Band 
Zweiter Band. Bo bis C.
Seite
789
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Compn'ssibilität Compronüß 189

Punkts. Hierüber belehrt Gottfr. Wcber's ..Versuch einer geordneten Th-orie derTonsetzkunst" (2. A., 1 Bde., Äkainz 182;). Mit diesen zur Composition noth-,wendigen kbeoretischen Fächern, welcbe die Kunst, sich harmonisch richtig und mitMannigfaltigkeit auszudrücken, lehren, aber über die eigentlichen Mittel ü>r Er-reichung des Zweckes der Composition sehr wenig enthalten, ist zwar sehr viel, aberbei weitem noch nichtAlleS gethan. Die hier noch einschlagenden, wissenschaftlichenTheile müssen aus sehr entlegenen Gebieten zusammengetragen werden. So istz. D. für die Composition des Gesanges nothwendig: vollkommene Kenntniß derSprache überhaupt, Richtigkeit der Begriffe von Accent, Deklamation:c.; in Be-ziehung auf Instrumentalmusik: Kenntniß der Natur und Wirkung jedes Instru-ments, von dem man Gebrauch machen will, dessen Temperatur, Umfang von Tö-nen, Verhältnisse seiner Tonarten gegen die übrigen ic. So kräftig nun diese Kennt-nisse und Hülfsmittel in Vereinigung mit jenen wirken können, so ertheilen sie docheinem Tonstucke immer noch nicht Seele und Charakter. Diese werden nur durchnatürliche Talente erreicht, und diese bestehen hauptsächlich in einem feinen und rich-tige» Gefühle, einer feurigen Einbildungskraft und in Geschmeidigkeit des Charak-ters, sich in den und jenen Affect mit Leichtigkeit versehen zu könne». Um dieses Letz-ter» aber in Beziehung auf glückliche Übertragung derselben fähig zu sein, müssendiese Affecte schon in der Seele des Componisten gelegen haben und nur durch dengegenwärtigen Fall angefacht worden sein; und will man dieses wiederum anneh-men, so setzt es eine schon im frühern Alter gehabte Bildung, zweckmäßigen Um-gang und Vertrautheit mit mannigfaltigen S ituatioen aus der sittlichen Well vor-aus. — Häufig wird auch Composition ein Tonstück selbst genannt.

C o m p r e ssi b i l i tä t, diejenige Eigenschaft der Körper, vermöge welchersie sich durch hinlängliche Kraft bei unverringerter Masse in einen engern Raumbringen lassen. Dies kann nur geschehen, wenn die Bestandtheile eines Körpers imgewöhnlichen Zustande einander nicht so nahe sind, als sie sein können. Da nun alleKörper Zwischenräunie haben, in welche fremde Materien eindringen können, so istwahrscheinlich, daß alle Körper compressibel sind, obgleich einige, namentlich dietropfbarflüssigen, der Compression einen fast unüberwindlichen Widerstand entge-gensetzen. Die Körper, die in ihren vorigen Raum zurückkehren, wenn der Druckaufhört, heißen elastisch, diejenigen, bei denen dies nicht der Fall ist, weich.

Compressionsmaschine, eine Vorrichtung, durch welche elastische,flüssige Materien zusammengedrückt oder verdichtet werden können. Dergleichen istz. B. eine mit Hähnen versehene Luftpumpe, durch welche man die Luft unter festverschlossenen Gefäßen verdichten kann. Es gibt aber auch Maschinen zurCompres-sion tropfbarer Flüssigkeiten, z. B. des Wassers, von denen Ab ick, kürzlich eine er-funden hat. Diese besteht aus einem metallenen Cylinder, der 21 Zoll 5- ? Linienhoch ist und 3 Zoll 7- Linien im Durchmesser hält. Die Dicke seiner Wände beträgt1 Zoll 21 Linien. Dieser Cylinder wird mit Wasser gefüllt, und ein eiserner, mit Le-der umlegter und genau passender Stempel hineingetrieben. Zu diesem Hineintrei-ben bediente man sich zuerst einer Schraube, aber hernach wurde, zur bessern Be-stimmung der Kraft, ein Hebel vorgeschlagen, der den Stempel niederdrückt. Einan dem -Stempel befindliches.Merkmal zeigt durch seinen Abstand von einer amCylinder befestigten Querleiste, wie weit der Stempel hinein- und bei nachlassen-der Kraft wieder herausgetrieben wird. S. Zimmermann, „Über die Elasticität desWassers" (Leipz. 1779); Parkes und Pfaff haben nach diesen Einrichtungen einesolche Maschine angegeben. Die neuesten Versuche über die Zusanmiendrückbarkeitdes Wassers verdanken wir Örsted. S. dessen Abhandl. sammt der Beschreib, sei-nes Apparates in den ,„ä,,»i>le!> ,le Wiiine St <Io zilivsigue", 22 Bd., S. 192.

Compromiß heißt die Übereinkunft streitender Personen über die Art, wiesie ihren Streit ausmachen wollen (z. B.^Abkürzung der Fristen, Abschneidung der