Band 
Zweiter Band. Bo bis C.
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96V Cythera Czarlorygfi

Lydier, Krösus, und Babylons König, Nabonid . Auch unterwarf er PHLnizicn undPalästina, wohin er die Juden aus der babylonischen Gefangenschaft zurückkehrenließ. Während nun Vorder - und Mittelasien vvm HelleSpont an bis Indien unters. Scepter standen, begann er einen ungerechten Krieg gegen dieMafsageten, ein scy-thisches Volk, nordöstlich vom kaspischen Meere, jenseits des Araxes, damals vonder Königin Tomyris beherrscht. Znder ersten Schlacht siegte er durch List, in derzweiten aber erlitt er eine vollständige Niederlage und kam selbst (529 v. Chr., nacheiner 29jahr. Regierung) umö Leben. Ihm folgte s. Sohn KambyseS . Die Erzäh-lungen Re n op h on' s (s. d.) in der „Cyropädie" (Lebensbeschreibung und Charak-teristik des CyruS), daß er am Hofe des Astyages eine treffliche Erziehung erhalten,das Reich desselben ererbt und als wahrer Philosoph regiert habe , sind romanhaftund verdienen keinen Glauben, da Lenophon'S Absiebt war, ohne Rücksicht auf hi-storische Wahrheit, in dem CyruS das Muster eines Regenten darzustellen und aufLiese Weise seinen Landsleuten die Vorzüge der Monarchie anschaulich zu machen,oder es liegen dabei verschiedene «Lagen, vielleicht von zwei verschiedenen CvruS, zumGrunde. — Ein andrer CyruS war der jüngste Sohn des Darius Nothus oderOchus, der säst 150 I. nach jenem lebte. Er bekam schon in seinem 16. I. dieoberste Gewalt über alle Provinzen Kleinasiens . Leine Herrschsucht entwickeltesich früh, und als nach des Vaters Tode sei» älterer Bruder, ArtayerpeS Mnemo»,den Thron bestieg, stiftete er eine Verschwörung gegen ihn, die jedoch entdeckt wurde.Stakt das Todeöunheil an ihm vollziehen zu lassen, begnadigte ihn s. Bruder undmachte ihn zum Statthalter von Kleinasien . Hier versammelte C. ein zahlreichesHeer, zu dem noch, ohne den Zweck der Unternehmung zu kennen, 13,000 Manngriech. HülsSvölker stießen, um Artaxerpeü zu bekriegen und vom Throne zustoßen.Dieser, von seinen Absichten unterrichtet, zog ihm mit einem überlegenen Heere ent-gegen. Zn den Ebenen Kunaxa, in der Provinz Babylon , trafen beide Heere aufeinander. Nach einer tapfern Gegenwehr, besonders von Seiten der Griechen,wurde CyruS geschlagen und von Arraxerxes selbst getödtet, 400 vor Chr.

Cythera, jetzt Cerigo , mit 8000 Einw., eine der sieben ionischen In-seln, 5 Stunden von der südlichsten Küste LakonienS , vorzüglich berühmt wegendes Dienstes der Venus Urania, deren vornehmster Tempel in der Hauptst. Cvtherastand und der älteste von allen Tempel» der Venus in Griechenland war. Dasalte Cythera ist jetzt verödet und zeigt nur noch einzelne Ruinen. An ihren Ufernentstieg Venus dem Meere und nahm Besitz von der Erde (d. h. hier führten phö-nizische Seefahrer zuerst den Dienst der Venus in Griechenland ein). Die Inselist felsig und unfruchtbar. Venus hatte von dieser den Namen Cptherea.

Czartoryski (Adam Casimir,Fürst), Sanguszko , geb. den 1. Dec. 1731,aus dem alten Geschlechte der Iagellonen, Starost von Podolien, ehem. Generalvon Podolien, nachher kaiserl. östreich. Feldmarschall. So deutlich ihn seine hoheGeburt, sein unermeßlicher Reichthum, s. ausgezeichneter Verstand und s. ausge-breiteten Kenntnisse zu einem bedeutenden Einflüsse in den stürmischen Ereignissens. Vaterlandes berufen zu haben schienen, so hielt ihn doch das Geschick, das oft mitden Gaben der Narur und deü Glücks spielt, immer in untergeordneten Verhältnis-sen. Nach Augusts I U. Tote war er unter den Mitbewerbern um Polens Thron,und die Stimme seiner Landsleute hätte ihn vielleicht darauferboben ; aber Sta-mslaus Poniarowski erhielt die polnische Krone von Katharina II. ; seitdem befandsich die CzartorySki'sche Familie, nebst ihrem Anhange, im Mißverständnisse mitdem neuen Könige. Obschon der Fürst C. »ach dererstenTheilung PvlenS, wegenseiner Besitzungen in Galizien , in östreich. Dienste getreten war, so wendete er dochauf den Landtage» von 1789 und 1791 Alles an, die Unabhängigkeit einer dauer-haften Regierung in Polen bewerkstelligen zu helfen. Er war während dieses Zeit-punkts auf.erord. poln. Gesandter in Dresden , um den Kurfürstenvon Sachsen zur