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Casskodor
stakt der Eide bekannt. Bei der ersten 1669 begönnerten Messung glaubte man,die Grade des Meridians nach Norden kürzer zu finden als nach «üben, und manschloß daraus auf eine stärkere Krümmung der Erde nach den Polen zu. (S. Abiplattung.) C., der 1701 die Messung mit s. Vater bis Collioure und 1718bisDünkirchen fortgesetzt hatte, gab bei dieser Gelegenheit sein diese Behauptungenthaltendes Werk „I)c !a --raixlenr et cl« In tiguie >1« In lere,'" heraus. AlleAnhänger des Newton'schen Systems widersprachen einem Resultat, das demGrundsätze der Anziehung und der Umwälzung der Erde um ihre A.re entgegenwar. Man warf ein, der gemessene Bogen, obwol er ungefähr 9 Grade betrug,sei niebt groß genug, um mit Sicherheit darauf fußen zu können. Ludwig VV.befahl hierauf, die Grade des Meridians unter dem Äquator und in der Nahe desPols zu messen; aber um die Ausgabe noch unmittelbarer zu lösen, wurde die Ada-,demie 1733 beauftragt, die Länge von ganz Frankreich, von Brest bis-strasburg,zu messen. C. leitete diese Arbeit und verfiel dabei in einige Irrthümer, welcheder Mangelhastigkeit der Instrumente der frühern Beobachter, denen er zu viel ge-folgt war, zuzuschreiben sind. Er starb auf seinem Landgute zu Thurv 1756. 'Äu-ßer oben genanntem Werke besitzen wir von ihm „Llöineusclastruiiooiie" (Paris 1740, 4., lat. durch Hell in Wien ), wozu die ebendas. erschienenen „'lables aste."als Fortsetzung gehören. Wegen ausführlichen biogr. Notizen vergl. die Lln^oin den „»ein. cle n.icl." 8) Cassini de Thury (Cesar Franeois), desVorigen Sohn, geb. den 14. Juni 1714, war noch nicht 22 Jahre alt, als er indie Akademie der Wissenschaften trat. Die Sammlungen derselben enthaltenviele Abhandlungen von ihm; aber seinen ganzen Fleiß beschäftigte ein größeresWerk. Man hatte den Plan gemacht, Frankreich geometrisch zu vermessen; Cas-sini erweiterte ihn dahin.,, ganz Frankreich topographisch aufzunehmen, auf dieseWeise den Abstand aller Drter von dem Meridian von Pm'is und demPerpendicu-larkreis dieses Meridians zu bestimmen. Nie hatte man eine größere und für dieGeographie nützlichere Arbeit unternommen. Als 1756 die Unterstützung auf-hörte, welche die Regierung dazu verwilligt hatte, trat auf C.'s Antrieb eine Ge-sellschaft zusammen, welche die Kosten vorschoß und ihre Vorschüsse aus dem Ver-kaufe der Charten wieder erhielt, sodaß es ihm gelang, fast die völlige Beendigungdieser Arbeit zu erleben. Er starb 1784 und hinterließ, außer Zusätzen zu seinesVaters „'kable; astco».", mehre auf seine große topographische Unternehmungbezügliche Schriften. 4) Jacques Dominique (Graf), des VorigenSohn, geb. zu Paris 1740, Director der dortigen Sternwarte und Mitglied derAkademie der Wissenschaften, nahm Theil an der Grenzregulirung der einzelnenDepartements und ist neben seinen mathematischen Kenntnissen im Verwaltungs-fache sehr kundig. 1789 fg. übergab C. der Nationalversammlung die „Oartvtopogiajibigue clc; IVsuee" in 180 Bl. (setzt mit der „Lul le Nasse, xblage clesti'iangü's" 182); das Ganze bedeckt eine O.uadratfläche von 33 F. Höhe und34 F. Breite. Die ersten Bl. enthielten die Umgegend von Paris ; scharfe Abzügedavon sind wegen des starken Absatzes setzt selten. Der sogen. „4t!as national"ist eme Redaction desselben auf 1 des Maßstabes, besorgt von Dumey n. a. In-genieurs, seit 1791; außerdem gibt es noch eine Redaction auf 1 des Maßstabesin 24 Bl. 1793 wurde C. vom Revolutionstribunal als Gegner der Republik verhaftet; er rettete sein Leben, verlor aber die Kupferplatten der Charte vonFrankreich , die 4 Mill. Franken gekostet hatten.
Cassiodor (MagnuS Aurelius CassiodoruS), ein gelehrter Römer unterder Hstgüthen Herrschaft, beförderte die Erhaltung wissenschaftlicher Erkenntnisse.Er war zu Zguilaci (Aquiliacum) 480 n. Chr., nach And. 470 geb., bekleidetemehre StaatSämtev in Rom und wurde Secretair des-OstgothenkönigS Theodorich,zog sich aber 537 freiwillig in die Einsamkeit eines von ihm erbauten Klosters,