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Sechster Band. K bis L.
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Kiel

mark hatte im Sept. 1801 an Großbritannien, des Angriffs auf Kopenhagen undseiner ihm geraubten Flotte wegen, den Krieg erklärt, 1813 aber die Anträge derHöfe von Wt.-Pelersburg, Stockholm, London und Berlin, Norwegen an Schwe-den abzutreten, an dem Kriege gegen Frankreich Theil zu nehmen und dann fürNorwegen eine Entschädigung zu erhalten, abgelehnt, dagegen seine Truppen zu denfranzösischen stoße» lassen, Hamburg den 31. Mai und Lübeck den 3. Juni besetzt,hierauf zu Dresden den 10. Juli 1813 mit Napoleon ein Trutzbündiuß gegenSchweden, Rußland und Preußen geschloffen, und demzufolge an Nchweden den3. Sept. 1813, am 22. Oct. deff. I. aber auch an Rußland und Preußen denKrieg erklärt. Allein schon war Napoleon bei Leipzig geschlagen und zum Rück-züge über den Rhein gezwungen worden. Hierauf blockirte der ruff. General Ben-ningsen (seit dem 24. Dec.) Hamburg , dasDavoust besetzt hielt, der Kronprinz vonSchweden aber wandte seine Waffen gegen Holstein, wo der Prinz Friedrich vonHessen mit 12,000 Mann dän. Truppen sich bis Rendsburg zurückziehen mußte.Als nun General Tettenborn mehre Plätze besetzt und seine Borposten bis Schles-wig vorgeschoben hatte, als Friedrichsort den 19. Dec. und Glückstadt den 5. Jan.1814 capitulirt hatten, wurden 2 Friedensverträge zu Kiel am 14. Jan., schweb.SeitS von dem Baron Wetterstedt, dän. Seits von dem Kammerh. Edm. Burkeund brit. Seits von Ed. Thornton, unterzeichnet. In Folge dieses Friedens tratDänemark zu dem europ. Kriegsbunde gegen Napoleon und später zu dem deutschen Bunde, Schweden aber trat gänzlich aus aller bisherigen Aerbindvng mit Deutsch-land , und das nordische Staakensystem erhielt eine neue Gestalt. Der König vonDänemark trat nämlich das Königreich Norwegen (ohne Grönland , Färoer undIsland) an Schweden ab, Schweden dagegen an Dänemark das schweb. Pom-mern mit Rügen, auch versprach Schweden an Dänemark eine Summe von600,000 schweb. Bankthalern zu zahlen. Großbritannien gab alle dän. Eolonienan Dänemark zurück, behielt aber die Flotte und die Insel Helgoland ; auch ver-sprach es für ein Corps von 10,000 Mann, welches Dänemark gegen Napoleon zu der Nordarniee unter den Befehlen des Kronprinzen von Schweden stoßen lassensollte, eine monatliche Subsidie von 33,333 Pf. Sr. zu zahlen. Der Friede zwi-schen Dänemark und Rußland (unterzeichnet zu Hanover am 8. Febr. vom H. v.Burke und vom Baron von Suchtelen) stellte den Zustand vor dem Kriege wiederher. Der zu Berlin zwischen Dänemark und Preußen am 25. Aug. vom Siaats-kanzler Fürsten Hardenberg und von dessen Sohne, dem Grafen von Hardenberg:Reventlau, unterzeichnete Friede, erneuerte ebenfalls das vorige Verhältniß. Dajedoch Schweden Norwegen mit Gewalt unterwerfen mußte, so weigerte es sich,obige Wumme an Dänemark zu bezahlen. Endlich glich der Bertrag-zwischen Dä-nemark und Preußen (Wien den 4.Iuni18l5) diese Streitigkeit so aus, daßPreu-ßen an Dänemark das Herzogthum Sachsen-Lauenburq (mit 'Ausnahme des AmtesNeuhaus und einiger Enclaven) abtrat, auch die von Schweden versprochene Sum-me von 600.000 schweb. Bankthalern an Dänemark zu bezahlen übernahm undnoch überdies an Dänemark 2 Mill.Thlr. in bestimmten Fristen zahlte; dafür erhieltPreußen von Schweden das bisherige schweb. Pommern mit Rügen, und verpflichtetesich, durch den mit Vchweden zu Wien am 7. Juni 1815 abgeschlossenen Vertrag, andiese Krone die «umme von 3ch Mill. Thlrn. zu bezahlen. (Dgl. Wchöll's „ll>8>.cl« trailos äe p-lix", X. 219 fg., XIV, 215 fg. und XI, 144 fg.)

Kiel , Spuhle, Pose, der festere, unten hohle, spannkräftige Theil der Fe-der, wird oft in der ernsten wie in der scherzhaften poetischen Sprache für Schreib-feder gebraucht: „Mein Kiel soll dich erheben!" — Kiel nennen die Gärtnerdie Zwiebel der Blumengewächse. Daher Kielwerk für Zwiebelgewächse. — Kiel heißt ferner der unterste lange Balken eines Schiffes, welcher vom vordern bis zumHintern Ende des Schiffes geht und die Grundlage des ganzen Gebäudes ist. Dich-