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wurde K. außer Thätigkeit gesetzt, und lehnte von diesem Zeitpunkte an alle, auchdie glänzendsten Anerbietungen ab, die ihm von den nachfolgenden Regierungen sei-nes Vaterlandes gemacht wurden. AuchSchimmelpennink, ihm persönlich befreun-det, gelang es nicht, ihn seiner glücklichen Muße, die er den Wissenschaften, der Land-wirthschaft und der Volkserziehung widmete, zu entziehen. König Ludwig Napo-leon ernannte ihn zu seinem ersten Kammerherrn, zum Grafen von Doggersbank ,zum StaatSrakh, zum Großkreuz des Unionsordens. Alle? vergebens. K. verließseinen glücklichen Landsitz in der Nähe von Appeldoorn in Geldern nicht mehr, auchnahm er keinen der großen Gehalte an, welche mit diesen Posten verbunden waren.Nach der Vereinigung Hollands mit Frankreich (1810) suchte auch Napoleon ihnzu gewinnen. Er ernannte ihn zum <Lenateur. Die Würde konnte K. nicht ab-lehnen, wohl lehnte er aber auch hier den damit verbundenen Gehalt ab. Im Be-sitz und Genuß eines großen Privatvermögens, hat K. dies auf die großmüthigsteWeise entweder wohlthätigen Stiftungen seines Vaterlandes gewidmet, oder neuegegründet. Wenige Menschen mögen in irgend einem Lande, dessen Verfassungder Entwickelung großer Bürgertugenden nicht entgegentritt, den Ruf eines so ach-tungswerthen Staatsbürgers, Vaterlands- und Menschenfreundes hinterlassen ha-ben, als K. Daß er mit vielen Orden geschmückt war, führen wir als Nebensachean; bemerkenSwerther ist, daß er Mitglied oder Correspondent der wichtigsten eu-rop. gelehrten Gesellschaften war. Als Schriftsteller ist K. in derSee- und Kriegs-kunst classisch. Seine Charte von der Krim u. a. m. sind vortrefflich.
Kingston (Elisabeth, Herzogin von), geb. 1720, ebenso schön als geistreich,wurde nach dem Tode ihres Vaters, des Obersten Thomas Chudleigh (1713),Hofdame bei der Prinzessin von Wales . Der Herzog von Hamilton warb umihre Hand und erhielt dieselbe; die völlige Verbindung wurde jedoch verzögert,denn der Herzog machte vorher eine Reise durch Europa . Indessen wurden dieBriefe des Herzogs an seine Geliebte durch den Sohn des Grafen von Bristol ,Hervey, der sie schon lange insgeheim geliebt hatte, aufgefangen, und Miß Chud-leiah suchte den Herzog zu vergessen, weil sie sich von ihm vergessen glaubte. Sieheirathete 1744 im stillen diesen Hervey, ging aber nach einigen Tagen in ihrenDienst zurück, während ihr Gemahl, mit dem sie sich veruneinigte, Äs Schiffs-lieutenant nach Westindien segelte. Ein Kind aus dieser kurzen Verbindungstarb, und die Verbindung blieb geheim. Sie selbst ging nach Deutschland undfand die schmeichelhafteste Aufnahme sowol am preuß. als am sächs. Hofe. Beiihrer Rückkunft nach England eroberte sie durch Liebreiz und Geist Aller Herzen.Da sie die angesehensten Partien ausschlug, so glaubte man sie insgeheim mitLord Howe vermählt, und dieses Gerücht war die günstigste Auslegung ihres ver-traulichen Umgangs mit demselben. Es gewann noch größere Glaubwürdigkeit,da Miß Chudleigh von dieser Zeit an den ungeheuersten Auswand machte. DasGerücht gab ihr überdies einen Liebhaber an der Seite des Thrones. Sie benutztedaher das Vertrauen des Pfarrers zu Lainsion, um die Urkunde ihrer Verbindungmit Hervey aus den Kirchenbüchern zu entwenden. Als aber Hervey 1759 Grafvon Bristol ward und in eine Krankheit fiel, von welcher keine Rettung möglichschien, so reizte sie die Aussicht auf ein reiches Wittbum, ihre Vermählung mitdem Grafen bekanntzumachen, und sie gewann den Pfarrer durch Geschenke, jeneTrauungsurkunde wieder zu den Kirchenbüchern zu nehmen. Als jedoch der Graf«»vermuthet hergestellt wurde, zeigte sie plötzlich eine andre Gesinnung. IhreAbsichten gingen nun auf den Herzog von Kingston. 1765 schlug sie dem Gra-fen von Bristol , der sich in eine andre Dame verliebt hatte, die Ehescheidung vor;sie klagte ihn vor dem Matrimonialgerichte an, und wurde für frei und ledig er-klärt. Einen Monat darauf (8. März 1769) heirathete sie der Herzog von King-sson, der 1773 starb. Vermöge seines letzten Willens kam ihr der lebenslängliche