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Sechster Band. K bis L.
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Kegel (machen,.)

unmanierlichen Hunde, steht, wenn ich« euch gebiete! ' an das Parterre. Nunwurde der Lärm noch ärger, und statt der Abbitte fertigte er die Zuhörer mit denWorten ab: „Ihr habt doch wenigstens Einmal Verstand dadurch bewiesen, daßihr euch die eben ausgesprochenen Worte angenommen habt". Dieser Übermuthbekam ihm schlimm. Er mußte die Stadt verlassen und litt den äußersten Mangel,bis einige Freunde bei dem Gouvei „eur der Insel ein gutes Wort einlegten. Spä-'ker wendete sich äd. nach Doichester. Unterdessen hatte ihn I). Drurh, sein alterGönner, an den dirigirenden Ausschuß des DrurylanetheaterS als den Mann ein-,pfählen, welcher dieser immer mekr herunterkommenden Kühne allein aufhelfenkönne, und er wurde nun auf 3 Jahre für Olddrury engagirt. K. betrat zum er-sten Male die londuer Bühne am 28. Jan. 1814 als Shylock . Der erste Abendentschied für ihn; die Kenner sahe» eignes Studium. Was ihn aber zum Abgottder Londuer machte (und noch jetzt seine Hauptrolle ist), war Shakspeare's Ri-chard Ul. Die vorncbmsten Kuustrichter.(besonders die Beurtheilungen des be-liebten Hazlitt ) setzten K. sogleich auf den erledigten Thron des großen Garrick;und es scheint, daß weder die Heimtücke seiner Feinde noch seine eigne» Thor-heiten ihm das Lob eines vorzüglichen tragischen Schauspielers rauben werden.Auf der deutsche» Bühne würde jedoch K. schwerlich gefallen. Auch ist er beialle« Vielseitigkeit nicht in allen Charakteren gleich befriedigend. Im König Johannund Coriolan ist er nicht an seiner Stelle; aber als Othello und Sir Giles kann esihm kein Zeitgenosse gleich thun. 'Als er Massinger'S Juden zuerst gespielt haue,gaben ihm die Schauspieler u. A. als Zeichen ihrer Hochachtung (25. Juni 1814)einen goldenen Becher, und als er 1819 in Ediuburg den Macbeth spielte, einPrunkschwe, i. Em so lebensfroher, sorgloser Mann wie K. kann nicht anders alsin käunge Verlegenheiten gerathen. Auch hat er viele Kämpfe mit Autoren u.A.bestehen müsse», vornehmlich mit dem dramatischen Schriftsteller Bücke. Aber K.'SSchwachen werden ausgewogen durch seine Wohlthätigkeil gegen Nothleidcnde, be-sonders gegen Kuiistgenossen. Ewige Monate des I. 182ü spielte er auf den Nord-amerika». Schaubühnen in Neupork, Philadelphia und Baltimore im Ganzen mitBeifall, obgleich in der letzter» Stadt nicht ohne Verdrießlichkeiten, deren er auchkürzlich sich in seinem Vaterlande zugezogen hat. S. „IlioKr.-izcki^ ob tlie llriiicki8t.,g,'" (London 1824). 62.

K egel (inathem.) wird derjenige Körper genannt, welcher zur Grundflächeeine Kreisebene hat und mit dieser kreisförmigen Rundung stutzig zuläuft; auch dierunde Pyramide — Konus. Die Kegel sind entweder gerade- oder schiesstehende,je nachdem die Achse derselben, d. b. die gerade Linie, die man sich aus der Spitzebis in denMittelpunkt der Grundfläche gezogen ^dcnkt, eine senkrechte ist oder in ei-nem Winkel auftrisst. Schneidet man einen geradestehenden Kegel ringsum mirder Grundfläche parallel durch, so muß die Durchschnittsfläche der Grundflächeähnlich, folglich ebenfalls ein Kreis sein. Geschieht aber der Schnitt schief, d. h.auf der einen Seite höher über der Grundfläche als auf der andern, so entstehtkeine kreisförmige, sondern eine länglich-runde Fläche, welche man eine Ellipsenennt. Geschieht dieser Schnitt parallel mit der Achse senkrecht herab aus dieGrundfläche, so entsteht eine nur nach oben krumme, unten aber durch die Grund-linie abgeschnittene Flächö. Diese heißt Hyperbel. Drittens kann aber auch derSchnitt mir der einen Seite des Kegels gleichlaufend geschehen, wodurch eine andre,ebenfalls nur nach oben gekrümmte und unten von der Grundfläche abgeschnit-tene Fläche entsteht, welche Parabel genannt wird. Diese 3 letzter» Linien, Fi-guren oder Flächen nennt man Kegelschnitte. Die Eigenschaften derselben sindschon von den Griechen mit bewundernswürdigem Scharfsinn entwickelt worden.Das noch darüber vorhandene Hauptwerk ist von Apollonius PergäuS. Um dieVervollkommnung der Theorie derselben haben sich dann insbesondere die Enzian -