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Circcnsische Spiele
richtigte Ulysses von dem Vorfalle. Dieser ging nun selbst gerüstet ans Sand, umseine Gefährten zu befreien. Unterwegs begegnete ihm Mercur, lehrte ihn, wie ersich vor dem Zauber verwahren solle, und gab ihm die Pflanze Moly, als Mittel,seine Gefährten zu befreien. Wo ausgerüstet erschien er bei der Circe , deren Tränkebei ihm wirkungslos bleiben. Dem Rathe Mercur's zufolge rannte er sodann mirseinem Schwerte auf sie los, als wolle er sie todten, und zwang sie, ihm mit heili-gen Eiden zu schwören, daß sie ihm kein Leid zufügen und seine Gefährten befreienwoll e. Ulysses verweilte nun bei ihr ein ganzes Jahr und zeugte mit ihr 2 Söhne,den Adrius oder AgriuS und den LatinuS. Vor seiner Abreise eröffnete sie ihm,daß «r, um glücklich nach Hause zu kommen, zuvor in die Unterwelt gehen und denTiresias um Rath fragen müsse.
Circe n fische Spiele, so genannt von dem Circus (s. d.), vornehm»lick> dem Circus mapimus, wo sie gehalten wurden. Schon Romulus feierte der-gb ichen dem Peptun zu Ehren. In der Folge stieg durch den Wetteifer derÄdilendie Pracht dabei immer höher; unter den Kaisern erreichte sie den Gipfel. Die vor»nekmisten circensifchen Spiele waren die lucki ro„>.iui oder auch, von einem
Beinamen der Cybele, niox^Ieiiüe,, welche vom 4. bis 14. Sept. den sogenann-ten großen Göttern zu Ehren gefeiert wurden. Wie leidenschaftlich das Volk dieseSz iele liebte, beweist der Ausruf, der feine zwei größten Bedürfnisse umfaßt:k-> ic-m et (urcvilseg (Brotund circensische Spiele)! Das Fest eröffnete ein glän-zen der Aufzug. Nachdem die Bildsäulen der großen Götter nach dem Tempel desHu oiter aus dem capitolinischen Berge gebracht worden, ging der Zug von diesemTei apel über das Forum und Velabrum in den Circus maximus . Die höchste obrig-keitliche Person führte den Zug an. Voraus wurde das Bild der geflügelten Glücks»gött n (Fortuna alata) getragen. Dann kamen die Bilder des Jupiter , der Juno,Minerva, des Neptun, der Ceres, des Apollo, der Diana, und, nach JuliusCäsa r's Tode, auch das Bild dieses vergötterten Römers, in der Folge vielleichtauch die Bilder der vergötterten Kaiser, auf bedeckten prächtigen Wagen, welchevon Pferden oder Maulthieren, Hirschen , Rehen, Kameelen, Elefanten, auchwol von Löwen , Panthern oder Tigern gezogen wurden. Dem prächtigen Götter-zuge folgten Reihen von Knaben, die ihre Väter oder Mütter verloren hatten, undwelcl-e die beim Wettrennen zu gebrauchenden Pferde leiteten. Ihnen folgten dieSöhne der Patrizier von 15—1K I., bewaffnet, theils zu Pferde, theils zu Fuß.Dann kamen die Obrigkeiten der Stadt; den Beschluß machten der Senat und dieSöh ne der Ritter zu Pferd und zu Fuß. Jetzt folgten die zum Wettfahren undWe> tlaufen bestimmten Wagen und Pferde und die verschiedenen Arten der Fech-ter, als Faustkämpfer, Ringer, Läufer, alle, bis auf eine Bedeckung um die Hüf-ten, nackt. An diesen Zug schlössen sich tanzende Männer, Jünglinge und Kna-ben, nach dem Alter in Reihen geordnet. Sie trugen violette Kleider, einen mes-singenen Gürtel, Schwerter und kurze Spieße, und die Männer noch überdiesHelme. Jeder Abtheilung ging ein Mann voraus, der die Wendungen desTan-zeS angab; die musikalische Begleitung folgte, und dieser schloß sich ein Haufe,als Silene und Satyrn gekleideter Personen an, welche, mit großen Blumenge-hängen in den Händen, allerlei scherzhafte Tänze ausführten und wieder eine Ge-sellschaft von Musikanten hinter sich hatten. Der ausgelassenen Freude folgte jetztdas Heilige. Zuerst kamen die Camilli, Knaben, welche die Priester beim Opferbedienten, dann die Opferdiener, nach diesen die HaruspiceS mit ihren Opfer-messern, und die Opferschlächter, welche die geschmückten Thiere zum Altar füdrten;die verschiedenen Priesterschaften mit ihren Dienern; zuerst der Oberpriester (Pon-tifep mapimus) und die übrigen Pontisices, dann die Flamines, darauf die Angurn,die Quindecimvirn mit den sibyllinischen Büchern, die vestalischen Jungstauen,dann die übrigen geringern Priesterorden nach ihrem Range. Den Beschluß machte