von 17.388 F. An der östl. Seite ist der höchste, derSchneeberg, westl.vonKtiba,1810 zuerst erstiegen worden. Er wird auch Schah-tagh (Königsberg ), derglei-chen Schah-Elbrus genannt. Elbrus ist überhaupt de> Name aller aus der Kettedes Kaukasus hervorragende», sehr hohen und konische» Berge. Die Grenze desewigen Schnees aus dem Kaukasus ist 1890 F. höher als in den schweizer und sa-voyer Alpen. Merkwürdig sind 2 Bergpässe: die kaukasische und die albanische(kaspische) Pforte. Die meisten auf dem Kaukasus entspringenden Flüsse nebmenentweder einen östlichen Laus in das kaspische, oder einen weltlichen in das schwarzeMeer. Aus der Nordseite des Kaukasus stießt östlich der Terek in das kaspische,und westlich der Kuban in das schwarze Meer, jenseits welcher Flüsse sich das Ge-birge iii die Steppen des südlichen Rußlands vorstacht. Auf der Südseite desKaukasus stießt östlich der Kur inS kaspische und westlich der Rioni (bei den Al-ten Phasis genannt) ins schwarze Meer, jenseits welcher Flüsse die Gebirge destürkischen und persischen Armeniens aufsteige» und den Zusammenhang des Kau-kasus mit den übrigen Gebirgen Westasiens bilden. So rauh und unfruchtbardas Hauptgebirge des Kaukasus ist, ss fruchtbar sind besonders die südlichen Ab-hänge des Gebirges, wodasLand, mit Bächen, Wälder», Frucht-nndWeingär-ten, Kornfeldern und Viehtriften abwechselnd, Alles nn Überflüsse darbietet. DerWeinstock, Obstbäume, ja selbst Kastanien, Feigen kommen ohne alle Pflege fort.Getreide aller Art, Reis, Baumwolle, Hanf gedeihen vortrefflich; aber der Acker-bau wird sehr nachlässig betrieben, wovon theils die Trägheit derEinwohner, theilsdie Entvölkerung und die Unsicherheit Ursachen sind, indem die räuberischen Ein-fälle der Gebirgsbewohner, besonders der Lesghier, den Ackerbau treibenden Be-wohner» dieser Gegenden die Früchte ihres Fleißes entziehen und die Menschenselbst als Sklaven fortführen. Groß ist die Menge des Wildes von aller An; dieFasanen sind hier zu Hause. Das Mineralreich enthält reiche Schätze, die fastgar nicht benutzt werten. Merkwürdig ist der Überfluß an Mineralwässern und anBergöl- oder Naphthaguelle» in vielen Gegenden. Einige Quellen werfen einenmit Bergöl versetzten Schlamm aus, der Hügel bildet, die man wachsende Bergenennt. Sämmtliche Heilbäder Kaukasieng fuhren den Namen Alexandersbäder.
Die Einwohner bestehen aus kleinen Völkerschaften von verschiedener Ab-stammung und Spräche (Georgier, Awchasen, Lesghier, Osseten, Tscherkessen,Taschkenter, Khisten, Ingusche», Kharabulaken, Tschetschenzen, Tataren, Arme-nier, Juden; auch in einigen Gegenden nomadische Araber). Sie sind theils grie-chische und armenische Christen, theils Mohammedaner, theils Juden, theils ver-ehren sie Gestirne, Berge, Felsen, Bäume. Viele zeichnen sich durch eine schöne,regelmäßige und dauerhafte Körperbildung aus, besonders die Tscherkessen undGeorgier, welche der schönste Menschenstamm in der Welt sind; daher auch diereizenden Circassierinnc» und Georgierinnen von den Orientalen für ibre Haremsgesucht werden. Die Kaukasier (überhaupt 900,000) stehen theils unter kleinenFürsten, die oft nur einige Dörfer beherrschen, theils unter Ältesten. Unter ihnensind besonders die Lesghier, welche den sudl. Abhang des Kaukasus links vomFlusse Alasan (des Plinius Albanus, des Strabo Alazon), ein sehr fruchtbares Landzwischen Kachelien und Daghestan, und die Lasier, welche das alte Kolchis (!,->-,-iie: H, jetztTheilc der Paschaltks TrapezuntundAkhalzich, bewohnen, das Schreckender Armenier, Perser, Georgier und Türken. Freiheit lehrt sie Tapferkeit, und Man-gel an vielen, selbst den nothwendigsten Bedürfnissen nöthigt sie zum Raube. Deß-wegen suchen ihre schwächer» Nachbarn, welche die Mittel- und Vorgebirge bewoh-nen, ihren Überfällen durch Geschenke zuvorzukommen. Dagegen schütze» die Fcl-sengebirge der Lesghier sie hinlänglich gegen fremden Angriff. Gewerbe treiben dieLesghier fast gar nicht; ihre Viehzucht sowie der Ackerbau sind nicht für ihre Be-dürfnisse hinreichend. Die Wirthschaft liegt den Weibern ob, die auch aus der zar-ten, feinhaarigen Schafwolle Decken, Tuch und Mäntel verfertigen. So bleibt