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Cuba
Crusade
konnte. Sein ganzes Leben gehörte den Kunstschätzen, die er vereinigt halte, undden Künstlern, die sie zu benutzen wünschten. Von der Menge der Gemälde (einKatalog über dieGemälde erschien 1755) und Handzeichnungen, die er besaß, kannman sich eine Vorstellung durch das „Lob'inet cle lüorat" (Par. 1729, Fol.) ma-chen, von dem aber nur der 1. Theil (140 Kups.) ganz vollendet ist. Dann gab er40 Kups. ohne Text, als zweite Hälfte des 1. BdS., obgleich weit mehre vollendetda lagen, die später durch Mariette (1792,2 Bde., Fol.) und durch Basan ins Pu-blicum kamen. Die Handzeichnungen machten mehr als 19,000 Stück aus; erhatte auf sie über 450,000 Livreö verwandt. Während der 60 Jahre, die er daransammelte, wurde in ganz Europa kein Eabinet verkauft, das nicht theilweise in dasseine überging. C. war für die Bereicherung desselben 1714 selbst in Italien gewe-sen, und jährlich kam Corn. Vermeulen von Antwerpen nach Paris , um ihm zuzu-führen, was die Niederlande hergegeben halten. Einige bedeutende Sammlungenmachte man ihm zum Geschenke. Ebenso bedeutend war s. rammst von Antiken,Skulpturen, besonders geschnittenen Steinen. Sie beließen sich auf etwa 1400.Durch eine Beschreibung, die Mariette davon gab, als sie in den Besitz des Herzogsv. OrleanS gekommen waren (1742), ward dieser Schatz, der sich gegenwärtig zuPetersburg befindet, erst recht bekannt. Nach T.'s Tode (1740) kamen s. Samm-lungen als ein Vermächtnis; an s. Bruder, den Marquis du Thäte!. Mariette'S„I)esoiiz>lic>i> »o»ii»aiio cle» colleuliiiu; üu 51. (ün7,.it, aveu <I<ü rüllexiniis»ur I-i monier,' <Ie üe^xiner cle- >» ineipaux rnoilic;" (Parig 1741) ist düS Ein-zige, was uns über dieses prächtige Museum jetzt noch Nachricht gibt.
Crusade, eine portugiesische Münze, wovon die alten (400 Rees betra-gend) Goldmünzen sind (nach denen auch in Wechselzahlungen gerechnet wird) undetwas über 16 Groschen betrage», die neuen aber, in Silber ^gemünzt (480 Reeü),ungefähr 19 Gr. an Werth haben.
<7 r u 5 o .1 (.Irouüemi.o üell.o), s. Akademie.
Trusius (Christian August ), ein tiefdenkender und scharfsinniger, aber zu-gleich schwerfälliger und zum Mysticismus geneigter Philosoph und Theolog, hattezu seiner Zeit bedeutenden Einfluß durch s. Vortrüge und Schriften. Er war 1712zu Leuna bei Merseburg geboren, studirte in Leipzig und hielt theologische und phi-losophische Vorlesungen bis 1775, wo cr den 18. Oct. alsKanonicuS zu Meißen ,erster Pros. der Theologie und senior der theol. Facultät zu Leipzig starb. Er hatteden kühnen Plan, die Philosophie nicht nur zu einer vollendeten und für die Ver-nunft völlig befriedigenden Wissenschaft zu erheben, sondern auch mit dem ortho-doxen theologischen System in Verbindung zu bringen. Da er mit diesem Planedas Wolftsche System für unverträglich hielt, so suchte cr es durch ein eignes zustürzen, dessen Schwächen jedoch nicht verborgen blieben, sodaß er das Ansehendesselben überlebte. Außer mehren theologischen Schriften, die jetzt vergessen sind,schrieb er deutsche Lehrbücher für alle von ihm angenommenen Haupttheile derPhilosophie, unter welchen s. „Logik, oder Weg zur Gewißheit und Zuverlässigkeitder menschlichen Erkenntniß" zu nennen ist. In seiner Lebensweise zeichnete ersich durch strenge Rechtschaffenheit und seltene Frömmigkeit aus.
Cuba , die größte Antille (2309 IHM. und 725,000 E., darunter über225,000 Sklaven), liegt am nördl. Wendekreise zwischen dem 55. und 56° W. L.Sie ist 150 Meilen lang und 30 — 50 M. breit und hat eine Menge Baien undBuchten, darunter gute-Häsen. Von T>. nach W. läuft eine bedeutende Bergkettehin, in welcher man sonst Gold und Kupfer gewann. Eine Silbergrube ward 1828in dem Bezirke von Villa Clara entdeckt, wo es auch Kupfer- und Kohlengrubengibt. Die Küsten sind größtentheils flach und zur Regenzeit den Überschwemmun-gen ausgesetzt, da von den Gebirgen 148 Flüsse Herabkommen, worunter jedoch kei-ner schiffbar ist. Der von Natur vortreffliche Boden, der für einen der besten in