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KcsselZdorf Kettenrechiiung
jetzt mit Taganrog und Feodosia gleiche Rechte. In der Nütze befinden sich dieTrümmer der alte» Wtädte Pantikapäum, wo Mithridat der Große starb, undNymphäum. Noch heißt der höchste Hügel bei K. der Stuhl des Mithridates, unddie ganze Halbinsel Taman, wo sonst die reichen Städte Cimmerja und Phanago-ria blühten, enthält einen Schatz von Denkmälern für künftige Alterthumsforscher.K. gegenüber liegt das fruchtbare Heerden - u. Llckerbauland der tschernomorskischenKosacken, und nach dem Kaukasus hin das Land derTscherkessen und der unabhän-gigen Abchasen (zli^in). In K. befinden sich ein Museum griech. Alterthümerund eine O.uarantaineanstalr. 1823 ernannte der Kaiser den Etatsrath General-major v. Bogdanowitsch zum Gouverneur von Kertsch . 20.
Kesselsdors. Dorf, eine Meile von Dresden , merkwürdig durch dieSchlacht am 15.Dec. 1 "145, in welcher die Preußen, unter Anführung desFürstenLeopold v. Dessau, das sächs. Heer (unter dem Herzog v. Weißenfels und dem Feld-marschall Rutowski ) schlugen. (S. Friedrich ll.) Der von d. verst. sächs.MajorLehmann entworfene Plan der Schlacht gewährt eine deutliche Übersicht. In derNähe des Dorfes sind bedeutende Steinkohlengruben. (S. Plauischer Grund.)
Kette, s. Messungen.
Kettenbruch, in der Rechnenkunst ein solcher Zahlenbruch, wo derZäh-ler eine ganze Zahl, der Nenner aber nicht wie gewöhnlich auch bloß eine ganze Zahlist, sondern noch einen Bruch bei sich hat. Bestehendes Beispiel zeigt einen solchen:
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Jeden gewöhnlichen Bruch kann man in einen Kettenbruch verwandeln, wenn manden Zähler durch den Nenner dividier; daher die Zähler der Bruche , wodurch dasGanze wie eine Kette zusammenhängt, gemeiniglich 1 sind. Ebenso kann man
jeden Kettenbruch verwandeln, wenn man den letzten Nenner (hier
die
gewöhnliche Form bringt und ebenso bis zum ersten fortfährt. Das beigesetzteBeispiel gibt den Bruch HZH. Die Kettenbrüche dienen dazu, gemeine Brücheauf die möglichst genaue Art abzukürzen. Den ersten Gebrauch derselben hat LordBrounker gemacht, und die beste Theorie Johann Schulz, Hofprediger in Königs-berg , geliefert. tzl. I..
Kettenrechnung, das künstliche Verfahren, zwei verschiedenartigeGrößen durch Mittelgrößen zu vergleichen. Wie ist, insofern das Rechnen einDenken oder Schließen ist, eine Schlußkette, weil durch die Einschiebung derMit-telgrößen alle wie die Glieder einer Kette ineinanderhängen. Man vergleicht undvertauscht dieGrößen so mit einander, daß und bis man auf diejenige kommt, welcheman sucht. Will man wissen, wie viel eine engl. Krone Conventionsgroschen macht,so schließt man z. B. so: 1 engl. Krone ist 573 As fein TroveS, 4864 As feinTroyeS machen 1 köln. Mark fein, 1 köln . Mark fein gibt 20 Conv.-Gulden, und1 Conv.-Gulden 16 Conv.-Groschen. Wenn man nun die Producte der gegensei-tig im Verhältniß stehenden Zahlen durch einander dividirt (573 x 1 X 20 x 16divid. d. 4864 X 1 x d. >. nach der Redaction -^H), so gibt der Quotient dieSumme der Conv.-Groschen, die auf eine Krone gehen. Die Ursache dieses Zu-treffens entwickelt die Arithmetik. Die Zusammenstellung und Anordnung derverbundenen Größen bei dieser Rechnung nennt man einen Kettensatz, und die Vor-schrift dieses kunstreichen Verfahrens Kettenregel , re»»l.i mulliplex (weil oft sehrviele Wätze dabei gebraucht werden), auch Reesische Regel (von ihrem Erfinder, K.F. de Rees ). Diese Rechnungsart, welche gegen das gewöhnliche Verfahren denVorzug der größer» Kürze und Genauigkeit hat, findet beim Handel und Verkehrhäufige Anwendung. >1. I..