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meciden. Harun theilte das Reich unter seine drei Söhne. Al Ami» sollte, alseinziger Khalif, Irak, Arabien, Syrien, Ägypten und Afrika unmittelbar be-herrschen, unter ihm al Mamun Persicn, Tnrkhestan, Khorasan und den ganzenOsten; Motassem Kleinasien, Armenien und alle Küstenländer des schwarzenMeeres. Die jüngern Bruder sollten dem Amin im Khalisate solgen. Au ThuSin Khorasan, wo Harun durchreiste um einen in Samarkand ausgebt ochenenAufruhr zu stillen, ereilte ihn der durch wunderbare Träume vorbedeutetc Tod (809,H. 190). Al Amin (der Getreue; er hieß eigentlich Mohammed) war dieses Na-mens unwerth. Ungetreu seinen Herrscherpflichten und allen Lüsten ergeben, über-ließ er, jene auszuüben, seinem Bester Fadhel. Dieser bewog, aus Haß gegenMamun, den Khalifen , seinen Sohn zum Nachfolger zu ernennen und den Mo-tassem aus seinem Landestheile zu verdrängen. Bruderkrieg erhob sich. Mamun'S Feldherr, Thaher, schlug die Volker des Khalifen, nahm Bagdad ein und ließ denAmin todten (813, H. 194). Mamun ward als Khalif erkannt. Edler in seinenNeigungen als Amin, pflegte er Künste und Wissenschaften, überließ aber, wiejener, Dienern Regierung und Heere. Seine Maßregel, einem, obwol würdi-gen Günstlinge, Riza, zu Gefallen, das Khalifar auf die Aliden zu bringen,brachte die mächtigen Abbassiden zum Aufstande. Sie erklärten den Mamun desThrons für verlustig und den Ibrahim zum Khalifen , unterwarfen sich aber wieder,als Riza gestorben und der Khalifandern Sinnes geworden war. Das große Reichder Araber, in unzähligen Statthalterschaften über zwei Welkthelle ausgedehnt,mochte schwer unter seinem Scepter gehalten werden. Vorn SakrapendeSpotis-mus ist nur Ein, unter schwachen Oberherren leichter Schritt zur Selbstherrschaft.Die Weisheit der ersten Abbassiden vermochte dieses Übel nur auszuhalten, die Feh-ler der spätern beförderten es. Schon unter Harun al Raschid hatten die Agladi-den in Tunis (800, H. 181), ebenso die Edrisiden in Fez, unabhängige Reichegestiftet. Jetzt warf Thaher, zum Statthalter von Khorasan ernannt, sich dortzum Herrn auf. Von ihm die Thaheriden. Maniun sandte den Thomas, einenvertriebenen Griechen, mit einem Heere gegen den griech. Kaiser Michael ll. (denStammler). Thomas verheerte Kleinasien und belagerte Konstantinopel ; aber einSturm zerstreute seine Flotte (823, H. 207). Einen zweiten Angriff auf dieKaiserstadt halfen die Bulgaren abschlagen; Thomas ward gefangen und hinge-richtet. Gegen die vielen Religionssekten, in welche die Muselmänner sich danialstheilten, erwies sich Mamun duldsam (st. 833, H. 218). Während seiner Re-gierung (um 830, H. 215) eroberten die afrikan. Araber Sicilien und Sardinien ,wo sie sich gegen 200 Jahre behaupteten, bis ihnen jenes (1035) von den.Normän-nern, dieses (1051) von den Pisanern entrissen ward. Motassem, zuerst Bil-lah (von Gottes Gnaden) znbenannt, Harun'S dritter Sohn, erbaute 12 Meilenvon Bagdad eine neue Stadt, Samareth, und verlegte seinen Sitz dahin. Inseinen Kriegen gegen die Griechen und aufrührerischen Perser brauchte er zuerst tür-kische Söldner. Aus Gram über den Tod seines Leibarztes ward Morassemwahnsinnig und starb (842, H. 227). Nathek Billah, sein Sohn, Anhängerder motazelitischen Sekte, that Manches für wissenschaftliche Bildung, aber einentkräfteter Wollüstling, starb er an Nervenschwäche (848, H. 232). EinenErbfolgestreit zwischen seinem Bruder Motawackel und Sohne Mothadi entschieddie schon sehr mächtige und anmaßende türkische Leibwache für den Unwürdigsten,den Erstern. Immer mehr wurde es unter Motawackel Billah Sitte, alle Kriegedurch die türkischen Söldner zu führen, wodurch die Araber unkriegerisch und weich-lich wurden, wie in jenem heißen Klima Jeder, der nicht in beständiger Thätigkeitlebt. Motawackel zeigte einen blinden Haß gegen die Aliden, selbst gegen das An-denken der Verstorbenen; übrigens schadenfrohe Rohheit, Hang zur Wollust undGrausamkeit. Sein eigner Sohn, Montasser, von ihm zu Dcidem erzogen und da-