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Kinderkrankheiten K insdcrgen
1801 Beiträge geliefert, wird, nach dem Tode des Hofraths Decker (1813), seit1815 von ihm herausgegeben. Sein Schauspiel „Vandyk'S Landleben", wel-ches er 1810 auf die Bühne brachte, erhielt den größten Beifall und schien eineneue Gattung der scenischen Darstellung begründen zu wollen. Auch s. „Nacht-lager von Granada" ward in Dresden und Wien 1818, sowie s. „Weint » rg an derElbe " (ein Festsp., mit Plast. Darstell. nach der Antike), 1811 mit großem Beifallaufgenommen. Seit 1811 gab Theodor Hell (Karl Winkler) mit ihn, gemein-schaftlich die „Abendzeitung" heraus; doch nahm K. nur wenig Theil, und leitetespäter mit ll.Kraukling die „Morgenzeitung". 1821 wurdes.Oper„DerFreischütz ",componirt von Maria von Weber , auf die Bühne gebracht und mit außerordentli-chem Beifall auch in London und Paris aufgenommen. Seine neuesten Arbeitenfinden sich in Zeitschriften und Almanachen zerstreut, und s. Dramen in der Samm-lung „Theaterschristen" (Lpz., seit 1821, 3 Bde.). Von s. „Sagen, Erzählun-gen und Novellen" erschien Lpz. 1829 der 2. Bd.
Kinderkrankheiten sind solche, zu denen die Anlage in der Na-tur des kindlichen Alters gegründet ist, welche daher entweder bloß Kinder überfallen,oder doch vorzüglich bei denselben vorkommen. Auch rechnet man gewöhnlich sol-che Krankheiten zu den Kinderkrankheiten, welche den Menschen nur ein Mal, dahermeistens im Kindesalter befallen. Die Eigenheiten des kindlichen Alters find indem Art. Alter dargestellt, und es ist daselbst gezeigt, welche Theile vermöge der-selben vorzüglich von Krankheiten befallen werden und der Entwickelung derselbengünstig sind. Die vorzüglichsten Kinderkrankheiten sind: Asphyxie der Neuge-borenen, Gelbsucht, Schwämmchen, Verhärtung des Zellgewebes (b>e>iba„lii>»i-i),Kinderrose, Skrofeln, Atrophie (Darrsucht), Rhachiris (englische Krankheit),Keuchhusten, Masern, Blattern, Scharlachfieber, Röthel», Würmer, Wasserkopf,häutige Bräune (Troup) u. a. m. S. „Der wohlerfahrene Kindcrarzt für gebildeteÄltern und Erzieher" (Leipz. 1821). 1l.
Kings-Bench, s. Bench.
Kinsbergen (JohannHeinrich van), Ritterund niederländ.Admiral,geb. den 1. Mai 1135 zu Doesborg in Geldern, starb 1820 in dem Alter von84 Jahren. Seit seinem 9. I. diente er im Militair und vom 14. I. an beimSeewesen, in welchem er vom Tadelten bis zum Viceadmiral mit ungewohnterSchnelligkeit alle Grade durchlief. Mit Erlaubniß der holländ. Regierung trat er1101 bei dem auSgebrochenen Türkenkrieg in rüst. Dienste. K. genoß bei Katha-rina ll. des höchsten Vertrauens, und er entsprach demselben durch den glänzendenSieg, welchen er im schwarzen Meere mit 5 Wchiffen von 4V Kanonen und einigenkleinern Kriegsfahrzeugen über die türkische Flotte von 13 Linienschiffen davon trug.Don diesem Seetreffen tatiren sich mehre wichtigeFlottenmanoeuvres, mit welchenK. hier die ersten Versuche machte, und die seitdem von der gesummten europ. Ma-rine sind angenommen worden. Durch eineDenkschrift „Über die freie Schifffahrtauf dem schwarzen Meere", die er Katharina zusandte, empfahl er sich dieser großenMonarchin als Politiker. Auch überhäufte sie ihn mit Ehrenbezeigungen. Des-senungeachtet kehrte K. 1110 in sein Vaterland zurück. Hier wurde ihm der wich-tige Auftrag, mit dem Kaiser von Marokko einen Frieden zu verhandeln, dessen Ab-schluß ihm auch gelang. An dem für die holländ. Marine so ruhmvollen Tage vonDoggersbank (5. Aug. 1181) commandirte K. unter dem Oberadmiral Zoutman1 Linienschiffe und hatte an dem Siege über den engl. Admiral Parker den größtenAntheil. Nach dem pariser Frieden von 1183 boten die ruff. Kaiserin und der Kö-nig von Dänemark Alles auf, um K. zu vermögen, in ihre Dienste zu treten. Erlehnte aber alle Anträge ab. In dem franz. Revolutionskriege war er seinem Da-terlande besonders in den Feldzügen v. 1193 u. 1194 vom höchsten Nutzen. Nachdem unglücklichen Feldzuge von 1195 und der eingetretenen Regierungsveränd^rung