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immer gleichbleibende Ruhe und Unparteilichkeit der Prüfung gewannen d eseinauch durch seine Darstellung empfehlungswerthen Werke einen Beifall, wie sichtefi.n nur selten wissenschaftliche Erzeugnisse zu erfreue» haben. Dieser Beifall,verbunden mit dem lebhaftesten Widerwillen gegen die überhand nehme,ite Aus-länderei in Litte und Sprache, bewog den Vers. in einer zweiten Schrift: „überWortmengcrei", als Anhang zu der Schrift „Über den Wortreichthum -c." (Leipz.1309, 3. Anst. 1323), einen (Gegenstand ausführlicher zu behandeln, der in deinHauptwerke schon beiläufig in Anregung gebracht worden war, und auch hier, sowiein einigen kleinern, durch Widerspruch veranlaßten Streitschriften („Noch ei» Wortüber Ltprachreiuheit gegen K. Reinhard", Berlin 1315, und „Beleuchtung einigeröffentlich ausgesprochenen Urtheile über und gegen Sprachremheit", Dessau 13>3)sehen wir den Mann, der die stäche der Muttersprache mir warmer Liebe verthei-digt, ohne sich darum jenen Neuerern anzuschließen, die mit einem Male allesFremdartige ohne Unterschied mit der Wurzel ausrotten mochten. Ein Werk andrerArt — „Briefe über die franz, Revolution" — ward von der berliner Censur,bchorde zurückgewiesen und ist bis jetzt Handschrift geblieben. S. „Kolbc's Le-benslauf tc." (Berlin 1325).
K 0 lberg , Stadt, Festung und Hafen in Hinkerpommern (Regierungsbez.Köslin ), an der Persanie, s M. vorn Meere, har 1500 Eiuw. Das dasige bedeu-tende Walzwerk war das einzige, welches dem preuß. Staate nach dem tilsiter Frie-den übrig blieb. K. liegt aufeincm Hügel von Morästen umgeben; die breite,iGrä-be» könne» durch die Persante mit Wasser gefüllt, sowie die umliegenden Sumpfeüberschwemmt werden. Die sogenannte Munde schützt den Hafen und steht durchzwei Erdfiächen mit der Stadt in Verbindung. Auf dem Hoheuberge, einer Hohe,welche die Festung, obgleich in einer bedeutenden Entfernung, beherrscht, liegtein schlechtes Fort, Andre isolirte Werke ziehen sich rings um die Stadt. Siesind, sowie der Hauptwall, meistens von Erde ausgeworfen; wenige enthaltenKasematten. Die Kunst hat nicht so viel als die Natur für diesen Punkt, derniekr als Landungsplatz bei einer Diversion denn als Schutzwehr für das Landwichtig ist, gethan. 1158 belagerte General Palmbach Kolberg 19 Tage langmir 10,000 Mann vergebens. 1100 winde die Festung durch 21 russische undschwedische Kriegsschiffe und 15.000 M. zu Lande belagert, den 18. Sept. aberdurch General Werner an der Spitze von 6000 M. entsetzt. 1161 erschien Ro-manzoff mit 55 Schiffen und einem bedeutenden Corps. Der Prinz von Wür-temberg harte sich unter den Kanonen der Festung mit 6000 M. verschanzt. Zneinem Gefechte um eine Schanze feines Lagers verloren die Russen 3000 M.Bombardement, Sturm und eine viermonailiche Belagerung konnten den tapfernCommandanten Hegten nicht bezwingen, endlich mußte er dem Hunger erliegenund den 16. Dec. capituliren. Ebenso tapfer wurde Kolberg 1301 vertheidigt.Zwar ließ sich der alte schwache General Loucadou, welcher anfangs befehligte,den 13. März die Schanze auf dem Hohenberge, sowie die alte-Ltadt nehmen;allein die Ausfälle Schill'g und des braven Bürgers Netkelbeck Thätigkeit inner-halb der Stadt machten einen Theil seiner Fehler wieder gut, und LWrist Gneisenau,der den 29. April die Stelle als Commandant übernahm, gab der Belagerungeine andre Gestalt. Er ließ die Schanzen im Bullenwinkel wieder nehmen undmachte dem Feinde jeden Schritt streitig, als die Nachricht vorn tilsiter Frieden den,blutigen Kampfe Einhalt that. Die Stadt war seit dem 28. April fast stets beschos-sen worden; 185 Häuser, unter ihnen das Rathhaus, waren in Flamme» aufge-gangen. KolbergS Bürger zeichnete» sich durch llnerschrockcnheit und thätige Mit-hülfe aus. Sie bildeten aus ihrer Mitte Compagnien, die trotz oller Gesabwenden Dienst in den Werken verrichtete», und löschten mit unerschrockener Thätigkeittrotz alles Granatenregens jedes Feuer. Da» größte Beispiel gab der 10jährige