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derer erster leichte Speisen, worunter Eier, Austern und andre den Appetit reizend,Gerichte waren, enthielt; dann kamen die Hauprspeisen — die wirkliche Schlacht,wie es die Alten nannten, welche aus Gebratenem und Gesottenem aller Art be-stand; endlich folgte die Nachkvst, dasDesserl (,„e-i>>.^>-8>->->ii»li»-), aus Obst undDackwerk bestehend. Der Tafellupus stieg aber, als die Römer mit der asiatische»Üppigkeit bekannt wurden, sodaß er durch Gesetze eingeschränkt werden mußte.Lucullus lr>cb die Schwelgerei vielleicht am höchsten. Er ließ in seinen Wohnun-gen mehre Speisesäle einrichten, deren jeder den Namen einer Gottheit führte, Ver-zug!, ich dem Haushofmeister zur Bestimmung der Etikette und der Kosten desMahles diente, indem z. B. eine Mahlzeit (>-e>e,,i>) im Saale tcü Apollo gewöhn-lich 50,000 Drachmen oder 6250 Thaler Sachs, kostete. Unter PompejuS^rfandM. AufridiuS Lurco das Mästen der Pfauen und halte in Kurzem 60,000 Lester-ticn mit dieser Kunst verdient. In dieser Zeit ließ ein Schauspieler bei einemGasimahlc eure Scküssel auftragen, welche 2500 Thale -- kostete. Lie bestand ausSing - und Sprccbvögeln, von denen jeder 150 Thaler gekostet hatte. Der Lohnjenes Sckauspielers bewirthete seine Gäste sogar mit Perlen, die er in Essig auf-löste. Unter TiberiuS gab es in Rom Schulen und Lehrer der Kochkunst; eineraus der Familie der Apicier erfand viele neue Speisen, z. B. ein salziges Gleichtaus der Leber derFische, manche Küchengeschirre und die Kunst, die Schweine mittrockenen Feigen zu mästen. Ein Andrer d. N. schrieb ein Kochbuch und erfanddie Kunst, die Auster» frisch zu erhalten. Der Kaiser Vitellius ward einst von sei-nem Bruder mit 2000 auserlesenen Fische» und 1000 Vogeln bewirthet; Vitel-lius selbst ließ einmal in einer einzigen Schüssel die Lebern, die Jungen, die Milchund das Gehirn von vielen tbcuern Vögeln und Fischen auftragen. In den neuernZeilen ist die franz. Küche, besonders seit Ludwig XN ., in ganz Europa verbreitetworden, am meisten fand sie an Höfen Beifall. Man strebt hier danach, durchMannigfaltigkeit der Reize bei geringerm Massengehalt der Speisen de» Gaumenzu vergnügen, tabuigegen die englische Küche mehr für festere, nahrhafte, stärkendeSpeisen sorgt, und besonders in Bereitung von Mehlspeisen und des Fleisches,vornehmlich des Rindfleisches, sich auszeichnet. Die Brühen oder Saucen spielenin England wie in Frankreich eine große Rolle, und in London gab es vor nichtlanger Zeit Leute, die sich eigens mit Bereitung des LalatS beschäftigten und zurZeit des Essens aus einem Hause ins andre gingen, um dieses Geschäft zu besorgen.Die Spanier und Italiener halten weit weniger auf die Freuden der Tafel, Ersteresind ganz vorzüglich mäßig im Essen. Die Deutschen stehen auch hier in der Mitte.Über die Küche der Alten s. m. das 25. Capitel der „Reise des jünger» Anacharsisdurch Griechenland ", Thl. 3, oder den NoniuS „l)<.- ,o ciluiiiu ruteru»,". (S.ApiciuS, Dessert lind Grimod de la Reyniöre.)
Köchlin (Jakob), Dcpukirker des Departements vom Oberrhein und Mit-glied der Ehrenlegion, geb. zu Muklhauscn, ist Mitbesitzer einer der größten Jn-diennefabriken Frankreichs , die mehr als 6000 Arbeiter beschäftigt. Sie wardIst 16 von deni Vater der Gebrüder Köchlin in Mühlhausen gegründet, um welcheStadt K. sich durch milde Stiftungen für Waisen verdient gemacht hat. 1818wurde er durch das Zutrauen seiner Mitbürger, dir in ihm den Vertheidiger derbürgerlichen Freiheit, sowie seine zahlreichen Arbeiter einen Vater vcrebren, zumMoire derStadt ernannt; 1811 aber von den eindringenden Feinden dieser Stelleentsetzt. Während der Verwaltung des Herzogs von Decazes erhielt er sie wieder,verlor sie aber 1820, als das neue Wahlgesetz in Paris durchging, abermals;dessenungeachtet wählten ihn 1822 seine Mitbürger zum Deputirten der französ.Kammer. Er deckte damals die Umtriebe auf, durch welche einige unbedachtsameMenschen in den Aufruhr des »apoleonisch gesinnten Obersten Caron 1821 ver-wickelt worden waren, und verlangte im Namen seiner Wahlcommitkenten eine ge-