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Kiächta Kiel (Friede zu)
salem. DieDvnastie, dieerbegann, heißt von seinem Vater ?ljub die der Ajubiden.Sie herrschten über Ägypten , bis die Mamelucken sie verdrängten (1250). Dieseldschukifchen Sultane von Irak wurden (1194, H. 590) von den Chowaresniierngestürzt, und da die von Khorasan auSgestorben, blieb von der seldschukischen Herr;schaft nur noch das Reich Ikonium oder Rum in Kleinasten übrig, von welchemdas heutige türkiftke Reich sich herschreibt. (S. Os manisches Reich.) Diechowaresmischen Sultane verbreiteten ihre Eroberungen weit nach Asten, bis derSchrecken der Tataren unter Dschingiskhan (1220, H. 611) in diese Gegenden kam.Dessen Sohn Demi stürzte sie endlich ganz. Auch Bagdad , der Rest des Eigen-thums der Khalifen , ward durch des VesierS al Kami und des Sklaven AmramDerrätherei, unter dem 56. Khalifen Motazem, die leichte Beute einer Mongo-lenhorde unter Holaau (1258, H. 636). Der Neffe des grausam ermordetenMotazem floh nach Ägypten , wo er sich mit Vergünstigung der Mamelucken fort-während Khalif nannte und das mohammedanische Papstthum auf seine Nachkom-men vererbte. Als die Türken 1511 Ägypten eroberten, ward der letzte dieserSchattenkhalifen nach Konstantinopel geführt, und starb, nach Ägypten zurückge-bracht, 1538. Seitdem nahmen die türk. Sultane den Khalifenkitel an, und derPadischah zu Konstantinopel behauptet solche» bis auf den heutigen Tag mit allen,koch außerhalb seines eigentlichen Reichs wenig geachteten und von den Persernsehr bestrittenen, Ansprüchen der geistlichen Oberherrschaft über alle Muselmänner.
K iächt a, Sradc in Sibirien (Gouvernement Jrkutsk), am FlusseKiächka,der die Grenze zwischen Rußland und China bildet, in einer unfruchtbaren, anFeuerung und gutem Wasser armen Gegend, hat 4000 E. und 450 H. Hierund in der an der andern Seite des Flusses liegenden chinesischen Stadt Maimut-schin wird der russ. Landhandel mit China seit 1121 vertragsmäßig getrieben,dessen Zoll der russ. Regierung jährlich etwa 1 Mist. Rubel einträgt; der ganzeUmsah der Aug- oder Einfuhr beträgt 30 Mist. Rubel. Bloß an Thee werden3 Mist. Pfund gekauft. Kiächta ist von Peking 1582 und von St.-Petersburg6512 Werste entfernt. Ein Handelsgeschäft zwischen Kiächta und Petersburg braucht gewöhnlich 2 Jahre, bevor es abgethan ist.
Kiel, Stadt mit einem guten Hafen, an einem Busen der Ostsee , im dän.Herzogthum Holstein, bis 1113 die Hauptst. des gottorpischen (kaiserl. russischen)Antheils am Herzogth. Holstein, welcher in dem genannten Jahre gegen Olden-burg und Delmenhorst an Dänemark vertauscht wurde. Die Universität ward1665 vom Herzoge Christian Albrecht von Holstein gestiftet (daher ihr NametistirGü,,,.-» ,1II>erti»!>), und zählt über 300 Studirende. Mit ihr sind verbundeneine Bibliothek von 100,000 Bdn., eine Sternwarte und eine Naturaliensamm-lung. Auf dem großen Jahrmärkte, genannt der kieler Umschlag, welcher nachdem heil. DreikönigStage gehalten wird, kommen eine große Menge Fremder zu-sammen, um Geld zu leihen oder einzucassiren und umzusetzen. Auch befindensich in Kiel ein Seminar siir Schullehrer, eine Taubstummenanstalt, ein Forst-institut u. a. Anstalten. Die kleine Gemeinde griechischer Religion hat ihren eig-nen Geistlichen und steht feit 1113 in geistlichen Sachen unter der russ. Gesandt-schaft in Kopenhagen . Die Stadt enthält 800 H. mit 10,200 E., die Handelund Schifffahrt, auch Tabacks -, Zucker - u. a. Fabriken betreiben. S. „Chronikder Universität Kiel und der Gelehrtenschulen in Schleswig und Holstein1828" (Kiel 1829, 4.).
Kiel (Friede z u), geschloffen 1) zwischen Dänemark und Schweden ,2) zwischen Dänemark und Großbritannien den 14. Jan. 1814, nebst den damitin Verbindung stehenden 2 Friedensschlüssen: zu Hanover den 8. Febr. 1814 zwi-schen Dänemark ».Rußland, und zu Berlin d. 25. Aug. 1814 zwischen Dänemark und Preußen, sammt den wiener Verträgen vom 4. und 1. Juni 1815. — Däne-