Circulatlonsbank
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schieht, so hat dieses Geld hingereicht, um dem Fabrikanten den Waarenwerth,welcher dieser Geldsumme gleich ist, k Mal zu bezahlen, nicht zu rechnen, wasmit diesen Geldstücken in der Zwischenzeit eingetauscht wird. Die Größe oder derUnifang der Circulation hängt von der Quantität und Qualität (Werth) der um:gesetzten Waaren ab. Es ist aber zu dem Umsatz einer gleichen O.uantität gleichwerthvoller Waaren nicht eben auch eine gleiche Quantität Geld nothwendig, son:dei n es kann die Geldmasse, worin eine gleiche Quantität Waaren umgesetzt wird,in verschiedenen Ländern und unter verschiedenen Umständen sehr verschieden undbald größer bald kleiner sein. Dieses hängt theils von der Schnelligkeit, theils vondem Credit ab. Da nämlich mit einem und demselben Geldstücke nach einander vieleWaaren umgesetzt werden können, auch viele Umsätze gar nicht mit Gelde, sondemdurch bloßen Credit bewirkt werden, so wird ein Land, in welchem das Geld nielange müßig ruht, sondern stets aus den Händen forteilt, um wieder angewandt zuwerden, und wo der Credit die Kraft des baaren Geldes hat und oft zur Zahlungdient, viel weniger baareS Geld zum Umsatz gleicher Waarenwerthe nöthig habenals ein andres Land, wo die Circulation langsam von statten geht und der Credit schwach ist. So hat z. B. Rußland eine viel größere Quantität Geld zum Umsähegleicher Werthe von Waaren nöthig als England, weil dort dieKaufleute ihre Geld-einnahmen sammeln und mehre Monate liegen lassen müssen, ehe sie wieder Waa-ren dafür einkaufen können, und die Waaren einen langen Weg durchwandern, ehesie zu denConsumenten gelangen; hier aber Zeder, der Geld einnimmt, fast in dem-selben Augenblicke wieder Gelegenheit findet, solches anzulegen, und aus den Maga-zinen der Waarenvorräthe der Abzug ununterbrochen fortdauert; weil in Rußland durch Credit wenig geschieht, während er in England von der größten stärke undvon dem ausgedehntesten Umfange ist. Wenn indessen die Circulation in solchenDingen besteht, wobei der Eine nur so viel gewinnt, als der Andre verliert, so isteine solche vielmehr schädlich als nützlich für den Nationalreichthum. Dieses istz. B. der Fall 1) beim Spiel, wo zwar das Geld aus einer Tasche in die andregeht, aber Der, welcher es weggibt, nichts Nützliches dafür wiederbekommt. Diesesist 2) der Fall bei dem Handel mit StaatSpapieren. Ihr Werth besteht in der Rente,welche sie tragen. Bleibt nun diese Rente unverändert, und der Inhaber verkauftdiese Papiere unter Dem, was sie ihm gekostet haben, so verliert der Verkäufer;aber der Schuldschein bringt deßhalb dem Käufer nicht mehr, als er dem Ver-käufer gebracht hat, der Nationalreichthum gewinnt also dabei gar Nichts.Da aber doch ein großes Capital auf den Umsatz dieser Schuldscheine gewandtwird, und dieser Umsatz der Nation im Ganzen durchaus keinen Vortheil bringt,so geht dadurch wenigstens der Nutzen verloren, der entstehen würde, wenn die-ses Capital auf fruchtbare Arbeit angelegt würde.
C i r c u l a t i o n s b a n k. Ihr Zweck ist, Banknoten auszugeben, welchedie Stelle des baaren Geldes im Verkehr vertrete». Dergleichen Noten lauten ge-meiniglich auf den Werth einer LandeSinünze und gelten mehr oder weniger Einhei-ten derselben. Sie heißt auch Zettel dank. Die größte dieser Art ist die londoner,jedoch hat sie nebenbei noch andre Bestimmungen. Die kleinsten Noten der londo-ner Bank lauteten sonst auf 5 Pfund St.; in den spätern Zeiten aber hat sie auch2 und ein Pfundnoten ausgegeben. Eine andre große Zettelbank befindet sich inRußland , welche die kleinsten Zettel auf 5 Rubel lautend ausgibt, aber auchdergleichen zu 10, 25, 50 und 100 Rubel in Circulation setzt. Auf gleiche Weisegibt die östreichische Bank Zettel aus, die bis zu einem Gulden herunter gehen.Die schwedischen und dänischen Banken haben »och kleinere Zettel in den Umlaufgebracht. Die Zettelbanken schaffen ihren Noten dadurch Credit , daß sie verspre-chen. dieselben gegen baares Geld auszuwechseln, sobald die Inhaber es verlangen.Hält nun die Bank pünktlich Wort, so gelten ihre Noten dem baaren Gelde gleich.