Anhänglichkeit andie Engländer machte den feurigen B. zu dem entschlossensten Franzosen undzu dem hartnäckigsten Feinde jenes Inselvolks. Das Verfahren der Letzter» inToulon mußte seinen Haß nur noch verstärken. Damals herrschte der Conventdurch das Schrecken, und glänzende Erfolge sehten Europa in Furcht und Erstau-nen. Der Euidruck, den die Beobachtung dieser Erscheinung auf den Artillerie-lieutenant B. machte, bestimmte vielleicht späterhin die bleibende Richtung derStaats- und KriegSpolitik des Oberconsuls und Kaisers. Um jene Zeit schriebB. einen Brief an Buttafoco, Deputieren von Corsica in der Nationalver-sammlung, dem er heftige Vorwürfe machte, daß er Corsica verrathen undverkauft habe; auch hatte er damals ein Werk über die politische und militairischeGeschichte Corsicas abgefaßt, dessen Druck aber nicht zu Stande kam. Als einensehr entschlossenen Republikaner gab er sich zu erkennen in einer von ihm zu Avi-gnon 1793 herausgeg. Flugschrift:!,r r >le, > ", welche sich auf eine

Unterredung bezog, die er über die politische Lage Frankreichs mit einigen Kauf-leuten zu Beaucaire ani 29. Juli gehalten hatte. Endlich wurde er als Capilainim 4. Ärtillerieregimente angestellt und diente bei dem republikanischen Heere un-ter Kellermann, welches Lyon belagerte. Seine höhere militairische Laufbahn aber