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Zweiter Band. Bo bis C.
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Ciselirkunsi Cisicrcienser

zogthum Modena, das Fürstcnth. Massa und Carrara und die 3 päpstlichen Lega-klonen Bologna , Ferrara niik Vöesola und Roinagna. Am 22. Oct. d. I. wurdenauch die nach Graubünden gehörenden Lander Veltlin, Worms und Cläven dazugeschlagen, svdaß die neue in 10 Deport, eingetheilke Republik 711 IHM. mit3; Mill. Menschen enthielt. Der Sitz der gesetzgebenden Versammlung (Nach derAlten von 80, und der größere von 160 Mitgl.) und der Regierung (Direktorium)war Mailand. Die Kriegsmacht (st anz. Truppen im Solde der Republik ) bestandauö20,000M. An Frankreich wurde sie, im März 1788, durch ein Trutz-- undSchuhbündniß und einen Handelsvertrag noch fester geknüpft. Als im März 1799der Krieg von neuem zwischen Östreich und Frankreich ausbrach, wurde sie zwardurch die Siege der Ostreiches und Rüsten aufgelöst, allein bald durch Bonaparte'sSieg bei Marengo (14. Juni 1800) wiederhergestellt. Die Republik erhielt nuneine Staatsverwaltung (Consulta) von 50 und einem Bollziehungsrakh (Governo)von 9 Mitgl.; auch wurde sie am 6 Sept. durch die Landschaften Novarese undTortonese vergrößert und in dem Frieden zu Luneville (9. Febr. 1801) von Östreichaufs neue anerkannt. Am 25. Jan. 1802 nahm sie den Namen ItalienischeRepublik an, und erwählte Bonaparte zu ihrem Präsidenten und Franz Melzid'Erile zum Vieepräsidenten. Sie wurde darauf in 13 Deport, eingetheilt; alleinschon 1803 (17. März) übertrug eine Deputation der italienischen Republik demfranz. K aiser die Würde eines Königsvon Italien . (Vgl. Italie».)

st i se l i r k u n st, s. Silberarbeiter.

Cisp latana mit Montev ideo, s. d., Paraguay u. Platarcpublik.

Cisrhenanische Republik . Da bereits eine cisalpinische und eineligurische Republik entstanden waren, und man in jenem Zeitpunkte (1797) dierepublik . Regierungsform für die vollkommenste hielt, so suchte die Schwärmereipolitischer Clubbiste» auch einzelne Städte in Republiken umzuschaffen. Mebream Rhein gelegene Städte, namentlich Köln, Aachen, Bonn , erklärten sich daherunter stanz. Schutze für unabhängig unk proclamirten sich im Sept. 1797 alseine cisrhenanische Republik . Da jedoch in dem Frieden zu stampo-.Formio (17.Oct. 1797) die Abtretung des linken Rheinufers an Frankreich als geheimer Artikelbestimmt wurde, mithin die cisrhenanische Republik ohnehin an Frankreich siel, soist diese cisrhenanische stonföderation kaum dem Namen nach bekannt geworden.

Cistercienscr, ein geistl. Orden, der von seinem Stammklcster stüeauxunweit Dijon , wo er 1099 entstand, diesen Namen führt. Durch die Thätigkeitdes heil.Bernhard von stlairvaup (s. d.) war er 100 Jahre nach seiner Ei»-stehung schon zu 800 reichen Abteien in verschiedenen Ländern Europas arigewaeb-sen. Die Cistercienscr widmeten sich nur dem beschaulichen Leben; ihre Regel schriebeine sehr anstrengende Klosterandacht und Kasteiung vor. Sie wußten sich Be-freiung von der bischöflichen Aufsicht zu verschaffen und bildeten einen aristokratisch-republikanischen Mönchsstaat. Ein hoher Rath, der aus dem Abte zu stiteau.r,als General-Obern, den Äbten zu stlawvaux, La Ferte, Pontigni und Mori-mond (sämmtlich in Frankreich ) und 20 andern Definitoren bestand und den.an-fangs jährlich, später in jedem dritten Jahre gehaltenen Geueralcapiteln der Äbteund Prioren aller stistercienserklöster verantwortlich war, regierte sie unter unmit-telbarer Oberaufsicht des Papstes. In Frankreich nannten sie sich, aus Achtung ge-gen den heil. Bernhard, Bernhardiner. Unter den von ihnen ausgegangenenBrüderschaften waren die Barfüßer oder Feuillanö (s. d.) und die NonnenvonPortroyal(s. d.) in Frankreich , die Recollectinnen (verbesserte Cistercienserin-nen) in Spanien und die Mönche von La Trappe (s. Trapp isten) die merkwürdig-sten. Reichthum u. Unthätigkeit brachten diesen mächtigen Orden in Verfall. VieleKlöster gingen schon vor der Reformation, noch mehre nach derselben, theils vonselbst ein, theils in andre Hände über. Das allgemeine Schicksal der geistl. Orden