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Zweiter Band. Bo bis C.
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Bourbon (Charles, Herzog von) 137

des Friedensfürsten (seit 1808 von ihrem Gemahl getrennt, starb zu Pari- d. -3.Nov. 1828; ihre einzige T. und Erbin ist die Gemahlin des röm. Prinzen Ruspoli),und Marie Louise v. Bourbon, verm. 1817 mit dem Herzoge v. Ldan Fernando,Grand v. Spanien . — U. Die Seitenlinie des königl. franz. Hanptastes des Hau-ses Bourbon-.Orleans, welche die Paine d. N. durch die Revolution verlor undvon 'Ludwigs XIV. Bruder, Philipp I., abstammt: 1) Herzog Ludwig Philippvon Bourbon-Orleans, geb. 1773 (s. Orleans); 2) des Herzogs von OrleansSchwester, Eugenie Adelheid Louise, Mademoiselle d'OrlcanS, geb. 1777. —I). Von der Cond'sehen Linie, zweiten Hauptlinie der Bourbons, lebt aus demAste Bourbon-Condö: Ludwig Heinrich Joseph, Herz. v. Bourbon, Sohn des1818 verstorb. Herzogs Ludwig Joseph v. Bourbon, Prinzen v. Cond 6 (s. d.).(Seine Schwester, Louise Lldelheid, Prinzessin von.Condö, geb. 1757, lebte inEngland in einem Kloster zu Norfolk , war 1768 Äbtissin zu Rcmiremont, ging1795 in ein Kloster zu Turin , ward im Dec. 1816 Vorsteherin der Schwester-schaft in dem zu einem Kloster nmgeschaffenen Tempelkhurm zu Paris und starb d.10. März 182 !). — Von Karl Charolois, Prinzen von Tonde, leben zwei na-türliche, aber legitimirte'Töchter, von denen die eine, Charlotte Margarethe Eli-sabetb, als legitimirte Mademoiselle de Bourbon, den jetzigen dänischen General-major, Grafen von Löwendahl, heiratbele.—Der zweite Äst. Dourbon-Conti,erlosch mit Ludwig Franz Joseph von Bourbon, Prinzen von Conti, d. 13. März1814. Hndef, verlieh im Nov. 1815 Ludwig XVIII. den natürlichen Söhnendesselben, den Herren von Hattonville und von Removille, die Befugnis,, den Na-men und das Wappen von Bourbon-Conti zu führen. Eine natürl. Tochter desPrinzen Ludwig von Bourbon -Conri war die Gräsin Gabrielle Louise vonMont-Cair-Zaim, geb. d. 26. Dec. 1762. Sie war Ritter des Ordens desheil. Geistes und der Ehrenlegion, und starb zu Paris , 63 I. alt, den 29. März

1825. Sie soll längere Zeit unter einem Dragonerregiment mit Auszeichnunggedient haben. Göthe hat den Stoff zu seiner „Eugenia, die natürliche Tochter^,aus der von jener Dame selbst aufgesetzten Lebensbeschreibung (1798) genommen.

<— die ..Iliütxnv,ln Ibiiirbninuün >'t llouibimz" von Coiffier Demoret

(Mitglied der Deputirtenkammer), Paris 1818, 2 Bde., und Achaintre's „IIi>l.rbroiivlogchne et grnr.ilDgstguc clr l.i inuGni rov. üc Ilonrbon", Paris 1821,2 Bde. (Die „Kein. icl.itiks ä 1.1 läinille ><>v. >Ie 1 i:>»ce >>c,ul.n>t >.1 >öe>>-Intioii. ,l'.i;irö>; I>: flnirnal etc. >1e lu l'iinocssi: cke ckumb.ille", Paris

1826, 2 Bde., sind unecht.) X.

Bourbon (Charles, Herzog von), oder der Connetable von Bourbon, ein

Sohn Gilbert's, Grasen von Monkpensier, und der Clara von Gonzaga, geb. 1489,empfing in seinem 26. H. von Franz !. das Schwert des Connetable. «tetS aufdem gefährlichsten Posten, trotzte er dem Tode mit einer Kaltblütigkeit, die seineWaffeugefähnen zur Bewunderung hinriß. Als Vieetönig von Mailand gewanner Aller Herzen durch Sanftmurh und Leutseligkeit. Nichts gebrach seinem Ruh-me, als eine Ungerechtigkeit seines Königs ihn Frankreich und seinen Pflichtenraubte, und das Haus Bourbon in eine Ungunst setzte, die bis zum Ende der Re-gierung Heinrichs lll. fortdauerte. Sei es nun, daß die Herzogin von Angoulmie,die Mutter Franz I. , wie einige Schriftsteller ihr vorwerfen, für den jungen Con-nekable eine Liebe gekaut hatte, deren Verschmähung sie nicht dulden konnte; sei es,daß sie, blos; von Habsucht verleitet, die Besitznngen Karls von Bourbon in An-spruch nahm und einen Proceß darüber gegen ihn gewann: genug, sie wollte eineförmliche Schenkung Ludwigs XU. umstoßen. Der Connetable, aufgebracht, sichseiner Güter durch die Mutter eines König? beraubt zu sehen, dem er nitt E-fer ge-wienr hatte, gab den Vorschlägen Gehör, welche ihm von Karl V. und dem Köingevon England gemacht wurde». Er erfuhr das Schicksal Aller, die zu fremden