Band 
Sechster Band. K bis L.
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Kolchis östolin «.Schlacht bei)

Nettelbeck (s. d.). Die 6000 M. starke Besatzung verlor 129 Todte, 1093Verwundete, 209 befangene und 159 Vermißte. Die Belagerer (Franzosen undrheinische und ikal. BundeSkruppen) waren 18,000 Ad. stark. Feulr , Losson undVlortier befehligten nach einander die Belagerung. Sie schickten 6155 Kugeln indieStatt, ohne die, welche man gegen die Werke verbrauchn-, zu rechnen. Der Kö-nig von Preußen vereinigte die Besatzung unter ein Regiment, das den Rainen derFestung führen soll, und erließ ihren Bürgern den Antheil an den Kriegssteuern.

K o l ch > S, ein fruchtbares Land, am sc! Ne rzen Meere gelegen, jetzt Min-grelien und Guriel, am Fasch (Phasis). Der Zug der Argonauten machte dieGriechen zuerst mit diesem Lande bekannt, dessen erste Bevölkerung, derSagenach,von ägyptischen Colonisten abstammte. Die Mäßigkeit der Einwohner wird ge-priesen, ebenso ihreGewerbsamkelt, die Produkte ihrer Wälder zu veredeln, Strabo u. A. erzählen, daß die Einwohner an den Plätzen, wo die Waldbäche aufhörtenzu schnell zu stießen, in den in die Flüsse eingelegten Lämmersellen den aus denGebirgen zugeführken Goldsand auffingen.

Kolin (Schlacht bei), den 18. Juni 1151. Friedrich der Große belagertePrag seit mehren Wochen, und alle Versuche des darin eingeschlossenen östr. Heeres,sich zu reiten, waren fruchtlos gewesen. Fiel dieser wicbtigePlatz in des BelagerersGewalt, so drang er bis vor Wien , wo man schon an Friedensanträge dachte. Nureine Hoffnung baute man noch auf Dann, der mit 60,000 M. auf den Bergenvon Kelln sich verschanzt und die gemessensten Befehle von Wie» erhalte» hatte,Prag z» entsetzen. Dieses nun zu verhindern und Prags Fall zu beschleunigen,da Russen, Schweden, Franzosen und Reichstruppen seine eignen Staaten bedroh-ten, beschloß Friedrich, Dann entgegenzurücken und ihn zu schlagen. Zn dieserAbsicht setzte er sich mit 1 2,000 M„ wahrend er den größten Theil seines Heeresvor Prag stehen ließ, in Bewegung, vereinigte sich am 15. Zuni mit dem Corpsdes Herzogs v. Bevern und andern Truppenabrheilungen bis zu einer Stärke vonungefähr 21,000 M. Der König scheint anfangs über Daun'S Vorhaben undStellung ungewiß gewesen und von falschen Vermuthungen ausgegangen zu sein.Nachdem er sich aber von der wahren Lage der Dinge überzeugt, fand er sie weitschwieriger, als er sich vorgestellt hatte. Er sah Daun nähev» als er vermuthet, undin einer sehr vonheilhaflen Stellung bei Ekotz nutz. Mit einer seiner Linien hieltders lbe den Gipfel und mit der andern den Abhang der Anhöhen besetzt, vor denensich Dörfer, Hohlwege und senkrechte, fast unübersteigliche Anhöhen befanden, welchevon zahlreichem Geschütz gedeckt wurden. So erwartete Daun den Angriff, indemer noch den Umständen gemäß Dies und Jenes an seiner Ausstellung änderte, z. B.von der bisher gewohnten Schlachtordnung abwich und seine Truppengattungengemischt »ach den Vortheilen, die das Terrain bot, ordnete. Nur Daun'S rechterFlügel schien dein Könige noch die einzige schwache zweite, wo sich für ihn ein gün-stiger Angriff erwarten ließ; und da er das ganze Vorhaben nicht füglich mehr auf-geben konnte noch wollte, entwarf er eine meisterhafte Disposition, des Gegnersrechte Flanke, durch Anwendung der obliquen-Ordnung, zu umgehen. Allein Fried-rich selbst störte auf eine schwer erklärliche Weise, vielleicht durch geringfügige Zu-fälligkeiten veranlaßt, die Ausführung seines schönen Plans, indem er vorzeitig derMasse seiner Streitkräfte Halt zu machen gebot, ohne den dringenden Vorstellungenseiner Generale, daß es dazu noch nicht Zeit sei, Gehör zu geben. Noch mehr über-raschte diese der Befehl zum Aufmarsch und Angriff, bevor die Überfiügelung aus-führbar war. Dieser Umstand und des Königs «menge dabei brachte eine gewisseBefangenheit unter mehre -Officiere und Generale, welche die pünktliche und glück-liche Zusammenwii kung unterbrach und die Niederlage der Preußen herbeiführte.Diese wardendlich, ungeachtet der Tapferkeit, mitdersie sich schlugen,, und derVor-theile, die sie errungen hatten, durch einen ganz unzweckmäßigen Angriff des Gene-