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Khakis
eroberten die Araber östlich Chowaresmien und Turkhestan ('07, H. 88), nördlichGalatien (710) und westlich Spanien (711). (V. Wpanicn.) Er starb 716,H. 97. Sein Bruder und Nachfolger ließ Konstantinopel belagern, erlitt aberdurch Stürme und durch das griech. Feuer zweimal völlige Zerstörung seiner Flotte;dagegen eroberte man Georgien (st. 718, H. 99). Omar II. , durch Soliman'sletzten Willen fein Nachfolger, erregte das Mißvergnügen der Ommajaden durchseine milden Gesinnungen gegen die Aliden und ward von jenen vergiftet (721, H.102). Iezid ll., ebenfalls nach Soliman's Verfügung sein Nachfolger, starbvor Gram über den selbst verschuldeten Tod einer Geliebten (723, H. 101). Wer-,nem Bruder Hescham machte der Alide Zeid, Hossein's Enkel, das Khalifat strei-tig. Dieser ward zwar überwältigt und getödtet, aber ein andres HauS, die Ab-bassiden (von AbbaS, dem Sohne des Abdalmotaleh, des Oheims des Propbeten,abstammend) fing an furchtbar zu werden. Unter Hescham wurde den Fortschrit-ten der Saracenen im Westen durch die Kraft Karl Markell's, der bei Tours (732)und bei Narbonne (736) ihre Heere vernichtete, ein Ziel gesetzt. Der Wollüst-ling Walid ll. ward nach einjähriger Herrschaft umgebracht (713, H. 124). Nachden fast ebenso kurzen Regierungen Iezid'S III. und des Abbassiden Ibrahim folgteMerwan ll., mit dem bei den Ärabern achtbaren Beiname» : der Esel (al Hcmar).Ibrahim, von diesem entthront und eingekerkert, ernannte seine» Bruder, AbulAbbas, zu seinem Nachfolger, und ward darauf in, Gefängniß ermordet. Ab-dullah, Abul Abbas'S Oheim, erhob nun die Waffen gegen den Khalifen , dereben damals mit einer gefährlichen Empörung in Pcrsien viel zu thun halte. Mer-wan ward zwei Mal geschlagen und blieb (752, H. 133). Mit ihm schließt dieReihe der ommajadischen Khalifen . Der wüthende Abdullah rottete verrätherischer-weife durch ein gräßliches Blutbad bei einer Zusammenkunft alle Ommajaden aus.Nur zwei entrannen. Abdorrahman entkam nach Spanien , wo er das unabhän-gige Khalifat von Cordova stiftete (s. Spanien ); ein Andrer in einen WinkelArabiens, wo er als Khalif erkannt wurde, und seine Nachkommen bis ins 16.Jahrh, herrschten. Abul Abbas, obwol unschuldig a» jener Grausamkeit, dieihm den Thron sicherte, bekam doch davon den Namen Saffah, der Blutige. Er-starb sehr bald, 18 I. alt, an den Kinderblattern (753, H. 134). Sein Binder Abu Giafar, genannt al Mansor (der Sieghafte), mußte zuerst im eignenOheim Abdullah einen Nebenbuhler bekämpfen, den er jedoch glücklich besiegte.Sein Geiz zog ihm viele Feinde zu, die aber seine treulose Schlauheit zu unterdrücken wußte. Jenen prächtigen Beinamen erwarben ihm seine Eroberungen inArmenien, Cilicien und Kappadocien. Er baute (761, H. 145) die Stadt Bag-dad am Tigris und verlegte (768, H. 149) dahin den Sitz des KhalifakS. Er-starb aufeiner Wallfahrt nach Mekka , mit Hinterlassung eines ungeheuern Schatzes^ (775, H. 156). Mahadi, sein edlerer Sohn und Thronfolger, mußte die un-
ruhigen Khorasaner unter dem vorgeblichen Propheten Hakem bekämpfen (st. 785,H. 166), undHadi, sein Enkel, die Aliden unter Hoffein, Ali'S Urenkel. Hadi ließdie Zendinen, eine der Lehre von zwei Naturprincipien anbängende Sekte, vertilgen.Nach der gewöhnlichen Erbfolgeordnung und Mahadi'S Verfügung folgte dem Hadtnicht sein Sohn, sondern sein Bruder Harun (786, H. 167), der wegen seinerGerechtigkeit Al Raschid genannt wurde und durch Beförderung der Künste undWissenschaften berühmt ist. Er schloß einen Waffenstillstand (wirklicher Friededurfte nie mit den Christen gemacht werden) mit der griech. Kaiserin Irene (788,H. 169), die ihm Tribut bewilligen mußte. Iahir, ein Alide, Machte ihm denThron streitig, unterwarf sich aber nachher. Gleichwol befleckte Harnn seinenRuhm durch Ermordung desselben; noch mehr durch die seiner Schwester Abbassahunl ihres Geliebten, des Barmeciden Giafar, und durch die Verstoßung und Ver-folgung des ganzen, um den Staat und ihn selbst hochverdienten Hauses der Bar-