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Dankgefühks und reinmenschlicher Gesinnung. (Dieses Testament, das in derBeilage zu Nr. 159 der „Allgem. Zeitung" von 1824 vollständig abgedruckt ist.ward erst 1826 in den wichtigsten Punkte», zum Theil durch Vergleich, vollzogen.)Zu Napoleons Todesstunde war keine Änderung in seiner Fassung bemerkbar. Erverschied — auf seinem Feldbette von Austerlitz — mit einem bewundernswürdigenGleichmuth in den Armen seiner treuen Freunde, Bertrand und Moniholon, zuLongwood am 5. Mai 1821, Abends 6 Uhr, in einem Alter von 51 I. und 9Monate». Am 9: Mai wurde er mit allen kriegerischen Ehren, die ihm als Ge-neral gebührten, in einem von ihm selbst gewählten Thale beerdigt. Seine frei-willigen Schicksalsgenossen, die Generale Bertrand und Montholon, sind mitihren Familien über England, mit Erlaubnis der franz. Regierung, nach Frankreich und Paris (im Oet. 1821) zurückgekehrt. Man vgl. Bourienne's „>Iü»>. ,-uird>A,,o!." (6. Bde., Paris 1829) und den Art. Napoleon und seine Zeit,Schriften von ihm und über ihn.
Bonaparte (Maria Fraiwoise Joseph ine), Kaiserin der Franzosen ,geb. zu St.-Pibrre auf Martinique , den 24. Juni 1768, war die Tochter einesreichen Edelmanns, Tascher de la Pagerie. Noch sehr jung, vermählte sie sichniil ihrem Lanksmann, dem in der Geschichte der Revolution bekannten ViconileAlexander de Beauharnois (s. d.), ward nach dessen Hinrichtung ins Gefäng-niß der Madelonettes gesetzt, durch den Sturz der Schreckensregierung aber be-freit. Nun kam sie unter den Sck>utz des Director Barras, durch dessen Ver-mittelung sie, am 8. März 1796, an Napoleon Bonaparte verheirathet wurde,welcher damals den Oberbefehl der stalten. Armee erhielt. Von nun an theilte siedas glänzende Schicksal ihres Gemahls, dem sie mit wahrer Anhänglichkeit zuge-than war. Am 2. Dec. 1804 setzte Napoleon ihr als Kaiserin der Franzosen dieKrone auf. Was auch über den leichten Ton, der in ihren jugendlichen Zährenhervorgeklungcn, gesagt werden kann: über ihre Herzensgüte, über ihren ausge-zeichneten Hang zur Wohlthätigkeit, über ihr unablässiges Bemühen, Menschen-elend zu vertilgen oder doch wenigstens zu mildern, ist nur Eine Stimme unter De-nen, welche sie gekannt haben. Niemand vermochte es, den eisernen Willen Na-poleons zu brechen; Zosephinenü sanftem Sinne gelang es, manche harte Be-schlüsse des herrschsüchtigen Mannes zu mildern. Dagegen mußte sie wol auch dieAusbrüche seines Jähzorns erdulden, welcher zuweilen so ausartete, daß er dieKaiserin tagelang in ihre Zimmer eingeschlossen haben soll. Don ihrem ersten Ge-mahl hatte sie 2 Kinder, Eugen und Hortensie Eugenie Beauharnois. (S. Leu ch-tenberg, uudLudwig Bonaparte.) Ihre zweite Ehe blieb unfruchtbar. Na-poleon , der einen Thronerben haben und sich zugleich mit einem mächtigen euro-päischen Fürstenhause enger verbinden wollte, beschloß seine Verheirakhung mit derErzherzogin Marie Louise von Östreich. Mit Anstand gab Zosephine der Noth-wendigkeit »ach, willigte in die Ehescheidung mir dem Titel einer verwitweten Kai-serin-Königin luipär.-l li ice - ileiuo - llou.iii i- , e) und zog sich, nachdem sievorher einige Reisen gemacht, zurück in die Einsamkeit ihres schönen LustschlossesMalmaison. Die Achtung, die Liebe und das Bedauern der Franzosen folgtenihr, die man schon lange Napoleons guten Geist (>'eto,W <><- dlapolö-'u) genannthatte. -L?ie erlebte den Sturz des Reichs, auf dessen Gipfel sie einst gestanden;aber sie hatte auch den Trost, daß die großen Monarchen, welche es zertrümmert,ihren persönlichen Werth öffentlich anerkannten. Sie empfing die Besuche der an-gesehensten verbündeten Fürsten . Eine Erkältung indeß, welche sie sich auf einemSpaziergange mit dem Kaiser Alexander in ihren Gärten zuzog, gab ihrer Unpäß-lichkeit eine üble Wendung, sodaß sie am 36. Mai 1814 nach kurzem Leiden starb.Die von der bekannten pariser Sibylie, Demoiselle Le Noruiand, im Nov. 1820herausgegebenen ,Zlemoire5 bistruiiguez et seciel, >Ic I Iinperatiice 9c>iLpl>ius