Band 
Zweiter Band. Bo bis C.
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Caille

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er seine Dreiecke über die Hauptberge von Auvergne aus, um mir dem Meridianeine neue, bei Rom gemessene Basis in Verbindung zu bringen. Er wollte sich durchdiese Abschweifung ein Mittel mehr verschaffen, um die Zweifel über die von Picard1669 gemessene Basis von Iuvify aufzuklären. Er hatte wahrgenommen und ge-zeigt, daß diese Basis um ei» Tausendtheil zu lang sei, woraus folgte, daß die ToisePicard'S wenigstens um I Linie kürzer sei, als die Toise der Akademie. Diese solange bestl ittcne Behauptung La C.'S ward jetzt außer Zweifel gesetzt. Während s.Abwesenheit und in Folge s. Rufs zum Pros. der Mathematik am Collegium Ma-zariir wurde die Fortsetzung der MinagSlmie in dem n'ordl. Theile bis zum Herbstverzögert. La C. beendigte sie i» einige» Monaten, während welcher er noch 2 Ba-sen maß und zu Paris und Dünkirchen astronomische Beobachtungen machte. Nachs. Rückkehr ging er an die Berechnungen, die eine so lange Arbeit nach sich zog, unddurch die Vergleichung der verschiedenen Bogen, die er gemessen hatte, zeigte er, daßvom Äquator nach dem Pol zu die Arade wachsen: ein Ergebmß, das dem aus deralten Messung gezogenen gerade entgegenlief. Seine geometrischen, Mechanist! e»,astronomischen und optischen Abhandlungen, die sich in wenig Jahren folgten, be-weise», mir welchem Fleiße er s. Amt als Professor verwaltete; s.Ephemersten"und die zahlreichen und wichtigen Memoiren, die er der Akademie der Wissenschaf-ten übergab, s.BcrechnungenderFinsternisse auf 1800 ^.ahre, in der ersten AuSg.des4rl (l< verilir, lo.-i >!.>!>.-»", beweisen, mit welchem Eifer er s. astronomischenArbeiten fortsetzte. Er hatte die Berichtigung der Sternverzeichnisse unternommenund wählte dazu die Methode der corrcspondirenden Höhen. 11-16 war er im Besitzeiner eigens für ihn eingerichtete» Sternwarte auf dem Collegium Mazarin. Treuder mühsamen Methode, der er den Vorzug gebe» zu müssen geglaubt hatte, brachteLa C. 14 Zahre lang seine Tage und Nächte zu, die Sonne, die Planeten und be-sonders die Sterne zu beobachten, um die astronomischen Verzeichnisse und Tafelnzu berichtigen. Man hatte ihm die beiden sechsfüßigen Sectoren überlassen, womiter den Meridian von Frankreich berichtigt hatte. Begierig, die niemals über demHorizont von Paris erscheinenden Sterne der südl. Hemisphäre kennen zu lernen,entwarf er den Plan zu einer Reise nach dem Cap ; er sah zugleich, welchen Nutzener aus dieser Ortsveränderung für die Bestimmung der Parallaxe des Mondes, derVenus und des Mars , und für die Strahlenbrechung ziehen könnte. Lalande is. d.),damals 19 I. alt, wurde zur Ausführung der damit in Verbindung stehenden Mes-sungen gleichzeitig nachBerlin geschickt, welches mit dem Cap untereinerlei Meri-dian liegt. Diese astronomische Unternehmung kostete 4jährige Reisen und Arbeiten.Aber es gelang La C in 12lNächten die «Stellungvon ungefähr 10,000 Sternenmit einer bewunderungswürdigen Genauigkeit zu bestimmen. Da seine Abreisevom Cap sich verzögerte, benutzte er die Zwischenzeit, in der Si'idzone eine» Grad zumessen. Auch nahm er noch auf Befehl der Regierung eine genaue Charte von Zslede France und der Znsel Bourbon aus, welches kurz vorher von dem berühmtenSeefahrer d'Apr- S ebenfalls geschehen war. Nach s. Rückkehr beschäftigte er sichaufs neue anhaltend, die verschiedenen, für das Problem der Längen (s. Längen,geogr.) vorgeschlagenen Methoden zu vergleichen. Er wäblte dafür die Abstände desMondes von der L-onne oder den Gestirnen, zeigte die Vortheile dieser Methodeund schlug eine späterhin allgemein angenommene Art von nautischem Almanachvor. Für die wenig unterrichteten Seefahrer gab er sinnreiche graphische Hülfs-mittel an, wodurch sie auf eine leichte Weise mit einer Methode vertraut gemachtwurden, die sie durch die Länge der Berechnungen abschrecke» mußte. In ununter-brochener Thätigkeit theilte La C. seine Zeit zwischen s. Observatorium, s. Rech-nungen, s. Pflichten als Akademiker und Professor, und der Herausgabe seinerverschiedenen Werke. Es erschienen jetzt s. Sonnenkafeln, s.äiiroin.mstr Om-clainenla nuvi^iin» solis ct Ltelluiuin oWcrvat.>bil," (PariS 1151,4.), die

Cviivel'sa'ioiis »Lexicon. Bd. II. 24