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Byzantinische Schriftsteller
Italien die Kunst im Verfall war (vorzüglich im 9. Jahrh.), wurde die Maserkunstvon den Griechen noch am meisten getrieben, welche, durch die Bilderzcrstörungenvertrieben, sie nach Italien und andern Ländern verbreiteten und mit ihr die gehei-ligten Orte ausschmückten. Hierher gehören auch viele Malereien in alte» Missal-büehern, z. B. in denen, welche Kaiser Heinrich dem bambergcr Dom geschenkt,und die sich jetzt zu München befinden. so wurde die neugriechische oder byzantini-sche -schule die Mutter der alkitalienischen und der uiederrheinischen, welche der deut-schen Schule vorherging. Die Verwandtschaft beider zeigt sich auch in der Ähnlich-keit der italienischen Bilder mit denen aus der niederrheinischen Schule. Nach Ita-lien kamen, der gewöhnlichen Annahme zufolge, im 12. Jahrh, mehre griechischeKünstler, welche die Kirchen zu Venedig und Florenz mit ihren Werken aus-schmückten. An ihren Styl schloffen sich die italienischen Künstler an und grün-deten im 13. Jahrh, eine Kunst-und Malerschule (s. Italienische Kunst),welche sich mit nationeller Eigenthümlichkeit in treuer Auffassung schöner Wirklich-keit etitwich.lre. Die meterrheuiische Malerschule aber, welche auch die altkölm-sche genannt wird, weil sie vom Anfange des 11. bis zum Anfange des 15. Jahrh,in dem aliberuhmien Köln vorzüglich blühte, scheint sich weit strenger als dieitalienische an die byzantinische Form gehalten zu haben, von welcher man noch inder spätern deutschen Malerei Spuren in jener symmetrischen und pyramidalischenAnordnung der Gegenstände, in Schmuck und prachtvoller Verzierung, wohinauchder Goldgrund gehört, und in den anliegenden Gewändern wahrnimmt. Aber siehob aucb die heiligen Gegenstände in ein ihnen eigenthümliches Gebiet. Die Samm-lung derBrüderBoisserüe (s. d.), welche die herrlichsten Werke dieser Schule auf-bewahrt, gibt dazu sichtbare Belege. Erst Ioh.v. Eyk war es , der die lebendigeIndividualität treu ergriff und sich von der Allgemeinheit neugriechischer Darstel-lung, und der in der altrömischen Schule herrschenden Idealität der Auffassungentferntez mit ihm beginnt schon die bürgerliche und häusliche Auffassung derheiligen Gegenstände, welche unter seinen Nachfolgern herrschend ward. — Nochfehlen uns genauere Nachrichten über den historischen Zusammenhang dieser nie-derrheinischeu, sowie der alkitalienischen Schule mit der byzantinischen Kunst.Über die frühern Zeiten der byzantinischen Kunst vgl. m. Seroup d'Agincourl'S„llGinro >Io läut p.-,r lon ,nonn»X'n,>i ch'pnis 5?> iläo.-xlonoe au 1 lino .-iiöolo
jurgu'?» run roncmvcllemcut . 1 » IkxxO (Baris 1810, Fol.). 44.
B y z a n t I n i s ch e S ch r i f t st e l l e r, eine Reihe griechischer Schrift-steller, deren Werke die Geschichte deSgriechisch-römischen Kaiserthums vom 4. Jahrh,nach Cbr. an bis zur Eroberung Konstantinopels durch die Türken, und selbst nochdie türkische Geschichte bis zum Ende des 1k. Jahrh, betreffen. Man bemerkt andiesen Schriftstellern alle Mangel einer immer mehr entarteten Zeit, aber auch nochdie Reste älterer trefflicher Einrichtungen, die sich durch den Verfall der geselligenOrdnung und durch die verwildernde Sprache durchführen lassen. Sie sind dievornehmste und reichhaltigste, wenn auch nicht die einzige Quelle der Geschichte dessich auflösenden Römerreichs, sowie denn eine Charakteristik der heutigen Griechenwol nur Dem ganz gelingen könnte, der sich mit diesen Byzantinern, etwa wied'Anse de Villoisou, vertraut gemacht hätte. Außerdem enthalten sie nie genugzu beachtenden Stoff für den Geschichtschreiber der Völkerwanderung überhaupt,und des neuen Völkersvstems, das sich durch sie im nördlichen Asien und in Europa bildete, sowie für den Forscher der christlichen Kirchengeschichte. In einer eignenSammlung, die in Paris veranstaltet wurde („<K» ,,u5 so, i>>lor»i» Iiirtm lae 8^--» >o", Paris , königl. Druckerei, 1645-—1702, 23 Thle.), nachgedruckt zuVenedig , mit veränderter Folge der Autoren, 1729—33, welche beide jedoch sel-ten vollständig in den Bibliotheken angetroffen werden, findet man diese leider vielzu wenig bekannten Schriftsielle'r beisammen, um deren Erklärung sich mehre franz.