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Kochsalz Kohl«
naue Untersuchung jener Vorgänge, die ein finsteres Gewebe ultraistischer Ränkeüichrzeigten. Als die Petition kein Gehör fand, machte er die L)ache öffentlich bekannt.Allein seine Schrift ward weggenommen, undK. zu 5000 Fr. Strafe und eürähr.Gefängniß verurtheilt. Dessenungeachtet wählten ihn seine Mitbürger 1821 »wederzum Depukttten. K. stumme 1825 gegen das Emschädizungsgeseh. 12.
K o ch sa lz, s. Salz.
Kochumersprache, s. Rokhwälsch.
Koc ytuS (von »coxvk,»,. klagen), ein Fluß des ehemaligen Epirus , der sichin den Acheron ergießt. Beide haben eine schwarze Wasserfarbe. Die Dichter Grie.chenlands nennen ihn deii schwarzen, von Klagen wideriönenten Kocylus. Erumstießt den Tartarus und soll aus den Thränen der Verdammte» entstanden sein.Die Mythe sagt, daß er ei» Sohn des Sivp und Vater teS PHlegeihon und derMenthe sei. Pausanias vermuthet: „Bei Cichvrus ist der acheronlische See Mitden Flüssen Achtron und Kocvtus, deren Wasser sehr übel schmeckt. Homer hat,wir ich glaube, diese Wasser gesehen und in der gewagten Beschreibung der Hölle denFlüssen in derselben die .Vaiiie» derer, welche in Thesprokis sind. beigelegt".
KodruS, Athens letzter König, 1060 I. v. Chr. Als die Arhenienserunter seiner Regierung mit den Lacedämoniern in Krieg verwickelt waren, erklärtedas Orakel, daß sie siege» würden, wenn sich ihr König von den Feinden todtenlassen würde. Kodru» beschloß, dem Vaterland« sich zu opfern, verkleidete sichals Bauer, fing mit den Lacedämoniern muihwillig Streit an und wurde vonihnen getodtct.
Kohle. Diese Substanz, welche man vormals nur als Brennmaterial be-trachtete, ist durch die neuern Fortschritte in der Chemie ungemein wichtig gewor-den. Der Rückstand, welchen unter der Glocke vollkommen ausgeglühete thierischeoder Pfianzenstoffe zurücklasse». wird Kohle genannt. Die auf diese Weise erhal-tene Kohle ist jedoch ebenso wenig ,-ein als die Kohle au« Bergivei ken, sondern em-hält noch fremde Theile, bald Salze, bald Erde, bald Metalle. Im möglichst rein-sten Zustande erhalt man sie durch Destillation des reinen Zuckers bei Zersetzungdes Äthers, Weingeistes, ätherischer Öle, de» Camphers, durch Hitze in glühendenRöhren. Auch der reinlich aufgefangene und in einem verschlossenen Gesäße aus-geglühete Ölruß ist fast reine Kokle. Die Kohle ist schwor;, abfärbend, geht ausdem Staubigen durch alle Zwifchengrade in das Feste und Dichte über, geruch-und geschmacklos, unschmelzbar und in verschlossenen Gefäßen vollkommen feuer-beständig. Sie ist ein schlechter Wärmeleiter, allein ein Leiter der Elektricität, undwidersteht kräftig der Luft und Feuchtigkeit. Wasser, Äther, Weingeist, Öle, dieAlkalien und die meisten Säuren lösen die Kohle nicht auf. Etwas auflöslich machtsie die Salpetersäure. Die Kohle ist der feuerbeständigste Körper; doch verbrenntsie in atmosphärischer Luft bei Erhitzung und bei Sauerstoffgas, und verwandelt sichalsdann in kohlensaures Gas. Ausgeglühete, gegen den Zutritt der LuftverwahrteKohle nimmt dadurch, daß man sie der Luft ausseht, an Gewicht zu. Die Kohle,wie alle poröse Körper, absorbirt Gas, und um so mehr, je niedriger die Tempera-tur ist. Durch Ausglühen und durch Auspumpen der Luft treibt man das Gaswieder aus. Die dichte Kohle absorbirt mehr als Kohlenpulver. Am stärkstenabsorbirt die gut ausgeglühete und unter S.uecksilber ausgelöschte Kohle von BuchS-baumholz. Bei der Absorption findet Wärmeentwickeluna statt. Das Sauerstoff-gas kann die Absorption Jahre lang fortsetzen, indem sich kohlensaures Gas bildet,welches erst nach einigen Jahren hinreichend ist, die Kohle zu sättigen. Kommtdie Kohle mit Sauerstoffgas in Berührung, so erfolgt Erhitzung, der Schwefelwird abgeschieden, und Wasser gebildet. Auf die Eigenschaft ausgeglüheter K ohlen,Gas zu absorbiren und zu verdichten, gründet sich ihre Anwendung zur Zerstörungdes Übeln Geruchs in Fäulniß übergegangener Stoffe, der Miasmen in Kranken-