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Sechster Band. K bis L.
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Koch (Friedrich) Koch (Joseph)

Koch (Friedrich), Maler und Kupferstecher in Manheim , geb. zu Buxwei-l«r im Elsaß , zwischen 1160 und 1110, lernte die Anfangsgründe derOl, undMiniaturmalerei bei seinem Vater. In der Revolution wanderte seine Faunbe«ach Deutschland aus, und der junge K. ließ sich, uni seinen Unterhalt zu sichern,in Manheim als Kaufmann nieder. Allein die Neigung zur Kunst ward geradein Manheim neu angeregt, und K. sing an, radirte Blätter zu sammeln unddie verwandten Manieren von Rcmbrantt, Schmid, Dietrich :c. zu studiren. Diesführte ihn auf eigne Versuche, und so entstanden die herrlichsten Blatter, diedieserKünstler gleichsam als steebenarbeit verfertigte, und welche die Bewunderung derKenner sind. Man darf ihn keineswegs als Nachahmer der genannten Meisterbetrachten, er hat sich seine eigne Art gebildet, die ebenso malerisch als geistreichist, und dabei von harmonischer Vollendung. Außer den Bildnissen Kepler's , Hol-bein's, Luther '?,Kranach's, Mclanchihon's u. Friedrich d. Großen (in Klein's ,.Lebenund Bildnisse» großer Deutschen ") und einer Flucht nach Ägvpten, nach Dietrich, istjedoch von diesem Künstler, der ebenso wenig Ruhm - als Geldbegierde besitzt, nichtviel in das Publikum gekommen. Als seine Hauptwerke, die Alles überbieten,was seit Schmid in dieser Art erschienen ist, nennen wir folgende Platten: zweiKöpfe, nach Ostade ; ein Aller, der zwei Kindern auf der Harfe vorspielt, nachI. Miel; ei» Plann mit einer Fahne in der Hand, nach Tilian; ein Bettler, nachvan Bliet: ein Kopf, nach Franz Hals ; ein Bildnis, nach Mireveld; eine Frau,die einen Handschutz anzieht, nach E. Bisst; Portrait des I. Miel, »ach seinemeignen Gemälde; Bildinß, nach Rembrantt; Bildnis, eines Ritters vorn Ealatra--vaordeu, nach Titia»; eine Gesellschaft von üpielenden Soldaten, nach GovärtFlink; ei» Kopf, nach Dumoustier; ein Biltniß, nach van Dyk. 16.

Koch (Joseph), Landschaftsmaler in Rom , geb. den 21. Juli 1168 zuObergiebeln am Bach, der Pfarrei Elbingenalb mi Lechihale, verrieth schon alsKnabe durch Kritzeleien auf Steine, denn Viehhütcn zwischen den hohen Gebirgenseines Vaterlandes, sein Kunsttalent. Dies bemerkte der Meihbischof von A»gS'-burg, Freiherr vvii Umgelder, und gab K. dem Künstlerberufe, zu dem er sich inAugsburg ausbildete. Dann kani K. nach Slrasburg, wo er, angesteckt von der Zeit,den RevolutionSereigmssen muthwillig Zusatz. Künstlerischen Namen erhielt er inRom . Sein anfangs ungeregeltes Talent, später dasBestreben, die Landschaftsmalerrei mir der Gefchichtsmalerei zu verbinden, erregte Aufmerksamkeit. Leine frühernArbeiten sind vorzügl. ausgeführte Zeichnungen m. reichen Gruppen, die auf eine geiss.reiche Art den Eindruck der sie umgebenden Natur zurückspiegeln. Zu den ei sten Jah-ren seines Aufenthalts zu Rom zeichnete er zu dem Kupftrwerke von Karsten?: ,,l <i>^rplxxxilc'., >.v!>>ii lüixl.aro. O >>!x '0 rt Hxülnnnx, <Ic lllxxle" (ReNI 1109),die Landschaften und radirte die Blatter. Sie sind Muster für kunstliebende S kiz--zisten in bestimmter Andeutung von landschaftlichen Ansichten. Man rühmr, daßK. den Eindruck der Natur im Ganzen durch Auffassung des Einzelnen in seinerhöchsten Bestimmtheit darzustellen wisse, und daher die Erde in ihrer ganzen Kräft-tigkeit, wie kein Andrer vor ihm, male. Wirklich muß man ihm eine Durchsichtig',seit der Ferne unk eine Klarheit der Farbe zugestehen, die in vielen Bildern deut:scher Landschaftsmaler nur zu sehr fehlt, die an ihm aber zuweilen als Mangel allerLuftperspective getadelt wird. Außerdem beschränkt noch diesen Vorzug, daß ihmSinn für eigentliches Colorit und Übung im Malen abgeht, und daß er wegenMangel an Studium in den verschiedenen Kunstarten, die er zu vereinigen sucht,oft statt aus der Natur, aus andern Kunstwerken zu schöpfen gezwungen ist. All-,gemein werden daher seine Zeichnungen, indem er in der Erfindung Niemandemnachsteht, seinen ausgeführten Gemälden vorgezogen. Berühmt ist sein Subiacound mehre Ansichten der vaterländischen Natur seines Tirolerlandes. Währendder ersten Jähre der franz. Herrschaft in Rom lebte er an mehren Orten Deutsch --