Band 
Sechster Band. K bis L.
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Kobold

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Koburg (Alirstmthlii»)

niest, jetzt das Fort Alexander. Auf dem Pctersberge, jenseits der Mosel , ist dieFeste Franz angelegt. Durch diese beiden Forts, die auf der linken Rheinseike dieStadt beschützen, «reiche auch einige Festungswerke erhält, und durch die auf derrechten Rheinseite sich wieder aus ihrem Schutt erhebende Festung Ehrenbreitstein wird K. eine der stärksten Festungen am Rhein werden und den Schlüssel zuDeulsch-land und vorzüglich zur preuß. Monarchie bilden. In K. befindet sich ein Consi-storium und ein Provinzialschulcollegium. An der Landstraße nach Köln sieht mandas Denkmal des Generals Marceau.

Kobold, in der Geisterkbeorie des Volks dadurch vom Gespenst verschieden,daß dieses der rückkehrente Geist eines vorhin lebendigen menschl. Wesens, jener bin-,gegen eine für sich bestehende, an irgend ein Haus oder an eine Familie geknüpfte köi-perl. Erscheinung ist. Die Kobolde necken und ängstigen nach dieser Theorie gewöhn-,lieh nur die Menschen, l hun ihnen übrigens eher Gutes als Böses, und Letzteres eigent-lich nur dann, wenn sie dazu gereizt werden. In den Bergwerken heißen die KoboldeBergmännchen , Berggeister, und erscheinen daselbst in der Gestalt zwergartigerKinder oder blauer, schwebender Flämmchen, die reichhaltige Anbräche verkünden,aber schadenfrohe Neckereien ausüben, wenn sie von den Bergknappen in ihremBeginnen gestört werden.

K ob » rg, Fürstenibum der Sachsen-Ernestinischen Linie, bestand bisher ausdem Fürstenik. Koburg nebst den« Hennebergischen Amte Themar, 91 IHM., mit3'>,321 E., der Pflege Saalfeld , über 8H>M., mit 21,400 E., und dem Für--stenth. Lichte,iberg (von einer Burg jenseits des Rheins, mit «Lt.-Wendel), 11 ^LäVi'., 29,000 E„ ziisammcn gegen 29ss)M. mit 83,000 E.; es hatte 550,000Guld.Eink. und 11 Mill.Guld. Schulden. Durch den Vertrag vom 21. Aug. 1811mir Baiern wurden die HokeilSzwistigkeiten mir Letzter»« ausgeglichen; durch denrönikilder Reeeß (28. Juli 1191) die Erbfolge zwischen den vier gothaer Linien (Go-tha, Veeiniiigen, Koburg u. Hildburghausen ), die alle vom Herzog Ernst demFrom-men v. I^eiba (gest. 1tzi5), Bruder des Stifters der weimarische» Linie, HerzogsWilhelm, abstammen (drei andre Linien, Koburg, Eisenberg u. Römhild , die andreSebne des HerzogsErnst desFrommen gestiftet, «varen längst erloschen), festgesetzt.Das Land ist fruchtbar, hat viel Wald- und BergwerkSerzeug»isse, viel Gewerbe inLeinen -, Tuch - und Baumwollenweberci, Eisenhammer, Blausarbenwcrke. Por-zellan, Marmor- u. Skeinmüblen, auch Tbeer, Pech, Potasche u.Hokzhandel. Derjetzige Herzog Ernst (geb. d. 2. Jan. 1181) bob das Näherrecht auf, ertheilte imMandat vom II.Dec. 1809 seinen Vasallen die Versicherung, den Lehcnsv-rbandzum Vortheil der Lehnsbesitzer aufzubeben, und führte die Dertheilung der Gemein-heiten ein. Nach der ständischen Verfassung des Herzogth. Koburg-Saalfeld, vom8. Aug. 1821, gab es Wahlstände, welche die Steuerbewilligung und Theilnahmean der Gesetzgebung halten. Durch das in Folge der Theilung des bisber. Golha-Altenburgischen Landes erlassene gemeinschaftl. ÜberweisungS - u. Besitznahmepa-tent vom 15. Nov. 1826 trat der Herzog v. S.-Koburg das Fürstenrh. L)aakfeld,dasAnit Themar (21 UlM.) und die auf dem linken Ufer der ^dteinach gelegenenkoburgischen Ärkschafren ab, welche Laiidestheile sämmtlich (lO^lllM., 26,020 E.)an S.-Vseiningen kamen; dafür erhielt er 1) das Herzogth. Gokha (21! (IM.,83,000 E.), ohne das Amt Kranichfeld; 2) die bisher Hildburghaus. Ämter Kö-nigsberg und Lonnenseld; 3)'zwei meining. Enclaven im Koburgischen, sodaß dernunmehrige Herzog v. S.-Koburg-Gotha drei getrennte Fürstenth.: Gotha , Koburgund sichtenberg, besitzt, zusammen «5^ !IM. mit 139,440 E. Am I. Fcbr. 1829erhielten Koburg und Gotka gleichförmige Verwaltungsbehörden; jedes ein Ju-stiz- und ein Kammercollegium, eine Landesregierung, und beide ein gemeinschaftl.-Oberconsistorüim zu Gotha , mit einertresfl. Instruction. — Koburg, Haupt-u. Rcsidcnzst. im schönenZtzgrunde, hat 8100 E., ein 6vn>l>,siui„ illustre, Se-minar , 2 Messen ic.