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Koch (Siegfried Gotthelf) Kochkunst
lar.ds, kehrte aber 1808 auf den Wunsch seiner Frau, einer Römerin, nach Ronzurück. wo er noch zu dem Ki*ise origineller Künstler gehört, die dort einen Kunjl-freistaat bilden. 19.
Koch (Siegfried gotthelf), k. k. Hofschauspieler und Regisseur des Hoftheatcrs in 2Lie», geb. den 20. Ock. 1771 zu Berlin , wo ihn sein Vater, Sam.Gorih. Eckardt, Kaufniann daselbst, zu Eivildiensten bestimmte. Er studirteKameralwissenschaften und wurde im 22. I. Secreiair bei der Bergwerksatmini-stration. Allein die Vorstellungen der Koch-, und Döbbelin'schen Gesellschaft er-weckten sein Talent für die Schauspielkunst. Er verließ Derlm, sah in Hamburg die großen Schauspieler Schröder, Brockmann und Reinecke, und betrat im Nov.1778 zu Schleswig, unter dem Namen Koch , das Hofkheater, als HaupmiannEd lsee im „Postzug", Medon, in dem Stucke gl. N., und Waller in Goiter'S„Mariane". 1779 beriefman ihn auf das Hoftheater zu Hildesheim , wo er in Klin-ger'S Trauerspiele: „Die Zwillinge", denGuelfo spielte. Dann verschrieb ihn dieWitwe Schuch, Besitzerin des Theaters in Preußen, damals in Danzig , für das Fachder Helden iind ersten Li bhaber. K. spielte dort den Hamlet, Lear und Macbethnur solchem Beifall, daß Frau e^chuch das Dühnenprivilegium in Kurland erhielt.Da: auf stellte ihn der russ. Geh.-.Rath, Baron v. Diktinghoff, bei der von ihm inRiga für eigne R, bnung errichteten Bühne an, und übertrug die Leitung denSchauspieler» Brandes, Koch und Mever. Als Baron von Vittinghoff »achPetersburg als Lämator berufen wart, überließ er die ganze Einrichtung derBühnean K. und Mev,r. Gastrollen, die K. 2 Zahre darauf in Mainz und Frank-furt gegeben hatte, veranlaßten seinen Ruf zu der Leitung des frankfurter Theaters.Als der Kurfürst von Mainz ein eigne? Hoftheater errichtete, wurde K. dabei alsDirecwr angestellt. Bald darauf besetzte Eustine Mainz , und Revolutionsfreundewollten K. zwingen, die von ihnen geschriebenen Schauspiele aufzuführen, waser aber ablehnte. Nun verlangte das franzos. Gouvernement von ihm die Abliefe-rung des Tbeatercassenbestandes von 20,000 Fl.; K. zahlte sofort an jedes Mit,glied das Vierteljahrsgehalt aus, entließ die Gesellschaft und lieferte den Überrest derCasse nebst Belegen an das Gouvernement ab. Dann brachte er seine Familienach Zerbst und hielt sich wahrend der Belagerung von Mainz bei der preuß. Armeeauf. Der Kurfürst gab ib",i wegen seines lovalen Verhaltens ein Belobungsschrei-ben und eine Entschädigung. K. nahm jetzt mir seiner ältesten Tochter Betiy,nachherige Rosse, einen Ruf nach Märchen» au, wo s. Freund Iffland a» derSpitzedes kurfürstl. Theaters stand. Auch von hier nöthigte ihn der Krieg auszuwandern.Er gab mit seiner Tochter in Hamburg, Hanover und Bremen Gastrollen, leitete2 Zahre lang die Buhne in Hanover , und folgte endlich dem Rufe seines Freun-des Kotzebue nach Wien . Hier herrschte noch der geschraubte, pathetische Ton,der nicht der seinige war; allein das wiener Publicum erkannte bald K.'s Talent.Seitdem ward der feine Ecnversationsron eingeführt, durch den sich das wienerHoftheater auszeichnet. K.'S Spiel ist 'Wahrheit und durch Kunff veredelie Na-tur. Kriegsrath Dallner, Loren; Stark, Gen. Bildau im „Spieler", Wagner im„Vetter »i Lissabon", Oldenholm, Duxprich in den „Quälgeistern", Abbe de l'Epöeu. a. sind seine Meisterrollen; noch im Alter spielie er Lessing's Nathan vortrefflich.Auch als Biedermann, Freund und Vater wird K. allgemein geschätzt. SeineTochter ist Mitglied des Hofrheaters im Fache der zweiten Soubretten. Der Bild-hauer Ohnmacht hat K. als Friedrich von Östreich in Alabaster geschnitten. An-ders malte ihn 1818 als Abbe de l'Epee in Lebensgröße, und Bohm hat von ihmein Hohlniedaillon verfertigt.
Kochkunst. Sie wurde in Asien bloß von Männern betrieben; bei denGriechen von Frauen, besonders von Sklavinnen; bei den Römern anfangs nurvon Leibeignen. Die Mahlzeiten der Römer bestanden meistens aus drei Gängen