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Cnstine
haben, wenn die ersten Bücher seines Werks sich erhalten hätten. Als Historikergebührt dem C. kein besonderes Lob. Sein Styl ist geschmückt, und die Erzählung ,mehr romanhaft als zuverlässig. Ergänzt haben ihn Christoph Bruno, ein bairi-scher Mönch, kurz und trocken, FreinSheim sehr weüläufig, und Christoph Cella-rüis, zwischen Beiden die Mitte haltend. Die beste Ausgabe ist von Snakenburg(Leyden 1724, 4.). Unter den neuern Ausgaben nennen wir die von Schmieder(Gottingen 1814). Übersetzt hat ihn Ostertag mit Anmerkungen. Über sein Le-ben haben Duttmann und Hirt Abhandlungen geschrieben.
CuSco, Cuzko (71° 4' W. L. von Grecnwich, 13° 42^ S. B.),Stadt in Peru , im Depart. gl. N., ehemalige Residenz der Incas, mit 26,000Einw., mit schönen steinernen Häusern und vielen prächtigen öffentlichen Ge-bäuden. Die Domkirche ist groß, schön und sehr reich. Auster ihr hat die Stadt noch9 andre Pfarrkirchen und mehre, zum Theil sehr reiche Kloster, auch eine Univer-sität. Unter den Denkmälern der alten peruanischen Herrlichkeit zeichnet sich diegroste, zur Vertheidigung der Stadt erbaute Citadelle aus, deren Mauern vorzüglichdadurch Bewunderung erregen, daß die natürlichen, unbehauenen Steinmaffen der-gestalt in einander gepasit und gefügt sind, daß weder Mörtel noch sonst ein Körpernöthig ist, um Zwiichenräume auszufüllen, die nirgends zu finden sind, indem dasGanze unreine gcdiegeneMaffe zu bilden scheint. C. ward, der Sage nach, 1045vom ersten Inca, Manko-Capak, gegründet, und der Platz, auf dem es noch jetztsieht, am Fuße mehrer Berge, welchen der kleine Fluß Guatanay bewässert, warursprünglich rauh und uneben. Aber die Größe und Pracht der Gebäude, derFestung und des S7onnentempels erregten das Erstaunen der Spanier, als die«Ltadt 1535 von Franz Pizarro erobert ward. In der Mitte war ein großer,freier und ebener Platz, von dem 4 Hauptstraßen ausgingen. Alle Häuser warenvon Stein erbaut, und die Gemächer in den Palästen der Großen des Reichs schim-merten von Gold und Silber. Die Mauern der Stadt waren, wie das oben er-wähnte schloß, von rohen Steinen mühsam und dauerhaft erbaut, und 3 in derMauer angebrachte große Festungswerke hingen mit dem großen Schlosse durch un-terirdische Gänge zusammen. An der Stelle des SonnentempclS steht ein Domini-kanerkloster. (L>. Incastraste.)
Custine (Adam Philipp, Grafv.), geb. zuMehd. 4.Febr. 1740. dienteim siebenjähr. Kriege als Hauptmann. Durch die Gunst des Herzogs vor» Choisimlerhielt er 1762 ein Regiment Dragoner , das seinen Namen bekam. 'Als 1780das Regiment iLainronge nach Amerika bestimmt war, verglich C. sich mir demChef desselben, führte es den Amerikanern zu Hülfe und ward bei seiner Rückkunftzum äl.iieubul <!v a.nn>, ernannt. 1789 erklärte er sich, als Abgeordneter desAdels von Metz, von den ersten Sitzungen an für die Volkspartei. In der Folgeward er bei dem Heere angestellt und bemächtigte sich im Mai 1792 der Pässe vonPorentruy (Bruntrut). Im Juni erhielt er den Oberbefehl der 'Armee am Unter-theilte und eröffnete den Feldzug mit der Besitznahme von Speier den 29. Sept.Da er wenig Widerstand antraf, nahm erWorms, d. 21. Oct. durch Capinilationdie schlecht vertheidigte Festung Mainz, und den 23. Frankfurt a.M., wo er schwereBrandfchatzungen erhob. Von dort in kurzem durch die Preußen vertrieben, warfer sich nach Mainz , das er befestigen liest. Mit der Eröffnung des FeldzugS 1793verließ er Mainz , welches die Verbündeten sogleich belagerten, und zog sich nachdem Elsaß zurück. Nun erboben sich von allen Seiten Klagen gegen ihn ; er ver-langte im April seine Entlassung, allein der Convent bestätigte ihn zu Ende Mai'S in dem Oberbefehle der Nordarmee. Er hatte aber kaum Zeit, die Posten zu be-suchen. Marat und Varennes ließen mit ihren Anschuldigungen gegen ihn nichtab und brachten es dahin, daß der Wohlfahrtsausschuß ihn im Juli 1793 nachParis federte. Das Revolutionsgericht fing den 15. Aug. seinen Proceß an.