Band 
Zweiter Band. Bo bis C.
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Bouterwek

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brachten Gradrinthestung. (S. Tompafi.) 2luch verficht man darunter eine ganzezu Winkelmessungen bestimmte Geräthschaft, worin die Boussole einen Haupttheilausmacht und gemeiniglich mit Dioptern am Nord'-und Südpole versehen ist.

Bouterwek (Friedrich), Hofrath, Pros. der Moralphilosophie zu Göt-lingen, Mitgl. mehrer gelehrten Gesellsch., verdienstvoll als akad. Lehrer wie alsSchriftsteller, geb.denlb. April 1766 zuHker, einem Hüttenwerke unweit Goslar ,fand in Gellert'S und Klopstock'S Schriften, später im Horaz , die erste Nahrung; aberdas Lesen von Romanen u. a. schöngeistigen Schriften brachte Verwirrung in die Be-griffe des Knaben, bis der regelmäßigere Unterricht, erst in der Martinsschule, dannin dem Earolinum zu Braunschweig , ihn an ernstere Beschäftigung und gründlichesStudium gewöhnte. Sein Plan, als RechtSgelehrter in den höhern Kreisen derbürgerlichen Gesellschaft zu glänzen, ward schon im zweiten Jahre seiner akadem.Laufbahn in Göktingen, nachdem er bereits als Verf. einer juristischen Preisschriftseinen Mitbewerbern den Vorrang abgelaufen hatte, durch die nähere Bekanntschaftniiteinigen Poesie liebenden Jünglingen erschüttert, in deren Unigange er s. Berufszur Dichtkunst inne zu werden glaubte. In dieser und der nächstfolgenden Zeit, dieder gereifte Mann später selbst für eine Periode jugendlicher Verirrung erklärte, ent-stand die Mehrzahl s. Gedichte und ein Roman,Graf Donamar " (3 Thle.,179193). B. verließ bereits 1787 Göttingen, fand aber weder in Hanover »och in Berlin , wohin ihn Gleim's Empfehlungen begleiteten, das Glück, das ersuchte. 1789 finden wir ihn zum zweiten Male, jetzt als Privatdocenten, in Göt-tingen . Kaum hatte er hier den oben genannten Roman vollendet, als das Gefühlder Unzulänglichkeit seiner bisherigen Bestrebungen ihn auf das Feld der Literatur-geschichte und Philosophie rief, denen er seit der Zeit, wennauch unter dem Einflüssewechselnder Grundsätze und mir verschiedenem Erfolge, doch immer mit gleichemEifer treu geblieben ist. Mit seinem Eintritte in die Reihen der Kant'schen Philoso-phen beginnt ein neuer Abschnitt in s. Leben, und als er 1796 nach einer Abwesen-heit von 2 Jahren nach Göttingen zurückkehrte, wurde ihm schon im nächsten Jahredie durch Fedt.'S Abgang erledigte außcrord. Professur der Philosophie übertragen.Fehlte es ihm auch an Selbständigkeit und Tiefe, um Schöpfer eines neuen, halt-baren philosophischen Systems zu werden, so gelang es ihm doch oft, vorhandeneLehrmeinungen zu erläutern oder unter neuen Gesichtspunkten zusammenzufassen.Sein philos. Streben hatte bei Kant begonnen und fand in Iacobi seine Endschaft.DieIdee einer Apodiktik", die 1799alS ein Beitrag zur Selbstverfländigung desMenscben und zur Entscheidung des Streits über Metaphysik, kritische Philosophieund Skepticismus in 2 Bdn. erschien und später durch dasLehrb. der Philosoph.Wissenschaften" (2 Thle., 1813, 2. Aufl. 1820) und dieReligion der Vernunft"(Gölt. 1824) vervollständigt ward, war die unmittelbare Frucht der nähern Be-kannschaft ihres Vfs. mit der philos. Anficht Fr. H. Iacobi's. Hier sowol als ins.Ästhetik" (2 Thle., 1806) hatte er es mit mächtigen Gegnern zu thun; undmußte er auch in diesem Kampfe gegen Ideen, die die Zeit bewegten, den Kürzernziehen, so gereicht es ihm mindestens zum Ruhme, trotz aller Verunglimpfungeneiner zahlreichen Schule, dem redlichen Weiterforschen nie entsagt zu haben, wie f.jüngsten Schriften, namentlich die in den Principien umgearbeitete AuSg. s.Ästhe-tik" (1815, 3. 'Aufl. 1824 fg., 2 Thle.) beweisen. Ein bleibendes Verdienst erwarbsich B. seit 1801 durch s.Gesch. der neuern Poesie undBercdtsamkeit" (12 Bde.):ein Werk, das, obwol in einzelnen Theilen ungleich bearbeitet und in einzelnen Punk-ten, zumal in den ersten Bänden, einseitig und oberflächlich, dennoch bei der sorgfäl-tigern Bearbeitung der spätern Abtheilungen, sowie überhaupt als reiche Samm-lung brauchbarer Notizen und selbstgewonncner Urtheile und Ansichten, zu demBesten gehört, was die deutsche Literatur in dieser Gattung auszuweisen hat. SeineGesch. der span. Poesie und Bercdtsamkeit" erschien ms Span , übersetzt unk sehr